Eine Meute wilder Cowboys und Indianer

Am Sonntag steht mit dem traditionellen Umzug der Höhepunkt der Dorffasnet Reute auf dem Programm.
Die Fasnet in Reute steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wild, wild Reute, Cowboys, Indianer und die ganze Meute!“: Höhepunkt ist der große Umzug am Sonntag, 16. Februar, zu dem 67 Gruppen und 3 100 Maskenträger und Musikanten erwartet werden. 
 
Von Stephan Augat

REUTE – Mit der traditionellen „Goißawäsch“ im Saal des Gasthauses Stern startete am 11. Januar die Narrengilde Schussentäler Reute in die Fünfte Jahreszeit, die in diesem Jahr unter dem Motto „Wild, wild Reute, Cowboys, Indianer und die ganze Meute!“ steht.

Höhepunkte der Dorffasnet

Doch jetzt geht‘s dem Höhepunkt entgegen: Am kommenden Freitag, 14. Februar, wird Ortsvorsteher Achim Strobel durch das Zigeunervolk entmachtet. Das Narrenrechtabholen beginnt um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Gaisbeuren.

Wa muinet’r – Ha wellaweag!

Am Samstag, 15. Februar, steht um 13.30 Uhr der Kinderumzug auf dem Programm. Zusammen mit dem Narrenbaum und vielen Musikgruppen zieht der närrische Nachwuchs vom Gasthaus Stern zur Durlesbachhalle, wo der Narrenbaum auf dem Dorfplatz aufgestellt wird. Zur Belohnung gibt es anschließend leckere Leberkäswecken, finanziert durch den Schnurrer-Erlös des vergangenen Jahres. Beim Kindernachmittag in der Durlesbachhalle sorgt der Förderverein der Narrengilde mit einem abwechslungsreichen Programm für lustige Unterhaltung und ausreichend Bewirtung.
 
Im Jahr 1963 wurde die Narrengilde Schussentäler Reute gegründet. FOTO: NARRENGILDE SCHUSSENTÄLER REUTE
Im Jahr 1963 wurde die Narrengilde Schussentäler Reute gegründet. FOTO: NARRENGILDE SCHUSSENTÄLER REUTE
Weiter geht‘s am Sonntag, 16. Februar, mit der Narrenmesse in der Pfarrkirche St. Peter und Paul – Kostümierung ausdrücklich erwünscht!. Der närrische Gottesdienst unter Leitung von Pfarrer Stefan Werner beginnt um 9.30 Uhr. Begleitet wird er musikalisch vom Fanfarenzug Reute und einem Bläserensemble.

Um 13.30 Uhr erfolgt dann der Startschuss zum großen Umzug durch Reute, zu dem sich 67 Gruppen mit rund 3100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus nah und fern angemeldet haben. Anschließend wird bei der Dorffasnet im ganzen Ort tüchtig weiter gefeiert – vor allem in der Durlesbachhalle, auf dem Dorfplatz und im Ü18-Disco-Zelt.

Schnurrertage und Kehraus

Ab dem Gumpigen Donnerstag sind wieder drei Tage lang die Schnurrer unterwegs, um in Reute-Gaisbeuren nicht nur die Fasnet in die Häuser zu bringen, sondern auch, um Gelder für die Leberkäswecken fürs nächste Jahr zu sammeln. Letzter Höhepunkt ist dann am Dienstag, 25. Februar, der Fackelumzug zum Dorfplatz, wo das Fasnetsverbrennen über die Bühne gehen wird. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Gasthaus Stern. Anschließend ist noch großer Kehraus angesagt.
 

Maskengruppen

Die erste Maske und Namensgeber der Narrengilde ist der Schussentäler, basierend auf einer Räuberbande. Die traditionsreichste Gruppe ist jedoch das Zigeunervolk. Seit 1971 belebt die Goiß als erste Reutener Holzmaske die örtliche Fasnet. Drei Jahre später kamen die Riedrälle hinzu. Mit der Schwaaz Ageth als jüngstes Mitglied der Reutener Maskengruppen bekam der Schussentäler 2001 eine Begleiterin zur Seite.