Beim Narrenbaumstellen und Narrensprung ist so richtig was los

„Halligari - d’ Schwende Marie“ lautet der Spruch des Narrenvereins Grünkraut. FOTOS: SZ-ARCHIV
In Grünkraut wird am Samstag, 18. Januar und Sonntag, 19. Januar so richtig gefeiert. Am Samstag um 19 Uhr wird der Narrenbaum gestellt, danach ist Party angesagt. Am Sonntag ab 13.33 Uhr ist großer Narrensprung.

GRÜNKRAUT - Der Narrenverein Grünkraut e.V. lädt dazu herzlich ein und freut sich auf viele Besucher. Silke Huber, Schriftführerin des NV Grünkraut, beantwortet hierzu einige Fragen von Rosa Laner.

Frau Huber, wie sind die Vorbereitungen zum Grünkrauter Fasnetswochenende bisher verlaufen?

Die Vorbereitungen sind bisher gut verlaufen.

Wer hilft bei der Organisation mit?

Die Fasnet wird von dem ganzen Zunftrat mit Hilfe einiger Mitglieder sowie der Unterstützung der Gemeinde Grünkraut geplant.

Wie viele Zünfte und Musikkapellen kommen zum Narrensprung?

In diesem Jahr kommen 59 Gruppen, gemischt Narren- und Musikgruppen, zu uns. Es wird wieder ein abwechslungsreiches Programm geboten. Nach dem Narrensprung laden wir Narren Groß und Klein in unser Partyzelt und in die Halle ein.

Wo kann man gut parken?

Für Parkplätze ist gesorgt, diese sind angeschrieben.

Was ist am Samstagabend los?

Am Samstagabend findet um 19 Uhr das Narrenbaumstellen statt mit anschließender Party im Zelt hinter der Festhalle.

Was ist für Sie persönlich das Schönste an der Grünkrauter Fasnet?

Für mich persönlich sind die vielen verschiedenen Gruppen und die Stimmung bei den Zuschauern das Highlight.
   

Überlieferung

Ein Blick auf die Homepage nv-grükraut.de

Ein wesentlicher Bestandteil der Vereinsarbeit ist die Gestaltung von Fasnetsveranstaltungen auf örtlicher Ebene, wie z. B. das Fasnetserwecken, Maskenabstauben, Narrenbaumstellen und der Narrensprung in unserer Gemeinde mit traditionellem Zunftmeisterempfang.

Die Dorffasnet wird mit der Schüler- und Kindergartenbefreiung sowie der Erstürmung des Rathauses und einem Kinderball in der Sportund Festhalle gefeiert.

Zum Abschied der närrischen Zeit findet der Kehraus mit Narrenbaumfällen statt.

Der Verein besteht derzeit aus ca. 215 aktiven Mitgliedern aller Altersklassen, allein davon 46 Narrensamen. Dreh- und Angelpunkt des Fasnetsgeschehen ist die Figur des Waldweibchens „ Schwende-Marie“.

Nach mündlicher Überlieferung handelt es sich um eine alte Frau, die zwischen Grünkraut und Kemmerlang, dem so genannten „Schwende-Wald“, durch sammeln von Tannenzapfen und Reisigzweigen ihren Lebensunterhalt bestritt, indem sie diese an umliegende Landwirte veräußerte.

Bei der Umsetzung der Überlieferung wurde besonders darauf geachtet, nur natürliche Farben (braun, grün und strohgold) und Elemente des Waldes (Eichen, Tannenzapfen, Blätter) für das Häß zu verwenden.

Zur Ergänzung unserer Ursprungsfigur kam 1998 als zweite Maske der „Widdums-Bauer“ hinzu. Die Figur des Widdums-Bauern stammt aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges, in welchem sie Räuberbanden auflauerten, die damals die Region Grünkraut ausplünderten und verunsicherten.