Die Schaltjahr-OHAs

Die Ostracher Riedhexen präsentieren die „Große Partynacht“ am Samstag.
„All Schaltjohr amol“ trifft es die vier OHA-Zünfte mit dem Ausrichten des OHA-Treffens. Aber nur bei der Ostracher Bauzemeck-Zunft darf dieser Spruch wortwörtlich genommen werden. Denn die Bauzemecken sind tatsächlich in den Schaltjahren dran. So auch 2020 wieder. Zu was auch immer das gut sein soll. Auf jeden Fall richten die Narren um Zunftmeister Rolf Reisky das 64. OHA-Treffen von Freitag, 14. bis Sonntag, 16. Februar in Ostrach aus. Höhepunkt ist wie immer der großartige OHA-Narrensprung am Sonntag. Über 4000 Hästräger und Musikanten ziehen dann durch die Gemeinde.

OSTRACH - Nach der Fasnet ist vor der Fasnet. Dieser Spruch gilt für die jeweils gastgebende OHA-Zunft ganz besonders. So haben die Ostracher Zunftmitglieder das diesjährige OHA-Treffen ein ganzes Jahr lang organisiert – nicht zuletzt deswegen, weil die Vorschriften und Auflagen mittlerweile jeden Rahmen sprengen.

Das OHA-Treffen ist immer am Wochenende vor der Hauptfasnet angesetzt. Die 64. Auflage beginnt am Freitagabend, 14. Februar mit – wie könnte es anders sein – Party! Und zwar im Festzelt in der „Oha Area zu Ostrach“. Die ist gegenüber der Buchbühl-Halle auf dem Betriebsgelände der Firma Kugler, Im Grund 7, abgesteckt.
 
Mußbrenner der Bräutelzunft Scheer haben eine ihrer Zunfträtinnen in die Mitte genommen. Ob sie genausoviel Spaß haben wie diese, ist leider nicht zu sehen. FOTO: PR
Mußbrenner der Bräutelzunft Scheer haben eine ihrer Zunfträtinnen in die Mitte genommen. Ob sie genausoviel Spaß haben wie diese, ist leider nicht zu sehen. FOTO: PR
OHA-Freitag

Der Startschuss zur närrischen OHA-Party ist um 19.30 Uhr. Es spielt DJ Tropicana. Für drei Euro kommt jeder rein – vorausgesetzt, man ist 16 plus. Für die 16- bis 18-Jährigen ist der Partypass Pflicht.

OHA-Samstag

Der OHA-Samstag, 15. Februar, steht zunächst im Zeichen närrischen Brauchtums. Ab 17.30 Uhr findet eine Messe mit Narren in der Pfarrkirche St. Pankratius in Ostrach stattt. Ab 18.30 Uhr wird dann der OHANarrenbaum auf dem Herbert-Barth-Platz gesetzt.

Und dann geht’s schon wieder weiter mit Party pur. Die „Oha Area zu Ostrach“ wird erneut zum Schauplatz ungetrübten Frohsinns und ungezügelter Tanzlust. Die „Große Partynacht“, ebenfalls ab 19.30 Uhr, wird von den Ostracher Riedhexen präsentiert. Hier fällt der Partypass flach, weil unter 18-Jährige gar nicht reinkommen. Im Klartext: Einlass ab 18. Jüngere, die’s trotzdem versuchen, holt die Riedhexe! Alle, die legal im Zelt sind, dürfen die Musik der „FeierDich-SelbstCrew“ genießen, die auflegen wird.

OHA-Sonntag

Und dann geht’s auch schon in den Endspurt. Der OHA-Sonntag, 16. Februar, steht komplett im Zeichen närrischen Brauchtums. Um 13.30 Uhr setzt sich nämlich der närrische Lindwurm, profan OHANarrensprung genannt, in Bewegung. Über 4000 Hästräger und Musikanten werden dann durch Ostrach ziehen und den hoffentlich zahlreichen Zuschauern ein paar vergnügliche Stunden bescheren.

