Vielfältige Semerenger Fasnet

Die Vetter-Guser-Bälle bieten fantastische Nummern, so wie hier die Gruppe „Jungwild“. FOTO: PR
In Sigmaringen regiert zur Fünften Jahreszeit die Narrenzunft Vetter Guser. Mit Donauwölfen, Hanfertäler Eulenzunft, Semerenger Riedhexen, Schbiallumbaschleckern, Hänsele, Brunnenbergchor und der Narrenzunft Laiz gibt es aber sieben weitere närrische Vereinigungen im Stadtgebiet.

Narrenruf Vetter Guser: Nauf auf d’Stang!

SIGMARINGEN - Herzstück der Vetter-Guser-Fasnet ist das „Historische Bräuteln“ am Fa netsdienstag, 25. Februar um den Marktbrunnen vor dem Rathaus. Diese Tradition geht Jahrhunderte zurück. Um 9.30 Uhr stellen sich Narrenzunft, Narren und Bräutlinge vor der Stadthalle auf und ziehen dann gemeinsam zum Marktplatz, wo ab 10 Uhr grüne Hochzeiter und Hochzeitsjubilare sowie Neubürger, die auswärts geheiratet haben, sich vor den zahlreichen Zuschauern auf der Stange der Bräutlingsgesellen zu präsentieren.
Ein weiterer Höhepunkt der Vetter-Guser-Fasnet ist die Saalfasnet. Dieses Jahr stehen die Vetter-Guser-Bälle am Fasnetssamstag, 22. Februar (14 und 19.45 Uhr) in der Stadthalle unter dem Motto „Semerenger Fasnet ist das Schönste sowieso“. In aller Regel bieten die Akteure eine rauschende Ballnacht mit zahlreichen Programmhöhepunkten. Wer noch nie einen Vetter-Guser-Ball besucht hat: Unbedingt mal hingehen. Karten gibt es über die Homepage www.vetterguser.de.

Narrenruf Donauwölfe: Donauwölfe – Raus aus dem Bau!

Die Hanfertäler Eulenzunft veranstaltet am Auseliga Donnerstag, 20. Februar, ab 14 Uhr einen Kinderball im Gemeindehaus St. Fidelis in Sigmaringen. Es gibt Spiel, Spaß und Unterhaltung für die Nachwuchsnarren.

Narrenruf Eulenzunft: Zapfa – Räs!

Die Schbiallumbaschlecker sind am Auseliga Donnerstag, 20. Februar auf dem Sigmaringer Marktplatz anzutreffen, woe sie Kinderpunsch ausschenken. Zum Besuch der Altenheime treffen sich die Zunftmitglieder um 13.50 Uhr am Annahaus. Auch am Fasnetsdienstag, 25. Februar sind sie in Sigmaringen unterwegs.

Narrenruf Riedhexen: Arradia – hee!

Der Brunnenbergchor veranstaltet am heutigen Samstag, 15. Februar, im Sigmaringer Gemeindehaus St. Fidelis alias Narrenbühne „Schwarzer Ritter“ ab 20 Uhr seine Brunnenberg-Fasnet.

Die Donauwölfe, Semerenger Riedhexen und Hänsele haben keine eigenen Veranstaltungen. CHRISTIAN SCHWARZ

Wenn Laiz zu Balkenheim wird ...

Herzallerliebst: der Kinderball am Fasnetssonntig in Laiz. FOTO: MEYER
Herzallerliebst: der Kinderball am Fasnetssonntig in Laiz. FOTO: MEYER
In der Fünften Jahreszeit wird der Sigmaringer Teilort Laiz zu „Balkenheim“. Die Narrenzunft Balkenstrecker veranstaltet, wie der „große Bruder“ in Sigmaringen, eine Hausfasnet, die sich „von“ schreiben darf.

LAIZ - Am Auseliga Donnschdig, 20. Februar, befreien die Balkenstrecker ab 9.30 Uhr die Schüler und ab 11.11 Uhr die Kindergärten. Ab 13.30 Uhr wird der Narrenbaum vor dem Rathaus gestellt und um 19 Uhr geht der Hemedglonkerumzug ab Backhaus auf die närrische Piste.

Narrenruf: Balka – Strecker!

Am Fasnetsfreitag, 21. Februar, veranstaltet der FC Laiz im Laizer Stüble ab 20 Uhr seinen Hausball.

Am Fasnetssamstig, 22. Februar steigt dann ab 19.31 Uhr der Bürgerball mit buntem Programm „in der närrischen Festhalle zu Balkenheim“.

Am Fasnetssonntig, 23. Februar sind dann die Kinder dran. Um 15 Uhr beginnt der Kinderball mit ebenfalls buntem Programm in der Festhalle.

Am Fasnetsmentig, 24. Februar, explodiert die Balkenheimer Fasnet dann in ihrem eigentlichen Höhepunkt – dem traditionellen Bräuteln ab 10 Uhr beim Rathaus. Um 14 Uhr schließt sich der Fasnetsmentigsumzug mit auswärtigen Zünften durch Balkenheim an. Ab 15.30 Uhr wird der Narrenbaum in der Festhalle verlost.

