Die Böttinger Ortsmitte blüht regelrecht auf

Blick in den Garten vom Pfarrhaus aus.
„Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und für eine schönere Zukunft bestimmt ist.“ Diese Worte von Papst Johannes XXXIII. sieht Pfarrer Amann als schöne gedankliche Grundlage und als Leitspruch für den neu angelegten Böttinger Pfarrgarten, der nun, zusammen mit dem unteren Kirchplatz praktisch der Gemeinde Böttingen eine neue und schöne Ortsmitte verleiht, die dazu einlädt, das Leben in der kommunalen und kirchlichen Gemeinschaft zu fördern.

BÖTTINGEN - Der Weg zu diesem schönen Ortsmittelpunkt war aber mit einigen Steinen gepflastert, denn das Projekt konnte anfänglich nur mühsam auf den Weg gebracht werden, weil zunächst nur der Kirchengemeinderat den ersten Impuls setzte und man schnell merkte, dass die Realisierung, nicht zuletzt auch aus finanziellen und denkmalschutzrechtlichen Gründen, große Anstrengungen erforderlich machen würde. 

Statik: Alfons Mattes, Ing.-Büro für Bauwesen

Eine geschlossene Mauer verhinderte auch einen öffentlichen Zugang zum Pfarrgarten, der eigentlich nicht mehr so richtig genutzt wurde und daher eher zusehends verwahrloste. Erst als es gelang, auch die weltliche Gemeinde mit ins Boot zu holen, und erst als auch das Denkmalamt seine Haltung überdachte und korrigierte, kam das Projekt richtig ins Rollen. Die Gartenmauer wurde Richtung Böttinger Rathaus geöffnet, um so praktisch die Menschen einzuladen.
 
Ansicht vom Rathaus aus. FOTOS:MOOSBRUCKER
Ansicht vom Rathaus aus. FOTOS:MOOSBRUCKER
Die Gemeinde, anfänglich vertreten durch Bürgermeister Gerhard Minder und später von seinem Nachfolger Benedikt Buggle, machte Mittel aus dem Entwicklungsprogramm „Ländlicher Raum“ locker, so dass man auf einem finanziellen Grundstock aufbauen und zusammen mit der Kirchengemeinde das Projekt angehen konnte.

Juliane Hermle vom gleichnamigen Planungsbüro machte sich Gedanken über die Gesamtgestaltung und so konnte man nun endlich ans Werk gehen. Entstanden ist ein offener Begegnungsort ganz nach den Vorstellungen von Pfarrer Amann, der „unendlich froh über dieses neue Zuhause“ ist und der sich auch vorstellen kann, dass der Garten das Leben in der Gemeinde bereichert.

Insgesamt waren Mittel in Höhe von 350 000 Euro erforderlich. Diese wurden unterstützt durch die ERL-Mittel in Höhe von 108 000. Die Kirchengemeinde inklusive der Zuschüsse durch die Diözese steuerte 172.000 Euro bei und die Gemeinde beteiligte sich mit 70.000 Euro.

Die erste Bewährungsprobe hat der Pfarrgarten schon bestanden, als sich bei der Einweihung der erste Böttinger Adventsmakrt für ein Käuferpublikum öffnete. Wenn es nach dem Willen von Pfarrer Amann geht, dann wird der Pfarrgarten zu einer neuen Begegnungsstätte werden. RICHARD MOOSBRUCKER