Und danach wird sich sicherlich die Narrenzunft Altshausen umgehend ans Werk machen, um das OHA-Treffen 2021 zu organisieren. Denn nach der Fasnet ist vor der Fasnet ... CHRISTIAN SCHWARZ
 

Grußwort Zunftmeister

Die Schaltjahr-OHAs Image 1
Liebe Narren aus nah und fern,

wir, die Bauzemeck-Zunft Ostrach e. V., freuen uns, das traditionelle „OHA-Treffen“ vom 14. bis 16. Februar 2020 ausrichten zu dürfen. Namhafte Zünfte aus dem gesamten schwäbisch-alemannischen Raum, sowie aus Etréchy und Hindelang im Ostrachtal heißen wir bei uns in Ostrach herzlich willkommen.

Getreu dem Motto unserer Vereinigung „Fasnet isch Hoimet“ möchten wir diese Tage für unsere seit bereits 64 Jahren bestehende OHA-Bruderschaft mit Ostrach, Herbertingen, Altshausen und Scheer weiterhin festigen, und diese überregional bekannte Freundschaft bzw. Bruderschaft mit unseren Umzugsteilnehmern und Gästen feiern.

Seien auch Sie unser Gast und genießen Sie närrische Stunden bei einem Zusammentreffen verschiedener Fasnetskulturen mit ihren farbenfrohen und bunten Häsern. Zusammen mit einer Vielzahl von Musikkapellen, Spielmannszügen, Schalmeien und Fanfarenzügen werden Sie an diesem Tag ein fröhliches und unvergessliches Narrenfest feiern.

Dazu laden wir Sie, die Bevölkerung aus der näheren und weiteren Umgebung, ganz herzlich ein, um einen Tag mit schwäbischem Fasnachtsbrauchtum zu erleben und zu genießen.

Für die Übernahme der Schirmherrschaft bedanken wir uns bei unserem Mdb Herrn Thomas Bareiß.

Einen großen Dank sprechen wir der Gemeindeverwaltung, den Mitarbeitern des Bauhofes, der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK, den Ostracher Firmen und allen Bürgern für Ihre Unterstützung aus.

Bedanken möchte ich mich auch bei allen Mitgliedern der Bauzemeck-Zunft, ohne die ein so großartiges Narrenfest nicht möglich und realisierbar wäre.

Allen Ostrachern und allen Gästen wünschen wir fröhliche und freudige Stunden im Kreise lustiger und vergnügter Narren.

Wir grüßen alle mit einem närrischen „Bauze-Meck“!

Rolf Reisky
Zunftmeister

OHA-Narrenbruderschaft 1956 gegründet

Zum ersten mal zu viert vereint: die vier OHA-Zunftmeister 1968. 
Zum ersten mal zu viert vereint: die vier OHA-Zunftmeister 1968. 
Die OHA-Narrenbruderschaft wurde 1956 im Saulgauer Wirtshaus Dreikönig gegründet. Denn die Saulgauer Dorauszunft machte den Paten. Warum die Bruderschaft gegründet wurde, erzählt der langjährige Ostracher Zunftmeister, OHA-Ehrenzunftmeister und Historiker Gerhard Fetscher.

OHA-LAND - Nach dem Zweiten Weltkrieg, in den Jahren 1974 bis 1952, beginnen die närrischen Gesellschaften in den Städten und auf den Dörfern wieder ihre närrischen Aktivitäten aufzunehmen, zum Teil unter neuem Namen. Man pflegt die eigenen Bräuche, organisiert einen Umzug, veranstaltet Bälle – und schaut dabei voller Neid auf die großen karnevalistischen Veranstaltungen am Rhein oder auf die Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte, VSAN, die 1947 neu gegründet wurde. Da die Chance, in die VSAN aufgenommen zu werden, relativ gering ist, besteht die einzige Möglichkeit, an überörtlichen Veranstaltungen teilnehmen zu können, darin, sich mit Gleichgesinnten zu verbünden.“
 
