Zum 20. Geburtstag kommen 400 Musiker

Heute zählt die O-Town-Gugge etwa 50 Musiker. Das Häs mit schwarzem Rock, schwarzem Pullover und Zottelfell-Oberteil gibt es seit 2003. 
Unter dem Motto „2020 – 20 Jahre O-Town-Gugge ...“ feiert die närrische Abteilung des Musikvereins Otterswang Geburtstag. Die OTown-Gugge trat im Jahr 2000 als „Fischermän’s Friends“ beim Nachtumzug in Rengetsweiler erstmals in Erscheinung. Auch zum 20. Geburtstag gönnt sich die O-Town-Gugge wieder ein Guggenmusiktreffen. Und zwar am Samstag, 11. Januar, zu dem rund 400 Musiker erwartet werden.

OTTERSWANG - Der Name zur Gründungszeit, „Fischermän’s Friend“, bezog sich auf den damaligen Gugge-Chef und Hauptinitiator Harry Fischer. Das Outfit der Musiker orientierte sich am Aussehen der Hippies: Sie trugen Schlaghosen, Perücken und teilweise gelbe Regenmäntel. Beim Narrentreffen 2003 in Pfullendorf trugen die Mitglieder von „Fischermän’s Friend“ dann ihr neues Häs. Dieses bestand aus schwarzem Rock, schwarzem Pullover und rotem oder blauem Zottelfell-Oberteil.

Zur Fasnet 2004 richtete Fischermän’s Friend das erste Guggenmusiktreffen in Otterswang aus. Dieses fand am 10. Januar mit der Mondlemusik Rengetsweiler, der Guggenmusik Thalheim, der Guggenmusik Pille Palle Liggersdorf, der Guggenmusik Wald und der Fasnetsmusik Burgweiler statt. Beim Narrentreffen 2005 in Markdorf traten die Musiker zum ersten Mal unter ihrem neuen Namen „OTown-Gugge“ auf, als Anlehnung an den Namen des Pfullendorfer Ortsteils. Beim Wettbewerb eines Radiosenders setzten sie sich als lauteste Guggenmusik durch – und gewannen damit 200 Liter Freibier.

Vier Jahre später nahm die O-Town-Gugge im Probelokal eine eigene CD auf. Bei der Suche von Radio 7 nach der besten Musikkapelle Süddeutschlands belegte sie den dritten Platz.

Im österreichischen Fernsehen war die O-Town-Gugge bei der Fasnet 2014 zu sehen: 17 Guggenmusiken aus Österreich, Deutschland und der Schweiz nahmen am 20. internationalen Monsterkonzert in Dornbirn teil – darunter auch die Musiker aus Otterswang. Als der Narrenverein Kehlbachratten Otterswang im Jahr 2016 ihren 20. Geburtstag feierten, richteten die O-Town-Gugge ihr 13. Guggemusiktreffen mit neun Gruppen aus.

Heute zählt die O-Town-Gugge etwa 50 Mitglieder – nicht nur aus Otterswang, sondern auch aus Zell am Andelsbach, Weihwang, Litzelbach, Schwäblishausen, Mottschieß, Bittelschieß, Oberkappel, Aach-Linz, Pfullendorf und Denkingen. Während der Fasnet nehmen die Musiker an zahlreichen Guggetreffen, Fasnetsumzügen und Narrentreffen teil.

Bei der großen Geburtstagsparty am Samstag, 11. Januar, sind elf Guggenmusiken und Lumpenkapellen zu Gast. Dabei werden die Besucher nicht nur bekannte Gesichter aus den Reihen der Guggenmusiken Wald, Liggersdorf oder Herdwangen zu sehen bekommen: Auch Gruppen aus Überlingen, Oberelchingen bei Ulm und Bottenau bei Offenburg haben ihr Kommen zugesagt.

Mit dabei sind außerdem die Emser Palast Tätscher aus Österreich.

Die Veranstalter kündigen unter anderem einen Sternmarsch und ein „Monsterkonzert“ aller 400 Musiker auf dem Festplatz an. „Der Vorstand beziehungsweise das Orga-Team stecken seit Wochen die Köpfe zusammen, um die Geburtstagsparty zu einem tollen Event werden zu lassen“, teilt Schriftführerin Bettina Matt mit. PR/CSC

Guggenmusiktreffen

Das 17. Guggenmusiktreffen der O-Town-Gugge Otterswang findet am Samstag, 11. Januar, statt. Um 18.30 Uhr startet ein Sternmarsch der Guggenmusiken beziehungsweise Lumpenkapellen. Wegen dieses Sternmarsches wird die Ortsdurchfahrt (Dorfstraße) von 17.30 Uhr bis etwa 21 Uhr gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt vom Haus der Familie Krall bis zum Haus der Familie Götz.

Nach einem gemeinsamen Konzert steht in der Halle Spieß gegen 20.30 Uhr die erste Gruppe auf der Bühne. Zwischen den Auftritten der Gruppen sorgt DJ Keiler für Stimmung. Mit dabei sind: Emser Palast Tätscher, Hohwachtfetzer Bottenau, Gugge Vamps Überlingen, Seegumper Überlingen, Pille Palle Liggersdorf, Hedos Herdwangen, LK Schnättermusik, Blech Beat Gugge, LK Shake’s Bier, LK Heugebläse und Let’s Fetz Wald. Der Eintritt kostet vier Euro.