Die Gastronomie belebt das Vier-Sterne-Hotel

Am „kommunikativen Tisch“ lässt es sich in Gesellschaft herrlich schmecken. Hotelinhaber Thomas Rössler prostet seinen Mitarbeitern zu. Zum Wohl! FOTOS (9): ELISABETH KOPRIVC
Um diesem Zweck, die Menschen zusammenzubringen, gerecht zu werden, hat der Hotelinhaber einen zusätzlichen kommunikativen Platz im neuen Restaurant geschaffen.

LAUPHEIM – Neben dem Buffet-Bereich steht ein mehr als fünf Meter langer Holztisch, der 20 Personen Platz bietet. Rössler nennt ihn „kommunikativer Tisch“: „Ich wünsche mir, dass sich die Frühstücksgäste an diesem Tisch treffen und nicht jeder an einem Einzeltisch sitzt. Es ist doch viel schöner, wenn sie ins Gespräch kommen.“
     

Drei Tage später kann er bereits berichten, dass das Konzept aufgeht und die Gäste das Angebot annehmen. Der Tisch mit der fünfeinhalb Zentimeter dicken Holzplatte aus Yellow Poplar, auf Deutsch Tulpenbaum, ist ein echtes Highlight. Er wirkt wie der Esstisch einer Großfamilie und kann auch für kleinere Feierlichkeiten genutzt werden, da er vom restlichen Teil des Restaurants etwas getrennt ist.

Das Frühstücksbuffet bietet alles, was in guten Hotels üblich ist. Das reicht von Gebäck, Wurst, Käse und Brotaufstrichen über warme und kalte Getränke sowie Milchprodukte und Obst bis zu warmen Speisen, die frisch in der Küche zubereitet und über die Durchreiche mit Wärmelampe dem Gast gereicht werden.
    
Das Steak kommt auf den Rost des neuen Grills. Nach einer Minute wird es gewendet und nach einer weiteren Minute ist es medium gar und wird gewürzt.
Das Steak kommt auf den Rost des neuen Grills. Nach einer Minute wird es gewendet und nach einer weiteren Minute ist es medium gar und wird gewürzt.
Ab Mitte Januar ist geplant, dort ein Mittagsbuffet von Montag bis Freitag anzubieten. Abends hat das Restaurant, das Platz für 91 Personen bietet, von Montag bis Samstag von 17 Uhr bis 21.30 Uhr (Küche) geöffnet. Eine Reservierung ist erwünscht.

Das Restaurant ist in warmen Braun- und Olivtönen gehalten. In der Holzdecke sind Akustik-Elemente enthalten, damit die Atmosphäre für die Gäste angenehmer wird. Für natürliches Licht sorgen die großen, auf drei Seiten befindlichen Fenster.

Die Tische, mit einer Tischplatte aus gedämpfter Eiche, sind mal klein, mal groß, sodass vielfältige Wünsche der Gäste erfüllt werden können. „Wir wollen den individuellen Bedürfnissen des Gastes gerecht werden“, erklärt Christian Schnell, Hotelmanager, und ergänzt: „Er kann am Fenster sitzen oder sich in eine Nische zurückziehen oder lieber eine Bank wählen.“ Durch Lamellen werden einzelne Bereiche getrennt.
    

Blitzende Küche

Die Durchreiche beim Buffetbereich lässt einen Blick in die Küche zu, die ebenfalls nach der Renovierung neu erstrahlt. Neben der Küchenausstattung ist die Kühlung und Abzugsanlage mit Wärmerückgewinnung jetzt auf dem neuesten Stand der Technik.

Auf eines der neuen Geräte ist Thomas Rössler besonders stolz: den Gas-Infrarot-Broiler von Southbend, der der erste in Laupheim ist. Dieser Grill, den der Hotelinhaber für die Zubereitung von Steaks besorgt hat, wird in vielen bekannten Steakhäusern in den USA eingesetzt. Durch die hohen Temperaturen bis 800 Grad Celsius bleibt das Fleisch saftig und es knuspert. Nach der etwa zweiminütigen Grillzeit muss das Fleisch einige Minuten ruhen, bis es auf den Teller darf. Mit leckeren Beilagen und Gemüse darf sich der Gast auf seine bestellte Speise freuen und das zarte Fleisch genießen. eko
    

Restaurant

Öffnungszeiten:

Mo-Sa 17-21.30 Uhr (Küchenzeiten)

Sonntag ist Ruhetag

Gourmets kommen auf ihre Kosten

Warme Töne und Naturholz schaffen im Restaurant eine Wohlfühlatmosphäre. FOTOS (7): ELISABETH KOPRIVC
Warme Töne und Naturholz schaffen im Restaurant eine Wohlfühlatmosphäre. FOTOS (7): ELISABETH KOPRIVC
Boeuf à la mode, dicke Spätzle, Steaks, Linsen-Dal mit Basmati-Reis oder eine vegane Schokotarte. Das macht Lust auf mehr. Die Renovierung hat vor der Speisekarte nicht Halt gemacht. Sie wurde ebenfalls überarbeitet, sodass Gäste eine Auswahl haben, die von schwäbischen Klassikern über internationale Gerichte bis zu vegetarischen und veganen Speisen reicht.