6. Januar 2020: Beim Dreikönigstreffen ziehen die aktuellen OHA-Zunftmeister (v.l.) Rolf Reisky aus Ostrach, Stefan Schnitzer aus Herbertingen, Klaus Eisele aus Altshausen und Uwe Lang aus Scheer traditionsgemäß an einem Strang. FOTO: KIENZLER 
6. Januar 2020: Beim Dreikönigstreffen ziehen die aktuellen OHA-Zunftmeister (v.l.) Rolf Reisky aus Ostrach, Stefan Schnitzer aus Herbertingen, Klaus Eisele aus Altshausen und Uwe Lang aus Scheer traditionsgemäß an einem Strang. FOTO: KIENZLER 
So sei es gekommen, dass zunächst „drei Narren einem hellen Stern folgten“, sprich: sich die drei kleinen Zünfte Ostrach, Altshausen und Herbertingen am 6. Januar 1956 im Saulgauer Dreikönig zur OHA-Narrenbruderschaft zusammenschlossen, um gemeinsam etwas Großes zu bewegen, um Gemeinschaft zu erleben und Spaß und Freude zu verbreiten.

Die Bräutelzunft Scheer, die am 14. Dezember 1968 als vierter Bruder aufgenommen wurde, hat jedoch bis heute das Pech, dass sie als vollwertiges Mitglied nicht im Namen vertreten ist. Die Marke OHA war bereits so populär, dass man sie nicht mehr ändern wollte.

Zusammen mit den „Gabelzünften“ Bad Buchau, Dürmentingen, Ertingen und Heudorf gründeten die vier OHA-Zünfte dann 1969 die „Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte“ (VFON).

Die OHA-Zünfte eröffnen die Fasnet an Dreikönig. Teil davon ist das traditionelle „Gemeinsam-an-einem-Strangziehen“. CHRISTIAN SCHWARZ

Grußwort Bürgermeister

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Liebe närrische Gäste aus nah und fern,

traditionell eine Woche vor der eigentlichen Fasnet feiern die vier Narrenbrüder Altshausen, Herbertingen, Ostrach und Scheer das große OHA-Treffen. Ostrach freut sich darauf, in diesem Jahr wieder der Gastgeber zu sein. Die Jugend feiert schon am Freitag im riesigen Partyzelt. Am Samstag folgt dann der gemeinsame Kirchgang zur Messe für Narren und natürlich das anschließende Stellen des Narrenbaumes auf dem Herbert-Barth-Platz. Danach folgt die legendäre OHA-Partynacht unserer Riedhexen.

Und dann natürlich der Höhepunkt mit dem großen Narrensprung am Sonntagnachmittag. Viele befreundete Zünfte aus nah und fern beehren unseren Flecken und verwandeln die Straßen in ein buntes und lebendiges Fasnetsbild.

Die Bauzemeckzunft unter ihrem Zunftmeister Rolf Reisky wird den Zuschauern am Straßenrand wieder ein tolles närrisches Wochenende bieten. Das OHA-Treffen hat in der oberschwäbischen Narrenlandschaft einen ganz besonderen Klang. Erleben Sie am besten selber vorort, warum dieser hervorragende Ruf mehr als gerechtfertigt ist!

Wir Ostracher freuen uns schon jetzt auf unsere Gäste aus nah und fern. Seien Sie herzlichst willkommen in unserer Gemeinde, feiern Sie mit uns und unseren vielen Gastzünften die fünfte Jahreszeit!

Ihr Bürgermeister
Christoph Schulz

Die OHA-Narrenrufe

„O-Ha!“ schreit dieser Zunftrat der Altshauser Narrenzunft inbrünstig. FOTO: BAUR 
„O-Ha!“ schreit dieser Zunftrat der Altshauser Narrenzunft inbrünstig. FOTO: BAUR 
Den zielführendsten Narrenruf, der quasi wie die Faust aufs Auge passt, hat die Narrenzunft „Lätschvere“ Altshausen. Die schreit nämlich „O-Ha“ Viel besser geht’s für eine OHA-Zunft tatsächlich nicht mehr. Der Altshauser Narrenruf hat mit der OHA-Marke aber ungefähr so viel zu tun wie eine Kuh mit dem Mondflug: OHA sind nämlich die Anfangsbuchstaben für Ostrach, Herbertingen und Altshausen.

