Spitzensport im Hühnerfeld

Mats Moraing und Anna-Lena Friedsam (unten) sind die Titelverteidiger bei der Tennis-DM 2019. 
Zum Jahresabschluss und zum Auftakt in die neue Saison 2020 findet vom 8. bis 15. Dezember die 48. Auflage der Deutschen Tennis Meisterschaften in Biberach statt.

BIBERACH - Wie bereits bekannt ist, hat der DTB dem WTB die Ausrichtung für die kommenden drei Jahre übertragen, womit in diesem Jahr der Startschuss für die Meisterschaften 2019 bis 2021 gefallen ist. Nachdem in diesem Jahr zum 48. Mal in der Halle um den Titel gespielt wird, bedeutet dies, dass auf württembergischem Boden das 50-jährige Jubiläum über die Bühne gehen wird.

„Von daher geht mein Dank an den DTB für das entgegengebrachte Vertrauen, aber auch an meine Vorgänger. Ulrich Lange und Rolf Schmid, die im Jahr 2007 verantwortlich dafür waren, dass die Titelkämpfe erstmals nach Biberach geholt wurden“, so Stefan Hofherr, der die Meisterschaften in Doppelfunktion, als Präsident und Turnierdirektor, organisieren wird.
  
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Die Titelkämpfe haben sich seit der ersten Auflage im Jahr 2007 auch bei den Fans mehr als etabliert. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer strömen Jahr für Jahr zu den Matches, beim zehnjährigen Jubiläum vergangenen Dezember konnten mehr als 5000 Fans begrüßt werden, was für das Event einen neuen Zuschauerrekord darstellte.

Nach acht tollen Turniertagen hatten am Ende Anna-Lena Friedsam beim Comeback nach langer Verletzung sowie der Aufschlagriese Mats Moraing die Nase vorn. Friedsam gelang zudem das Kunststück, sich als Erste dreimal in Biberach zur Meisterin zu küren.

Und auch für dieses Jahr verrät der Blick in die Meldeliste, dass wieder großes Tennis in Biberach zu erwarten ist. Auf jeden Fall werden die Akteure aus den DTB-Nachwuchskadern bei den Meisterschaften aufschlagen, die seit jeher den Ruf genießen, ein Sprungbrett auf dem Weg zu einer großen Tenniskarriere zu sein.

Das zeigt nicht nur ein Blick auf die Siegerlisten, in denen mit Andrea Petkovic, Annika Beck, Andreas Beck, Jan-Lennard Struff und viele mehr aus der nationalen Profiszene zu finden sind. Bis auf ganz wenige Ausnahmen wie etwa Alexander Zverev, haben nahezu alle der besten deutschen Spielerinnen und Spieler in Oberschwaben ihre Visitenkarte abgegeben, auch wenn sie wie eine Julia Görges oder Mona Barthel am Ende nicht ganz vorne standen.

Wer sich sonst noch alles entschließt, zu den elften Titelkämpfen zu kommen, wird erst die finale Meldeliste zeigen.

Doch unabhängig von den Namen, die Meisterschaften werden mit Sicherheit wie in den Vorjahren wieder ein tolles Event zum Jahresabschluss sein, dessen Besuch sich auf jeden Fall lohnen wird.