LAUPHEIM – Nachhaltigkeit zu leben und dem Gast etwas Gutes zu bieten, zieht sich im „Laupheimer Hof“ bis zur Küche wie ein roter Faden. Thomas Rössler legt Wert auf qualitativ hochwertige Zutaten, die von regionalen Lieferanten kommen. Das Gemüse wird zum Beispiel von Gemüse Botzenhard aus Baustetten geliefert.
   

Um ein saftiges, zartes Steak, das im Laupheimer Hof bisher auch auf der Speisekarte war, auf den Tisch zu zaubern, werden die Fleischstücke von „PrimaRind“ aus Allgäu-Oberschwaben angeliefert. Die Landwirte dieser Vereinigung halten die Rinder artgerecht, nach strengen Vorgaben und nach traditioneller, bäuerlicher Haltung. Gourmets erkennen am Fleisch, wenn das Rind viel Auslauf auf der Weide hatte. Dann ist das Fleisch zart und fein marmoriert.

Christian Schnell, Hotelmanager im „Laupheimer Hof“, erklärt: „Bei uns werden alle Teile des geschlachteten Tieres verarbeitet, also „nose to tail“, und nicht nur Steaks oder Filets. Da ist auch die Kreativität des Küchenpersonals gefordert.“ Und der Gast darf gespannt sein.
    

Das Geflügelfleisch kommt selbstverständlich von freilaufenden Hennen, entweder von Brehm aus Obersulmetingen oder von Alpigal, einer Vereinigung von regionalen Geflügel-Betrieben. Wenn es mal Schwein sein soll, dann kommt nur Duroc-Landschwein, das sich im Freien bewegen kann und kein genmanipuliertes Futter bekommt, infrage.

Für Thomas Rössler ist es wichtig, dass man sich gut ernährt: „Jeder ist es wert, sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun. Das gilt natürlich auch für die Ernährung. Deshalb ist es uns wichtig, qualitativ hochwertige Produkte auf den Tisch zu bringen.“

Die Speisekarte bietet den Gästen typisch schwäbische Gerichte wie bisher, zum Beispiel Zwiebelrostbraten, aber auch die Speisen, die der Hotelchef für das JubiläumsKochbuch „Heimatliebe Laupheim“ gekocht hat, wurden in die Karte aufgenommen. So haben Laupheimer und internationale Gäste die Gelegenheit, „Boeuf à la mode“ mit dicken Spätzle oder „Weißschwämmle“, die auch als „Laupheimer Krapfen“ bekannt sind, zu probieren.
    

Das Highlight auf der Speisekarte sind die Steaks, die durch das Verfahren „dry aged“, auf Deutsch Trockenreifung, durch wochenlanges Abhängen viel zarter werden.

„Das Fleisch wird bei uns direkt im „Laupheimer Hof“ gereift, damit wir es unter Kontrolle haben“, erklärt Thomas Rössler. Auf die Zubereitung von Steaks hat er sich spezialisiert und den neuen Grill besorgt.

Neben der fixen Karte wird es auch Tagesempfehlungen, die Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts enthalten, geben. So bleibt die Küche je nach Jahreszeit und Angebot flexibel und der Gast darf sich über ein wechselndes Angebot freuen.

Im Bereich der Getränke hat der „Laupheimer Hof“ ebenso verlässliche Partner wie bei den Speisen: die Kronenbrauerei Laupheim und die Weinzentrale Eberle.

Bei den Weißweinen dominieren knackig frische aus Deutschland. Bei den Roten sind zur Zeit einige mit spanischer Herkunft auf der Karte. Aber auch einzelne Weine anderer Weinbaugebiete stehen den Gästen bereit.

„Das Glas Wein soll dem Kunden Spaß machen, aber auch bezahlbar sein“, erläutert Schnell die Auswahl- und Preispolitik des Hauses. Das passende Getränk soll das Mahl harmonisch abrunden. eko