Am Fasnetsdienstig wird ab 19 Uhr am Backhaus die Fasnet verbrannt. CHRISTIAN SCHWARZ

Bürgerball und Narrengericht

Die Gammertinger Narrenzunft Horig fährt bei ihrem Umzug am Fasnetsdienstag die Katz durch die Stadt. Rechts ein Hemedglonker. FOTOS: STUMPP/OBSER
Die Gammertinger Narrenzunft Horig fährt bei ihrem Umzug am Fasnetsdienstag die Katz durch die Stadt. Rechts ein Hemedglonker. FOTOS: STUMPP/OBSER
Die Hausfasnet der Gammertinger Narrenzunft Horig bietet zahlreiche närrische Höhepunkte, darunter Bürgerball, Narrengericht und Umzug.

GAMMERTINGEN - Familiengottesdienst im Häs kann bei der Messe für Narren am Sonntag, 16. Februar, ab 8.45 Uhr in der katholischen Kirche St. Leodegar gefeiert werden – mit anschließendem Stadtempfang vor dem Rathaus ab 10 Uhr.

Am Mittwoch, 19. Februar gibt’s ab 20 Uhr die Horig-Warm-up-Party in der Elite-/Spitzbuaba-Bar auf dem Parkplatz der Alb-Lauchert-Halle.

Am Schmotzigen Donnerstag, 20. Februar, geht’s dann ab 7.30 Uhr mit Schülerbefreiung, Narrenbaumstellen (ab 14 Uhr) und anschließender Narrenspeisung in der Alb-Lauchert-Halle in die heiße Phase der Fasnet.

Narrenruf: Horig, horig – horig isch dia Katz!

Am Fasnetssamstag, 22. Februar findet ab 19.30 Uhr der Bürgerball in der Alb-Lauchert-Halle statt. An der Abendkasse sind für acht Euro noch viele gute Plätze zu bekommen. Die Narrenzunft Horig verspricht ein Spitzen-Programm und anschließend Tanz mit der Gruppe „Amazing Train“.

Am Fasnetssonntag, 23. Februar, beginnt um 14 Uhr (Einlass 13 Uhr) der traditionelle Kinderball in der Alb-Lauchert- Halle statt. Der Eintritt ist frei, das Programm lädt alle kleinen Narren zum Mitmachen ein.
   
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Der Ursprung der Gammertinger Fasnet liegt in der Katzenmusik. Diese hat ihren Auftritt am Rosenmontag, 24. Februar, frühmorgens, ab 5 Uhr. Dabei ziehen Narren in Nachthemden und mit Musikinstrumenten, Rätschen und in Begleitung der Hanswurste mit ihren Saublatern durch die Gassen und wecken die Bevölkerung. Für die „Verpflegung“ unterwegs ist gesorgt. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Ab 14 Uhr findet das historische Narrengericht auf dem Schlossplatz statt. Ernst blickende „Richter“ in Roben und mit weißer Perücke verurteilen zuvor hochoffiziell geladene Mitbürger, die sich in ihren Augen Verfehlungen geleistet haben. Der Brolde sorgt mit seinem Säbel dafür, dass sich die Verurteilten nicht vor derStrafe drücken. Dabei kommt die verhängte Strafe natürlich zumeist der Narrenzunft zugute.

Höhepunkt und krönender Abschluss der Gammertinger Fasnet ist der Umzug am Fasnetsdienstag, 25. Februar, ab 14 Uhr. Durch die eigens dafür gesperrten Straßen führt ein Umzug mit vielen Maskenträgern, Umzugswagen und Musikgruppen.

Danach herrscht im Ort buntes Treiben. Nach der Prämierung diverser Gruppen ziehen die Narren abends vom Hotel Kreuz zum Narrenbaum, der an Ort und Stelle feierlich verbrannt wird. Wer dann noch nicht genug gefeiert hat, lässt den Abend in den noch offenen Lokalitäten und Bars ausklingen. CHRISTIAN SCHWARZ

Finger weg von unseren Mädels!

Die „Benger Schnäpper“ (oben) schnappten sich einst fremde Eindringlinge (so um 1395), die den heimischen Mädels an die Wäsche wollten und versenkten sie in der Lauchert. Davon will der kleine Schnäpper garantiert noch nichts wissen. Das Foto rechts zeigt den Räuber Hans Hödiö, der den Bingern arg zusetzte und seine gerechte Strafe erhielt. FOTOS: PR
Die „Benger Schnäpper“ (oben) schnappten sich einst fremde Eindringlinge (so um 1395), die den heimischen Mädels an die Wäsche wollten und versenkten sie in der Lauchert. Davon will der kleine Schnäpper garantiert noch nichts wissen. Das Foto rechts zeigt den Räuber Hans Hödiö, der den Bingern arg zusetzte und seine gerechte Strafe erhielt. FOTOS: PR
Schon lange vor der Gründung der Narrenzunft gab es bereits „närrisches Treiben“ in Bingen durch verschiedene Gruppierungen, wie Fasnetsspieler oder Bräutler. Heute hat die Narrenzunft Bingen etwa 400 aktive und passive Mitglieder, die sich auf zwei Maskengruppen „Benger Schnäpper“ und „Hans Hödiö“ sowie die Bräutlingsgesellen und den Zunftrat aufteilen. Seit 1983 gehört die Narrenzunft Bingen zu den Gründungsmitgliedern des Alb-Lauchert-Rings.

