eingeBURGERt

Der Klassiker – lokal & kreativ

Oberschwaben kann stolz sein auf seine Burgerkultur

Burger satt: Der Südfinder wollte es wissen. FOTO: OH
Burger satt: Der Südfinder wollte es wissen. FOTO: OH
Haben Burger bei uns in Deutschland vor einigen Jahren noch zum Fast Food gezählt, das man während der Mittagspause mal schnell auf die Hand genommen hatte, kann man inzwischen von einer Burgerkultur sprechen. Sie wird sowohl mit Foodtrucks, vor allem aber auch in Form einer vielfältigen und abwechslungsreichen Restaurantkultur zelebriert. Der Südfinder hat sich auf die Suche nach den besten Burgerrestaurants im Landkreis Biberach gemacht und den Geschmackstest durchgeführt.

REGION (mf) - Der Überlieferung nach servierte der deutsche Auswanderer Louis Lassen im Jahr 1900 in New Haven im US-Bundesstaat Connecticut den ersten Hamburger als steak sandwich. Er bestand aus Rinderhackfleisch, das von zwei Toastbrotscheiben bedeckt war. Doch woraus besteht ein Burger heute? Der Definition nach handelt es sich dabei um ein warmes Schnell- oder Fertiggericht, das der Standardartikel vieler Fast-Food-Ketten ist. Seine Bestandteile sind ein spezielles Brötchen, das Bun, das mit unterschiedlichen Belägen, in der Regel aber mit einer gegrillten Scheibe aus Rinderhackfleisch, dem Patty, belegt wird.

Um eines vorwegzunehmen: Diese Beschreibung ist zwar nicht falsch, wird der gewachsenen Burgerkultur in Oberschwaben aber nicht gerecht. Denn sie ist regional ausgeprägt und vor allem vielseitig. Neben der Herkunft von Fleisch und Zutaten steht für alle getesteten Burgerrestaurants eine individuelle Speisekarte an oberster Stelle. Ob einfacher Burger, Käsespätzleburger, weihnachtlicher Entenbrustburger, die vegetarische Variante mit Falafel, mit selbstgemachten Saucen oder ein Riesenburger, für dessen Bezwingen der Küchenchef eine Urkunde verleiht – die kulinarische Burgervielfalt in Oberschwaben ist groß.

Burger-liche Küche im Häge mit Zuwachs von Steak

Der Chrispy-Falafel-Burger zählt zu den neuesten Burgervariationen und beruht auf einem altägyptischen Rezept. FOTO: MF
Der Chrispy-Falafel-Burger zählt zu den neuesten Burgervariationen und beruht auf einem altägyptischen Rezept. FOTO: MF
Im Burgerrestaurant Häge am Zeppelinring 61 in Biberach trifft man stets gute und leckere Burger. Seit Neuem findet außerdem das Steak festen Bestandteil auf der Speisekarte. Ganz oben steht die regionale Herkunft der Produkte. Die Fritten werden hier noch selbst „gepresst” wie bei Oma!

BIBERACH - Den Garpunkt des Fleisches kann jeder Gast selbst bestimmen. Das Burgerfleisch besteht grundsätzlich immer aus zwei Komponenten vom oberschwäbischen Jungweiderind, dessen Fleisch aus einem regionalen Erzeugerverbund stammt. Diverse fleischlose Variationen findet man natürlich zusätzlich auf der Karte, so dass alle glücklich und gesättigt das Lokal verlassen. Der ein oder andere wird mit einem „Schnäpsle oder Likör” aufs Haus versorgt, was den Besuch dort abrundet.

Empfehlungen des Hauses sind der “Pulp Fiction” -Burger oder die fleischlos hausgemachte Falafel-Variationen auf Salat oder als Burger. Mittlerweile ein Geheimtipp unter den Stammgästen ist das Filet oder Roastbeef, welches man saftig und medium auf dem Teller findet. Wer keine Zeit hat oder lieber zu Hause essen möchte, kann gerne den “ToGo”-Service nutzen.

Seit Sommer rollt der Häge zusätzlich auf der Straße. Der Foodtruck ist ausgestattet mit einer Rundumküche, die nicht nur erlaubt, Burger zuzubereiten. Es gibt keine Grenzen, um auf Essenswünsche einzugehen.

Mit seinem begehbaren Dach ist der Wagen auf jedem Event ein Hingucker. Man kann daher feststellen: Der Häge ist seit 2015 ein beständiges Lokal, das aus Biberach nicht mehr wegzudenken ist. (red)

Riesenburger und mehr im Gasthof Engel

Wer den XXL-Burger „Mr. BurgerMeister“ alleine bewältigt, wird zum amtierenden BurgerMeister ernannt. FOTO:OH
Wer den XXL-Burger „Mr. BurgerMeister“ alleine bewältigt, wird zum amtierenden BurgerMeister ernannt. FOTO:OH
Im Gasthof Engel in Daugendorf kann man den schwäbisch-amerikanischen Traum auch auf kulinarische Art finden. Dass in den USA alles ein wenig größer ist, kann man auch an den Burgern im Engel sehen: Mr. BurgerMeister wiegt anderthalb Kilo. Wer ihn alleine bezwingt, erhält sogar eine Urkunde.

