Gorillas laden zum Jubiläum ein

Die Gorillas sind mit ihrem „Urwald-Motorrad“ echte Hingucker. FOTOS: GORILLACLUB RUSSENRIED
Seit 40 Jahren sorgt der wilde Auftritt des Gorillaclub Russenried auf Fasnetsumzügen in der Umgebung für gute Stimmung. Mit akrobatischen Einlagen und ihrem Baumstamm-Motorrad ist die Gruppe ein echter Hingucker. Das 40-jährige Jubiläum feiern die Russenrieder am Freitag, 10. Januar, mit einem Nachtumzug um 18.30 Uhr und großer Party in der Neukircher Halle unter dem Motto „Rumble in the Jungle“.

RUSSENRIED/NEUKIRCH - Der Gorilla Club ist im Sommer 1979 aus einer Stammtischlaune heraus entstanden. Zu dieser Zeit gab es eine kleine Dorffasnet in Neukirch. Um diese zu bereichern hatte man sich überlegt, wie man sich als Russenrieder hier einbringen könnte. Es entstand so die Idee, sich als Gruppe zu formieren mit Häs und Maske, wie es von der Schwäbisch-Alemannischen Fasnet her schon bekannt war.

Nachtumzug mit Party in Neukirch

Alte Geschichten über die Köhler und deren wildes, verrußtes und furchterregendes Aussehen, hatten die Stammtischrunde auf die Fasnetsfigur für Russenried gebracht. Sofort hatte man sich überlegt, wie denn so ein „Waldaffe bzw. schwaazer Siach“ aussehen könnte. Die einzigen Menschenaffen, die auch noch bezüglich der Farbe Schwarz in Frage kamen, waren „Gorillas“. Im Handel gab es damals solche Häser mit Gummimasken und Felloveral und damit hatte man in den ersten Jahren provisorisch ein Häs und eine Maske.

Die Fasnet in Russenried hatte nun endlich im Winter 1980 begonnen und die Gruppe zählte rund zwölf Mitglieder.
     
Die Russenrieder Fasnetsfigur „Gorilla“
Die Russenrieder Fasnetsfigur „Gorilla“
In den Jahren darauf fand man auch einen Lieferanten, der einen qualitativ hochwertigen Stoff liefern konnte. Die Häßer wurden nach den Vorstellungen der Gründungsmitglieder genäht. Wieder ein Jahr später fand man dann einen Maskenschnitzer der die unbeliebten Gummimasken ersetzen konnte.

Fünf Jahre nach der Gründung war die Idee geboren, ein Baumstamm-Motorrad zu bauen. Diese wird auch heute noch mit Stolz bei den Umzügen gefahren. Auch die Zuschauer freuen sich, wenn sie die Hupe hören, denn das ist das Zeichen, dass das Urwaldmotorrad kommt. Doch bei allem Spaß hat die Sicherheit Vorrang und die erfahrenen Fahrer düsen erst los, wenn die Straße abgesperrt wurde.

Der Verein zählt mittlerweile 83 aktive Gorillas und 25 Gorilla-Kinder. Wer mal das Gorilla-Dasein testen möchte, kann sich eines der 16 Leihhäser borgen.

In der Fasnetssaison 2020 werden die Gorillas bei 17 Umzügen dabei sein. Auch beim Narrenbaumstellen von befreundeten Zünften wie der NZ Deuchelried und der NZ Bürgermoos werden sie vertreten sein. Die Gorillas freuen sich sehr auf den Umzug in Langenargen. Auch den Einladungen aus Betznau, Kehlen und Scheidegg, die in diesem Jahr ebenfalls ihr Jubiläum feiern, folgen sie sehr gerne.

Doch der Gorillaclub ist aber nicht nur in der näheren Umgebung zu finden. Ein besonderes Highlight ist in diesem Jahr auch wieder die Ausfahrt nach Gosbach zum Nachtumzug.

Besonders das familiäre Flair macht den Gorillaclub Russenried für die Mitglieder so beliebt. Darum gibt es auch immer viel „Gorilla-Nachwuchs“.

Geselligkeit, Zusammengehörigkeit und Spaß - damit lockt der Club nicht neue Mitglieder, auch einige Gründungsmitgleider sind noch aktiv dabei.

Der gute Zusammenhalt zeigt sich nun auch in den Vorbereitungen fürs Jubiläum. Hand in Hand haben die Mitglieder ein tolles Angebot erarbeitet.

Das Jubiläum startet mit dem Zunftmeisterempfang am Freitagnachmittag. Besonders schön ist, dass die Gorilla-Kids hierfür extra einen Tanz einstudiert haben - die Zuschauer können gespannt sein.

Am 10. Januar findet dann um 18.30 Uhr der zweite Nachtumzug in Neukirch statt. Für den Umzug haben sich 39 Gruppen angemeldet. Im Anschluss geht es in der Halle bei der Party unter dem Motto „Rumble in the Jungle“ weiter. DJ Jules und verschiedene Lumpenkapellen werden den Gästen ordentlich einheizen. Der Eintritt zur Party ist frei.