Die Waidäg laden ein ins Städtle

Mitmachen ist erwünscht beim Narradag. FOTO: AXEL PRIES
Am Sonntag, 16. Februar, ist es wieder soweit. Laupheim feiert seine ganz besondere Fasnet. An diesem Termin laden nämlich die Laup’r Waidäg zu ihrem Narradag ein.

LAUPHEIM - Bunt soll es zugehen im Städtle. Mit vielen Aktionen und dem stimmungsvollen „Narrajuck“ möchten die Laup’r Waidäg am Narradag unterhalten.

Los geht es um 14 Uhr. Mit viel Rätschenlärm zieht die bunte Gruppe vom Schlosshof bis hin zum Rathausplatz. Jeder Hästräger ist mit bis zu sieben Glocken ausgestattet, die er mit gekonnten Sprüngen zum Klingen bringt.

Die Zunftmitglieder haben auch in diesem Jahr etliche Aktionen vorbereitet, um mit Passanten und Zuschauern auf Tuchfühlung zu gehen. „Da muss man keine Berührungsängste haben“. sagt Zunftmeister Daniel Scheffold. „Mir Waidäg send allesamt ganz liabe.“ Das gilt selbst dann, wenn diese, je nach holzgeschnitzter Maske, ganz, ganz grätig dreinschauen können. Böses führen sie sicher nicht im Schilde.
    
Auch der Wergbär mit seinen Begleitern ist dabei. FOTO: AXEL PRIES
Auch der Wergbär mit seinen Begleitern ist dabei. FOTO: AXEL PRIES
Von Spielstationen für die Kinder bis hin zu Darbietungen, die die aktuelle Politik im Städtle, aber auch im Ländle aufs Korn nehmen, ist bis zirka 16.30 Uhr allerhand geboten auf dem Rathausplatz. So werden sicher auch die Karbatschen der Fuhrmänner erschallen und manches Liedchen wird angestimmt. Was genau auf dem Programm steht, wird noch nicht verraten. „Aber soviel ist gewiss“, sagt Daniel Scheffold: „Die Waidäg sind immer für eine Überraschung gut.“

Flotte Musik soll für Stimmung unter den Besuchern sorgen, und dann ist auch durchaus das eine oder andere Tänzchen erlaubt oder bunte Polonaisen laden zur Bewegung ein.

Falls zu dem ganzen Treiben keine Sonne scheinen sollte, steht auch ein kleines Zelt bereit, in dem sich die Gäste aufwärmen können. Zur Stärkung gibt es die beliebten, von den Waidäg selbst gebackenen Fasnets- oder Apfelküchle, und diejenigen, die es herzhafter mögen, können sich an Saitenwürsten mit Weckle laben. Auch für Getränke, warm oder kalt, ist ausreichend gesorgt.

Der Begriff „Waidäg“ sei einst eigentlich ein Schimpfwort gewesen, erklärt Daniel Scheffold. Es bedeute aber auch „schlau“ oder „gewitzt“. Die Waidäg werden bei ihrem Narrajuck von weiteren Figuren wie den Fuhrmännern und der Urmutter der Waidäg, dem Riffelweible, begleitet. Mit dabei ist auch der Furcht einflößende Wergbär mit seinen Aufpassern Fettwanst und Schmalhans, die ab und zu so ihre Schwierigkeiten haben, ihn in Schach zu halten. Diese Figuren sind ein ganz besonderer Hingucker, da sie nur am Narradag in Erscheinung treten und bei sonstigen Umzügen nicht dabei sind.

Also Grund genug, sich am kommenden Sonntag auf ins Städtle zu machen und sich in das bunte Treiben zu stürzen. „Wir würden uns freuen, wenn sehr viele Gäste kommen würden“, lädt Daniel Scheffold ein.

Am Rosenmontag, 24. Februar, laden die Waidäg dann noch ein zum Kinderball von 14 bis 17 Uhr in der Herrenmahdhalle. son