DAUGENDORF - Ralf Kopp, Inhaber vom Gasthof Engel, lebt das amerikanische Lebensgefühl. Kopp, der unter dem Namen „King Ralf“ eigentlich Rockmusik spielt, hat den Gasthof stilecht nach Wildwest- Manier eingerichtet: Wildwestromantik mit Freiheitsstatuen und E-Gitarren an den Wänden sorgen schon optisch für ein stimmiges Konzept im US-Stil. Auch beim Essen wird der Gasthof Engel diesem Anspruch gerecht. Ralf Kopp erklärt: „Unsere Burger gibt es schon seit 1999 in Daugendorf. Jeder einzelne ist mit Liebe und frisch zubereitet. Die Burger habe ich selber in den USA in kleinen Burgerläden kennen- und lieben gelernt.“

Und diese Liebe möchte Kopp auch an seine Gäste weitergeben: Mr. BurgerMeister wiegt satte anderthalb Kilo, ist ausschließlich hausgemacht und mit heimischen Produkten hergestellt. Kopp erklärt: „Schaffst Du den Burger alleine, erhältst Du eine Urkunde und wirst zum amtierenden BurgerMeister ernannt.“ Vom Umfang her steht Mr. SchnitzelBurgerMeister dem in nichts nach: Ebenfalls anderthalb Kilo wiegt dieser Burger, der mit einem panierten Riesenschnitzel belegt ist. Wer kleinere Burger bevorzugt, kommt auch auf seine Kosten. Kopp erklärt: „Bei uns gibt es eine große Auswahl an saftigen Rindfleisch-Burgern mit original Daugendorfer Brot und speziellen Engel-Saucen“. Dazu zählen zehn verschiedene Variationen, wie etwa Mr. Big mit Speck und Fleisch, Mr. Cheese mit doppelt Käse und Fleisch oder der Monster Burger, der ganz ohne Beilage auskommt, dafür aber noch größer ist. Auch Chicken Burger stehen auf der Speisekarte: Chicken besteht aus vier Chicken Wings, vier Hühnchen-Nuggets und wilden Kartoffeln oder Pommes. Alle Speisen kann man auch mitnehmen. (mf)

Biberburger im Biberkeller

Der Burger „Barbarie Ente“ wird mit Wildentenbrust auf Orangen- Senf-Sauce serviert. FOTO: L.L
Der Burger „Barbarie Ente“ wird mit Wildentenbrust auf Orangen- Senf-Sauce serviert. FOTO: L.L

Vor genau zehn Jahren haben sich die Zwillingsschwestern Manuela Ortlieb und Simone Göpper überlegt: „Was könnten wir unseren Gästen ab Juli im Biberkeller anbieten, das es in Biberach noch nicht gibt?“ So wurde die Idee des Biberburgers geboren, leckere Burger in bester Qualität.

BIBERACH - Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Burger neben der traditionell schwäbischen Küche und den Steak- und Salatvariationen zum Renner im Biberach entwickelt. 2009 ahnte noch niemand, dass es wenige Jahre später einen regelrechten Burgerhype geben sollte. Ständig wurde an neuen Burgerrezepten gefeilt. Neue Ideen kamen aber auch von den Gästen selbst. Seit drei Jahren bietet der Biberkeller im Winterhalbjahr von September bis April den Gästen die Aktion „Create your own Burger“ an.

Jeder Gast stellt sich seinen Traumburger selbst zusammen. Simone Göpper erklärt: „Diese Eigenkreationen kommen bei Jung und Alt super an.“ Im Dezember startet der Biberkeller eine weitere Burgeraktion: Dann gibt es unter anderem die Christmasburger „Felice Navidad“ und „Große Bescherung“ passend zur Weihnachtszeit. Besonders zur Weihnachtszeit empfehlen kann Göpper den Burger „Barbarie Ente“: Er besteht aus rosa gebratener Wildentenbrust auf hausgemachter Orangen-Senf-Sauce und Wildkräutersalat mit Röstzwiebeln.

