Bewegung heißt auch Lebensqualität

Wandern oder Walken in der Gruppe ist motivierend und tut den Gelenken gut. FOTO: DJD/SANOFI/GETTY
Einkaufen gehen, Familie und Freunde treffen, Besorgungen selbst erledigen - Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung, um voll am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Das gilt im Besonderen für ältere Menschen, denen oft Beschwerden des Bewegungsapparates zu schaffen machen. So zeigen Ergebnisse einer kanadischen Studie, dass symptomatische Arthrose in Knien und Hüften die Hauptursache von Gehschwierigkeiten ist. Umso wichtiger ist es, die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten und zu fördern.

Von Gymnastik bis Wandern

Geeignete Sportarten gibt es auch für Senioren jede Menge. So ist sanfte Gymnastik mit Bällen, Bändern und Reifen ein guter Anfang - die gezielten kontrollierten Bewegungen unter Anleitungen machen mobil und bergen nahezu kein Verletzungsrisiko. Ebenfalls gelenkfreundlich sind Schwimmen und Aquafitness, da die Belastung für den Knorpel hierbei gering ist. Als besonders motivierend haben sich Aktivitäten in der Gruppe bewährt - regelmäßige Walking- oder Wandertreffs machen Spaß, sind fast überall möglich und kommen dem natürlichen Bewegungsablauf des Menschen entgegen. Allerdings sollten stark unebene Wege und steiles Gefälle gemieden werden. Weiterhin sind Radfahren, Tanzen, Tai-Chi sowie Einheiten auf dem Crosstrainer oder Ergometer gute Trainingsmöglichkeiten. Dazu ist es angeraten, sich bei Arthrose-Beschwerden in ärztliche Behandlung zu begeben, damit sportliche Aktivitäten möglichst schmerzfrei betrieben werden können. Neben herkömmlichen Mitteln kommen dafür zum Beispiel Hyaluronsäure-Spritzen infrage, wie sie jetzt auch in den aktuellen Leitlinien empfohlen werden.

Darüber hinaus gilt es, Bewegung grundsätzlich in den Alltag einzubauen: Zum Beispiel Einkäufe lieber mit dem Rad als mit dem Auto erledigen, beim Fernsehen alle halbe Stunde aufstehen und zwei Minuten umhergehen, beim Zähneputzen und Bügeln öfter auf einem Bein balancieren oder von den Fersen auf die Zehenspitzen rollen. djd
   

Arthrose

Arthrose gehört zu den am weitesten verbreiteten Gelenkerkrankungen weltweit. Besonders häufig betroffen sind Knie, Hüften und Schultern. Bereits bei den ersten Anzeichen wie Steifigkeit, Schwellungen oder Anlaufschmerzen sollte man einen Orthopäden aufsuchen. Denn je früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen, den Verlauf der Arthrose zu bremsen. Neben medikamentöser Therapie ist die gezielte Mobilisation wichtig. Spezielle Übungen für Hüft-, Knie- oder Schulterarthrose, die in Eigenregie durchgeführt werden können, finden sich beispielsweise unter www.fit-und-mobil.info Außerdem gibt es Tipps zu Ernährung und Selbstmanagement bei Gelenkverschleiß. djd