Gegensätze ziehen an

Ein Design im 50er Jahre Stil fügt sich locker in die aktuellen Tapetenkollektionen ein. FOTOS: DEUTSCHES TAPETEN-INSTITUT GMBH
Die aktuellen Tapeten-Dessins sorgen für Spannung und Gelassenheit gleichermaßen und bieten viel Raum für das individuelle Wohngefühl. Individualisierung ist ein Megatrend, der längst auch in der Einrichtungsbranche angekommen ist.

Individualität bedeutet bei Tapeten, die Freiheit zu wählen. Die neuen Kollektionen der deutschen Hersteller spielen mit Gegensätzen und bieten jedem seine ganz persönliche Lieblingstapete. Ob uni, gemustert, Ton in Ton oder bunt – hier stößt die Freiheit der Kombinationen an keine Grenzen.

Bei akutem Fernweh hilft zweierlei: Urlaub buchen oder sich die Ferne nach Hause holen. Das gelingt mit Vliestapeten in Mustern und Farben ferner Kontinente. Mutige Kombinationen aus Orange und Terrakotta oder Lila und Moosgrün machen einen starken optischen Eindruck. Erdiges Rot, vermischt mit Gelbtönen wie Curry oder Muskat, bilden spannende Kontraste. Kommt eine traditionelle Formensprache hinzu, wird die Schönheit Afrikas oder Exotik Indiens an der Wand lebendig. Und mit asiatisch filigranen Blüten machen die aktuellen Tapeten den angesagten Ethno-Look perfekt.
   
Vliestapeten in Mustern und und Farben ferner Kontinente, beispielsweise Muskat, sind angesagt.
Vliestapeten in Mustern und und Farben ferner Kontinente, beispielsweise Muskat, sind angesagt.
In der Ruhe liegt die Kraft: Dieses Sprichwort hat angeblich fernöstliche Wurzeln. Entschleunigung spielt neuerdings auch im westlich geprägten Leben eine immer größere Rolle. Zur Ruhe kommt der Mensch dort, wo er sich wohlfühlt. Die neuen Tapetendessins in natürlichen oder pudrigen Tönen lassen einen entspannen und To-Do-Listen vergessen. Erdige Farben mit dezenten Strukturen oder schlichte Unitapeten gestalten Räume wohnlich wie kein anderer Wandbelag. Auch die Muster werden ruhiger. Sie orientieren sich am Vorbild Natur, wie Holz-Maserungen, Jahresringe oder Blätter. Heimtextilien in Gelb oder Rosétönen beleben als Farbtupfer das Erscheinungsbild. Glamour für Gloria: Im Stil des Art Déco verwandeln die neuen Tapetenkollektionen Räume zu Bühnen und Wände in wahre Schmuckstücke. Luxus und Eleganz kommt besonders zur Geltung, wenn nicht nur Möbel und Accessoires aufeinander abgestimmt sind, sondern das Gesamtkonzept des Raumes inklusive Wand, Fußboden und Decke stimmt. Dunkle Grün-, Rot- oder Violett-Töne mit leuchtenden Kupfer, Silber- oder Goldakzenten erinnern an die Gegensätze Asiens – die unvergleichliche Natur neben prachtvoll glänzenden Tempeln. So heißt es klotzen, nicht kleckern, wenn eine ganze Wand in einem warmen Gold tapeziert wird und die Oberfläche eine einladende, seidige Haptik hat. Oder Glitzer und Glasperlen die Tapete nicht nur gut aussehen, sondern auch gut anfühlen lassen.

Nordisch entspannt: Hygge, cozy oder lagom? Wie auch immer man die neue Gemütlichkeit nennen mag – die Tapetenkollektionen heben den Kuschelfaktor. Da darf die Blümchentapete dem mit Samt oder Cord bezogenen Sessel die Show stehlen. Aber auch ein Muster im 50er Jahre Stil fügt sich locker in das entspannte Zuhause ein. Klare, grafische Formensprache der Skandinavier sind jetzt angesagt.

Ein Bad für jede Lebensphase

Elegant und barrierearm: bodenebener Duschbereich mit Sitzmöglichkeit. FOTOS: DJD/WWW.DIE-BADGESTALTER.DE
Elegant und barrierearm: bodenebener Duschbereich mit Sitzmöglichkeit.
FOTOS: DJD/WWW.DIE-BADGESTALTER.DE
Eine Badmodernisierung ist häufig angebracht, wenn das Haus und seine Besitzer schon ein wenig älter geworden sind. Auf der Wunschliste stehen dann ein neuer frischer Look und mehr Komfort. Nicht vergessen werden sollte auch die Barrierefreiheit.

REGION - So kann man das neue Bad optimal weiternutzen, falls später einmal körperliche Einschränkungen auftreten. Doch vieles, was es barrierefrei macht, bietet auch zuvor schon Vorteile.

Eine bodenebene Dusche zum Beispiel gehört heute schon fast zur Grundausstattung im neuen Bad. Sie lässt sich auf verschiedene Arten umsetzen. Durchgängig geflieste Duschbereiche verleihen dem Raum Großzügigkeit, da es auch optisch keine Trennung zwischen Bad und Dusche gibt. Ebenso gut geeignet sind Duschflächen oder Duschwannen mit sehr niedriger Umrandung. Duschsäulen stellen Massagefunktionen zur Verfügung, sie können aber auch die Körperpflege im Alter erleichtern. Am Waschplatz schenken Unterputzsiphons mehr Beinfreiheit. Und tief gezogene Spiegel lassen sich auch gut im Sitzen nutzen. WCs mit Duschfunktion für den Po bieten mehr Frische und Hygiene in jeder Lebensphase, im Alter erleichtern sie zudem die Intimpflege.
     
Großzügige Grundrisse schaffen Badkomfort in jedem Lebensalter und erleichtern die Nutzung bei körperlichen Einschränkungen.
Großzügige Grundrisse schaffen Badkomfort in jedem Lebensalter und erleichtern die Nutzung bei körperlichen Einschränkungen.
Spezielle Ausrüstungen, wie eine seitlich zu öffnende Wanne, machen das Bad barrierefrei
Spezielle Ausrüstungen, wie eine seitlich zu öffnende Wanne, machen das Bad barrierefrei
Bei der Planung kann der Installationsbetrieb, etwa ein Unternehmen der Badgestalter, darauf achten, dass sich das Bad mit geringem Aufwand an Veränderungen der Lebensumstände anpasst. Vorwandinstallationssysteme gibt es zum Beispiel mit Montagesystemen für die Anbringung von Hilfen im Bad. Dadurch lassen sich Stützgriffe am Waschtisch, an der Wanne und in der Dusche oder Stützklappgriffe am WC leicht nachträglich anbringen. Sinnvoll ist auch ein Stromanschluss an der Toilette. Er macht es einfach, zum Beispiel ein Komfort-Dusch-WC oder Fernbetätigungen für die Spülauslösung nachzurüsten. Im Rahmen einer Badmodernisierung sollte auch die Lichtplanung eine Rolle spielen. Eine flächendeckende Ausleuchtung gibt Sicherheit. Wichtig sind gute Lichtverhältnisse fürs Frisieren, Rasieren und die Gesichtspflege am Waschplatz. (djd)