Außerdem hat Küchenchefin Manuela Ortlieb einen veganen Burgerpatty mit Gemüse, Samen und Nüssen kreiert. Ortlieb fügt hinzu: „Die Beilagen zu unseren Burgern werden natürlich kostenlos nachgereicht.“ Der Biberkeller hat von Dienstag bis Samstag ab 17.30 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen durchgehend ab 11.30 Uhr. Am 23. Dezember wird die Feuerzangenbowle ab 19 Uhr im Biergarten gezeigt. Nachdem der Biberkeller am 24. Dezember geschlossen hat, gibt es am ersten Weihnachtsfeiertag ab 11.30 Uhr bis 20.30 Uhr durchgehend warme Küche. Am 26. Dezember können zwischen 11.30 Uhr und 14 Uhr warme Speisen bestellt werden. (red)

Chevy’s Diner: lecker essen im Stil der 50er

Der Schwabenburger mit Käsespätzle ist der absolute Geheimtipp im Chevy’s Diner. FOTO: OH
Der Schwabenburger mit Käsespätzle ist der absolute Geheimtipp im Chevy’s Diner. FOTO: OH
Zu den Klängen von Elvis Presley und anderen Musiklegenden machen die Gäste eine Zeitreise im Feeling der 50er-Jahre und das mitten in Bad Schussenried in der Wilhelm-Schussen-Straße 34.

BAD SCHUSSENRIED - Im amerikanisch angehauchten Restaurant Chevy’s Diner kommt gemütliche Nostalgie auf. Kulinarisch kann man ebenso den „American Style“ herausschmecken: Auf der Speisekarte finden sich viele leckere Burgervariationen, Hot Dogs, Chicken Wings, Mozzarellasticks und Onion Rings. Alles wird vom leidenschaftlichen Chevy’s Diner Koch frisch zubereitet. Bei den Zutaten wird auf Marktfrische und regionale Herkunft besonders großen Wert gelegt.

Ganz im Motto der 50er-Jahre gibt es eine abwechslungsreiche Speisekarte mit leckeren Brownies und natürlich hausgemachtem Cheesecake. Burgerfans können dabei unter anderem zwischen „James Dean“, „Marylin Monroe“ oder „Audrey Hepburn“ wählen. Für den kleinen Hunger und die jungen Gäste gibt es Hamburger’le, Cheeseburger’le und Fischburger’le zu einem jeweiligen Angebotspreis. Der absolute Geheimtipp ist der Schwabenburger mit Käsespätzle als Beilage. Alles in allem ist das Chevy’s Diner ein besonderes Erlebnis für Junge und Junggebliebene, die sich gerne mal auf eine Zeitreise einlassen. Für Selbstabholer gibt es übrigens zehn Prozent Rabatt auf jede Bestellung.

Das Chevy’s Diner ist telefonisch unter 07583-942 75 75 zu erreichen. Geöffnet hat das Restaurant von Montag bis Sonntag durchgehend von 11.30 Uhr bis 22 Uhr. Am Mittwoch ist Ruhetag. (red)

2015: Die Geburt des Burgermeisters

Bei Burgermeister Fritz gibt es eine große Auswahl an leckeren Burgern. FOTO: INGO REUSCH
Bei Burgermeister Fritz gibt es eine große Auswahl an leckeren Burgern. FOTO: INGO REUSCH
Seit 2015 betreiben wir unser Unternehmen "Burgermeister Fritz". Die Idee dahinter war ein hochwertiges, regionales Produkt zu einem fairen Preis vor Ort aus einem Trailer anzubieten.

BAD SCHUSSENRIED/REICHENBACH - Die Nachfrage darauf war so groß, dass wir im Jahr 2018 den ersten Foodtruck Biberachs an den Start setzten. Von Anfang an legen wir großen Wert auf bestehende Qualität und regionale Produkte.

Sämtliche unserer Saucen werden seit 2015 nach gleichbleibender Rezeptur in Eigenproduktion hergestellt. Das macht unsere Burger legendär. Mittlerweile sind wir überregional bekannt und auf vielen Firmenfeiern, Stadtfesten und privaten Veranstaltungen mit unserem Burgertruck vertreten.

Im März gründeten wir unser Restaurant "Zum Fritz" in Reichenbach bei Bad Schussenried. Ein lang ersehnter Wunsch ging damit in Erfüllung. Als kleines aber feines Wirtshaus sind wir inhabergeführt, der Chef kocht bei uns noch selbst. Wir bieten euch klassische, modern interpretierte Küche mit schwäbischen Klassikern, exotischen Ausflügen und natürlich unseren legendären" Burgermeister Fritz" Burgern. Abwechselnde saisonale Gerichte oder das, worauf die Natur und unser Küchenchef Lust haben, gehören natürlich ebenfalls zum Repertoire. Wir freuen uns über Ihren Besuch in unserem Restaurant „Zum Fritz“ in der Steinhauserstraße 1. Telefonisch sind wir unter 07583 599 0575 zu erreichen. Unsere Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Samstag von 17 Uhr bis 23 Uhr, sonntags haben wir 10 Uhr bis 14 Uhr sowie 17 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. (red)