BINGEN - Am Auseliga Donnerstag 20. Februar, kommt die Binger Fasnet so richtig in die Puschen. Ab 8 Uhr ist Empfang im Zunftheim, anschließend geht’s auf zur Schülerbefreiung mit der Musikkapelle Bingen-Hitzkofen. Um 14 Uhr beginnt der Kinderball in der Sandbühlhalle, bei dem es viel Unterhaltung und Spiele gibt. Die älteren Narren treffen sich dann ab 20 Uhr zur Hemadglonkerparty im Foyer der Sandbühlhalle. Ein DJ sorgt für mächtig Stimmung.

Narrenrufe: Benger – Schnäpper! Hans – Hödiö!

Am Fasnetssamstag 22. Februar, steht ab 20 Uhr in der Sandbühlhalle (Hallenöffnung 19 Uhr) der Zunftball mit Programm auf dem Programm. Zudem unterhält die Partyband „Albsound“.
Und dann biegt die diesjährige Fasnet auch schon wieder auf die Zielgeade ein. Am Fasnetsdienstag 25. Februar, steht ab 10:30 Uhr das traditionelle Bräuteln in der Sandbühlhalle mit der Musikkapelle Bingen-Hitzkofen an. Ab 11.30 Uhr wird ein reichhaltiger Mittagstisch für alle Gäste angeboten. Und um ca. 14 Uhrrufen die „Benger Schnäpper“ dann zum Fasnetausklang in den ehemaligen Lammschuppen. CHRISTIAN SCHWARZ

Treffpunkt Wurstwagen, 9 Uhr!

Die Krauchenwieser Zaunhölzlezunft mit den Gruppen Zunftrat, Gardemädchen, Bräutling und Hölzlegoischt sowie dem Fanfarenzug haben noch drei Tage Hausfasnet vor sich – den heutigen Samstag, den Schmotzigen Donnerstag und den Fasnetsdienstag.

KRAUCHENWIES – Am heutigen Samstag, 15. Februar, lädt die Narrenzunft Krauchenwies ab 20 Uhr zum Zunftball ins Waldhorn ein. Er steht unter dem Motto „Mittelalter“. Der Eintritt kostet acht Euro.
   
Beim Umzug in Meßkirch bräuteln die Bräutlinge der Krauchenwieser Zaunhölzlezunft eine junge Frau. Die Zunfträte dahinter sehen’s mit Wohlgefallen. Bild oben: Die Zaunhölzles entmachten Bürgermeister Jochen Spieß (r.). FOTOS: BÖHLER/MUSOLF
Beim Umzug in Meßkirch bräuteln die Bräutlinge der Krauchenwieser Zaunhölzlezunft eine junge Frau. Die Zunfträte dahinter sehen’s mit Wohlgefallen. Bild oben: Die Zaunhölzles entmachten Bürgermeister Jochen Spieß (r.). FOTOS: BÖHLER/MUSOLF
Am Schmotzigen Donnerstag, 20. Februar, trifft sich der Zaunhölzle-Zunftrat um 9 Uhr beim Wurstwagen vor dem Krauchenwieser Rathaus. Zwischen 10.30 und 11 Uhr wird dann das Rathaus gestürmt und der Bürgermeister abgesetzt. Auch der Narrenbaum wird gestellt.

Um 13.30 öffnen die Narren den Waldhornsaal, wo um 14 Uhr der Kinderball beginnt. Ende ist so gegen 17 Uhr.

Am Fasnetsdienstag, 25. Februar lädt die Zaunhölzle-Zunft alle Narren, die’s noch machen können, zum großen Umzug durch Krauchenwies ein. Beginn ist um 14 Uhr, 23 Gruppen mit rund 1300 Hästrägern werden durch die bunten Krauchenwieser Straßen ziehen. CHRISTIAN SCHWARZ
    

Die Narrenzunft Krauchenwies e.V.

Die Krauchenwieser Zaunhölzle-Zunft nennt sich nach einem Waldstück in Krauchenwies, wo der Sage nach ein Geist sein Unwesen trieb. Das Hölzle ist ein Waldgebiet zwischen Krauchenwies und Hausen a.A. Dort soll vor langer Zeit besagter Geist mit Wanderern, Beeren- und Holzsuchern seine Späße getrieben haben. Der Hölzlegoischt ist ein gutmütiger, kinderfreundlicher Geist der immer zu Späßen aufgelegt. ist aber, wenn er gereizt wird, derb reagieren kann.

Weitere Gruppen der Zaunhölzlezunft sind Gardemädchen, Bräutling, Hästräger und Zunftrat. csc