Shopping-Event der Superlative

Am verrückten Freitag (und auch schon in den Tagen davor) locken zahlreiche Sonderangebote die Verbraucherinnen und Verbraucher in die Innenstädte. FOTO: 6MINUTES MEDIA GMBH
Deutschland ist im Schnäppchenfieber, denn bald ist es soweit: Am 29. November (und macnhmal auch schon früher) findet mit dem „Crazy Friday“ zum 14. Mal ein Shopping-Event der Superlative statt.

Tausende Händler und Hersteller werben dann wieder mit Rabatten und lassen ihre Kassen klingeln. Setzt sich das Wachstum der letzten fünf Jahre fort, setzen Händler an nur einem Wochenende 3,3 Milliarden Euro um. Zehn Fakten rund um den „schwarzen Freitag“:

1. Der Crazy Friday kommt ursprünglich aus den USA und findet dort immer am Tag nach Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest, statt. Weil die Amerikaner Thanksgiving traditionell am letzten Donnerstag im November feiern, findet der Crazy Friday immer am letzten Freitag im November statt. Dieses Jahr ist das der 29. November.

2. Seine Premiere feierte der Black Friday im Jahr 1961 in den USA. Am Brückentag nach Thanksgiving lockten lokale Händler in Philadelphia damals Verbraucher mit Rabatten in die City.

3. Apple hat das Event nach Deutschland gebracht. 2006 schwächelte der Absatz des iPods und Apple lud für den 24. November 2006 zu einem eintägigen Shopping-Event. Eigentlich wollte der iPhone-Erfinder nur seine Lagerbestände abverkaufen.

4. Wer in den nächsten Tagen online oder in der Innenstadt auf Schnäppchenjagd geht, wird auf viele Begriffe treffen. Manche Händler werben mit dem Namen „Black Friday”. Andere veranstalten aber auch ein „Black Weekend”, laden zur „Red Week” oder trommeln für den „Black Week Sale” oder eben den Crazy Friday. Der Grund für dieses Wirrwarr ist absurd: Wegen einer Fehlentscheidung des Deutschen Patent- und Markenamts ist der Begriff „Black Friday” noch als Marke eingetragen. Die Markenrechte liegen bei einer Firma aus Hongkong. Über die Löschung wurde Ende September vor dem Bundespatentgericht in München verhandelt. Das Urteil steht aber noch aus.

5. Anders als in den USA senkten in Deutschland am Black Friday in den ersten Jahren vor allem Online-Shops ihre Preise. Inzwischen haben aber auch viele Einzelhändler den Black Friday für sich entdeckt. In Großstädten wie Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München, aber auch in kleineren Städten wie Gießen, Göttingen, Kaufbeuren und Würzburg verabredeten sich Einzelhändler in den letzten Jahren zu gemeinsamen Rabattaktionen. Und auch dieses Jahr dürfte sich der Einkaufsbummel durch die City lohnen.

6. Vier von zehn Verbrauchern (43,7 Prozent) möchten dieses Jahr am Black Friday auf Schnäppchenjagd gehen. Dies ergab eine von mydealz beauftragte repräsentative Umfrage. Vor allem Frauen fiebern dem Shopping-Event entgegen. 47,9 Prozent der Frauen, aber nur 39,6 Prozent der Männer wollen dieses Jahr am Black Friday etwas kaufen. Von allen Altersgruppen sind die 25 bis 34-jährigen besonders am Black Friday interessiert. Von ihnen möchten 60,9 Prozent auf Schnäppchenjagd gehen. Am wenigsten Resonanz findet der Black Friday indes bei Verbrauchern im Alter über 65 Jahren. Von ihnen möchten nur 28,5 Prozent am Black Friday etwas kaufen.

7. Der Crazy Friday ist nicht der einzige Tag, an dem Verbraucher Ende November sparen können. Tatsächlich ist aus dem Friday inzwischen ein Shopping-Event geworden, das eine ganze Woche dauert. Schon am Montag vor dem Freitag senkten Händler wie Amazon, Media Markt und Otto letztes Jahr ihre Preise. Hersteller wie Adidas und Nike zogen am Mittwoch nach. Auch dieses Jahr dürften Verbraucher die ersten Schnäppchen bereits in den Tagen vor dem Freitag finden.