Der Narrenruf der Ostracher Bauzemeck-Zunft lautet „Bauze-Meck“ Er ist an die Hauprfigur der Ostracher Fasnet, den Bauzemeck, der einen Riedgeist verkörpert, angelehnt.

Die Narrenzunft „Weckazwinger“ Herbertingen hat sich einen besonders originellen Narrenruf zugelegt: „It heinas'geit a Fasnet“. Dieses Jahr endet sie übrigens am 18. Februar.

Die Bräutelzunft Scheer schreit „Zi-U“. Die Bedeutung dahinter erschließt sich einem nicht auf den ersten Blick und ist für dieschwäbisch-alemannische Fasnet auch eher ungewöhnlich. Denn hinter diesem Narrenruf verbirgt sich der Ruf nach dem Gott Zeus, dem der „Ziustag“, auch „Zeischteg“ genannt, geweiht ist. Für unsere hochdeutsch sprechenden Narren: Damit ist der Dienstag gemeint. CSC

Ein Brandopfer auf dem Götzenaltar ...

In den 50er Jahren sah die neu gegründete Narrenfigur des Bauzemeck noch greisliger aus als heute. Hier jucken ein großer und ein kleiner „Bauze“ durch die Straßen. FOTOS: ZUNFT 
In den 50er Jahren sah die neu gegründete Narrenfigur des Bauzemeck noch greisliger aus als heute. Hier jucken ein großer und ein kleiner „Bauze“ durch die Straßen. FOTOS: ZUNFT 
Die Bauzemeck-Zunft ist Gastgeber des 64. OHA-Narrentreffens. Deswegen bringen wir Ihnen an dieser Stelle die Ostracher Fasnet etwas näher.

OSTRACH - Die Bauzemeckzunft Ostrach e.V. ist ein Verein, der sich die Pflege des Brauchtums, insbesondere des fasnächtlichen Brauchtums, auf die Fahne geschrieben hat. In der heutigen Form besteht sie seit 1951. Allerdings war die Fasnet schon viele Jahre ein fester Bestandteil der Ortschaft. Erwähtnwird sie erstmals im Jahr 1736. Darin stellt das Pfarramt Ostrach einen Antrag an das Kloster Salem, während der Fasnet doch bitteschön Tanzveranstaltungen zu genehmigen.

Eine Maskengesellschaft führt im 19. Jahrhundert Freilicht-Fastnachtsspiele auf, an die sich immer ein Maskenumzug anschließt. 1842 spielen unter der Leitung von Konditor Laur 60 Personen „Die Geschichte Heinrichs von Ehrenfels“ , 1882 wird makabrerweise „Ein Brandopfer auf einem Götzenaltar nach heidnischer Art“ zum Besten gegeben. In dieser Zeit muss auch die „Narrhalla Ostrach“ entstanden sein.

Auf Initiative von Karl Kober und Eduard Röck wird 1900 die „Narrhalla“ neu gegründet und mit Zimmermeister Groß als Narrenvater am Fasnetsdienstag ein großes Volksfest abgehalten. Die Ostracher Narren beleben zudem die Freilichtaufführungen vor den Gasthäusern „Hirsch“ oder „Adler“ wieder. Mit „Die Weibertreu“ im Jahr 1913 endet diese Tradition. Dank des Ersten Weltkriegs ruhen nun sämtliche närrischen Aktivitäten in Ostrach für viele Jahre. Erst 1924 ermuntert Pfarrer Hafner in seiner Predigt am Fasnetssonntag die Gläubigen, die Fasnet wieder aufleben zu lassen. Gesagt – getan! Ab nun veranstalten die Narren zwischen den Kriegen vor allem von Fasnetsdonnerstag bis Fasnetsdienstag Umzüge und Bälle, die von Prinz Carneval und seinem Hofstaat begleitet werden.

