Je eher, desto besser

Mit drei Dokumenten kann man sich im Ernstfall rechtlich absichern - dieses Vorhaben sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. FOTO: DJD

Die Einschränkung oder gar der Verlust der Selbstbestimmtheit in Folge einer schweren Krankheit, eines Unfalls oder bei Erreichen eines hohen Alters ist ein Umstand, mit dem fast jeder früher oder später einmal konfrontiert wird. Sei es im Freundeskreis oder durch einen Fall in der Familie. Obwohl das Thema ständig an Bedeutung gewinnt, wird es gern verdrängt, über die rechtzeitige Vorsorge machen sich viele gerade in jüngeren Jahren noch keine weitreichenden Gedanken.  

Schließlich erfreut man sich doch bester Gesundheit. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt, um präventive Maßnahmen zu treffen? Die Antwort ist einfach: Je früher, desto besser. Über drei Vorsorgemaßnahmen kann man sich im Ernstfall rechtlich absichern lassen: Rechtsanwälte etwa des spezialisierten Service-Partners der Itzehoer Versicherungen helfen, diese zu erstellen und gehen telefonisch individuell auf die jeweilige Lebenssituation des Ratsuchenden ein. Kunden des Rechtschutztarifs "Privat comfort" können diesen Service in Verbindung mit den erweiterten Leistungen dazubuchen.

1. Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung können Sie bereits jetzt darüber entscheiden, ob und wie Sie im Ernstfall medizinisch betreut werden wollen. Mit ihr stellen Sie sicher, dass Ihr festgehaltener Wille von Ärzten und Pflegern erfüllt wird - und zwar auch dann, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, dies selbst zu entscheiden.  

Bayerische BodenseeBank - Raiffeisen - eG

2. Betreuungsverfügung

Wenn Sie eines Tages einen Betreuer benötigen, können Sie diese Situation mit der Betreuungsverfügung vorzeitig regeln. Da das Gericht den gesetzlichen Betreuer letztlich bestimmt, können Sie über die Betreuungsverfügung angeben, wen Sie als Betreuer einsetzen und wen Sie ausschließen wollen. Sie können dabei auch festlegen, ob Sie etwa im Pflegefall zu Hause oder in einem Pflegeheim betreut werden möchten.

3. Vorsorgevollmacht

Wer soll sich um Ihre Interessen kümmern, wenn Sie es nicht mehr können? Die Bestimmung einer - wortwörtlich - Person Ihres Vertrauens, die in Ihrem Namen handeln darf, wenn Sie dazu nicht mehr selbst in der Lage sind, ist die dritte Maßnahme, die Sie mit der individuellen Beratung durch den Service-Partner ganz einfach vorab festlegen können. Dabei geht es vor allem um rechtliche, finanzielle und persönliche Fragen. Diese Person darf dann etwa Erklärungen gegenüber Behörden abgeben und über Bankkonten verfügen. Die Vorsorgevollmacht kann dabei deutlich über den Inhalt einer Betreuungsverfügung hinausgehen. So können Sie vermeiden, dass erst ein Gericht eingeschaltet werden muss, um entscheidende Fragen zu klären. djd

Trauerfeier individuell gestalten

Von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen, fällt immer schwer. Professionelle Hilfe kann Halt geben. FOTOS: DJD
Von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen, fällt immer schwer. Professionelle Hilfe kann Halt geben. FOTOS: DJD
Wenn ein Familienmitglied oder enger Freund verstirbt, wünschen sich die Hinterbliebenen eine würdevolle Trauerfeier. Früher hielt man diese in einem religiösen Rahmen ab, heutzutage ist das kein Muss mehr. Falls der Angehörige nicht Mitglied einer Kirche war oder die Familie keine kirchlich geprägte Feier wünscht, bietet sich eine weltliche Form des Abschieds an.

Bei solch einer freien Zeremonie steht nicht der Gedanke an Gott, sondern der Verstorbene selbst, sein Leben und sein Charakter im Mittelpunkt. Eine freie Trauerfeier muss nicht nach starren Regeln ablaufen, sondern lässt sich im Gegenteil genauso individuell abhalten, wie das Leben des Verstorbenen war.
  
Je eher, desto besser Image 1
Trauerredner begleitet die Hinterbliebenen

Unmittelbar nach dem Tod des geliebten Menschen fällt es schwer, eine schöne Gedenkfeier zu organisieren und womöglich noch selbst über die verstorbene Person zu sprechen. Diese Aufgabe übernimmt oft ein Trauerredner. Er hilft bei der Organisation der Feierlichkeit, gestaltet den Tag im Sinne des Verstorbenen und begleitet die Trauergäste beim letzten Gang. "Die Zeremonie sollte immer individuell gestaltet werden und die Persönlichkeit des Verstorbenen widerspiegeln", erklärt Andreas Schaufler, zertifizierter Trauerredner aus Erlangen. "Trotzdem können Rituale den Familienmitgliedern Sicherheit geben und bei der Trauerbewältigung helfen."
  
Je eher, desto besser Image 2
Gemeinsam den Abschied planen

Wichtig ist, dass ein Trauerredner sich im Vorfeld viel Zeit für das Vorgespräch nimmt. Bei dieser Gelegenheit erläutert die Familie ihre Wünsche und Vorstellungen für die Feier und erzählt aus dem Leben des Verstorbenen. Gemeinsam legt man dann unter anderem fest, wie die Trauerrede gestaltet sein soll und welche Musik erklingt. So ist es beispielsweise möglich, dass Lieder ausgewählt werden, die der Verstorbene gern gehört hat, die im Kontext zu ihm stehen oder die ganz einfach Trost spenden.