Mehr Mobilität für Tettnang

Eine Wendeschleife gehört zum neuen Busbahnhof. FOTO: CAROLIN HITZIGRATH
Nach jahrelanger Planung ist der neue Busbahnhof der Stadt Tettnang am Manzenberg einsatzbereit. Durch die Maßnahmen sind nicht nur neue Wartehäuschen, eine Wendeplatte und mehr Begrünung entstanden - auch mehr Parkplätze entzerren die Verkehrssituation an der Schule.

TETTNANG - „Es war ein sehr langer Prozess mit häufigen Diskussionen über eine verbesserte Anbindung der Schule an den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Horst Hölz, Leiter des Tiefbauamts Tettnang. „Mit dem jetzigen Busbahnhof haben wir dafür eine sehr gute Lösung gefunden“, freut er sich.
   
Überdachte Wartehäuschen mit Holzsitzbänken sollen künftig das Warten angenehmer machen.
Überdachte Wartehäuschen mit Holzsitzbänken sollen künftig das Warten angenehmer machen.
Das war auch nötig, denn die vorherige Situation war laut Hölz ein „riesen Durcheinander“. Um einen gemeinsamen Konsens finden zu können, wurden alle Beteiligten ins Boot geholt. Angefangen von der Stadt, dem Gemeinderat, den Schulen und den Busunternehmen bis hin zu den Eltern. Klares Ziel war es vor allem, die schulnahe Anbindung aufrechtzuerhalten und das Verkehrs-Durcheinander zu lösen. Das ist unter anderem dank einer neuen Parkplatzsituation gelungen. Am Manzenberg gingen ein paar Parkplätze verloren. Dafür sind im Bereich der Loretostraße neue hinzugekommen, sodass es insgesamt sogar ein Plus an Parkplätzen gibt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das liege auch an der guten Zusammenarbeit: „Bei solchen Maßnahmen muss man die Leute mitnehmen. Wir haben die Schritte sauber vorbereitet und uns immer mit den Beteiligten abgesprochen“, erklärt er.
   
freiraumwerkstadt
Vor allem die Wartehäuschen stellen für Hölz ein Highlight dar: „Die Gestaltung passt sehr gut ins restliche Gelände“, meint er. An den „Pavillons“ haben der Architekt und ein Arbeitskreis, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderats, gemeinsam gearbeitet.

Überhaupt sei das Projekt etwas Besonderes und stellt nichts Alltägliches dar. Natürlich wurden bei einem solchen Projekt auch die neuesten Standards der Barrierefreiheit umgesetzt. Mit allen Maßnahmen, von Parkplätzen über Wartehäuschen, Wendeplatte und Begrünung hat der Busbahnhof die Stadt 1,4 Millionen Euro gekostet. Davon werden aber 300 000 Euro vom Land Baden-Württemberg durch eine Förderung übernommen.