Nach einer längeren, erneut kriegsbedingten Unterbrechung organisieren die alten Akteure 1949 in Ostrach wieder Fasnetsveranstaltungen. Der Durchbruch gelingt 1950 einem neu konstituierten Elferrat mit Max Schmitt als Zunftmeister. An der Spitze stehen zwar Prinz und Prinzessin Carneval, doch gleichzeitig wird eine „Klepperlesgarde“ ins Leben gerufen. Mehrere Bälle und ein großer Umzug werden veranstaltet. Ostrach hat nun eine richtige Fasnet. So wird 1950 gleich mal eine Narrenzeitung mit dem launigen Titel „Der hinkende Bote vom Ostrachtal – Mitteilung des Bundes vom Finanzamt Verfolgter“ herausgegeben, in der von Verfehlungen und Missgeschicken der Ostracher Bürger berichtet wird.

Der entscheidende „Drive“ zur Fasnet im heutigen Stil kommt dann 1951. Zwei neue Originalmasken werden geschaffen, „Bautzemeck“ und „Riedhexe“. Am 14. Januar 1951 sind sie in Stockach zum ersten Mal auf der Straße. Die Bauzemeckzunft Ostrach ist geboren.

Die Fasnet feiert ab da jedes Jahr fröhliche Urständ in Ostrach. Neben dem Dorfumzug am Fasnetsmentig sind auch die zahlreichen Bälle vor Ort immer gut besucht.

Übrigens: Dieses Jahr steht die Ostracher Hausfasnet unter dem Motto: „Es steht auf dem Mist der Kikeriki, Ostrach braucht endlich mehr Industrie“. CHRISTIAN SCHWARZ

Die Masken und Häser der Ostracher Bauzemeck-Zunft

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Der Bauzemeck ist die Narrenfigur, die der Narrenzunft Ostrach sowohl den Namen als auch den Narrenruf beschert: „Bauze – Meck“. Er stellt einen Riedgeist dar und verkörpert das Dämonische in der Ostracher Fasnet. Die Maske ist dunkel und Angst einflößend. Sein Häs aus grünem und braunem Bast erinnert an das Schilf der Riedlandschaft. Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch den Wasenspaten, der früher zum Torfstechen verwendet wurde.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Das Blätzle gehört zu der weitverbreiteten Familie der Fleckennarren. Auf dem Häs sind 1030 Blätzle in den Zunftfarben gelb, braun und grün aufgenäht. Es trägt eine Wurst. Die Glattlarve besitzt ein freundliches, keckes Gesicht. Einige der Blätzle tragen ein mehrtöniges Geschell, das vor allem beim Sprung auf traditionelle Märsche eine enorme akustische Wirkung entfaltet. Das Geschell galt ja lange als das wichtigste Narrenmerkmal schlechthin.
 
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Die Seerose trägt ein Weißnarrenhäs, bestehend aus Hose, Rock, Haube und Dreispitz mit einer lieblichen Glattlarve. Die auf das Häs aufgenähten Seerosenblüten in grün und gelb und die feinen Glöckchen unterstreichen den charmanten und angenehmen Charakter dieser Figur. Unter der Maske der Seerose befinden sich ausschließlich Mädchen oder Frauen. Als Narrenattribut trägt sie eine Narrenwurst zum Necken der Zuschauer.
 
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Die Riedhexe trägt eine als Hexenhäs stilisierte Bürgerinnentracht des Mittelalters, die aus grüner Bluse, braunem Rock, roter Weste und gelber Schürze zusammengesetzt ist. Das typische Hexengesicht schließt eine Maskenhaube ab, die von einem Fuchsschwanz verziert wird. Dieser attestiert dem Träger laut Werner Metzger Boshaftigkeit, Verschlagenheit und eine Neigung zu Lug und Trug. Jede Hexe ist mit einem möglichst originellen Besen ausgestattet.
 
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Der Zunftrat setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, die sich um die Organisation der Fasnet und den Erhalt des heimatlichen Brauchtums bemühen. Das Häs ist abgeleitet von einer oberschwäbischen Bauernsonntagstracht mit Dreispitzhut, grünem Rock, brauner Weste, schwarzer Kniebundhose, weißen Strümpfen und Haferlschuhen. Aus dem ehemaligen Elferrat wurde im Laufe der Jahre dann der „Bauze“-Zunftrat.