Schäden an der Windschutzscheibe – Was ist zu Beachten

Damit Fahrerassistenten fehlerfrei arbeiten

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Eine Windschutzscheibe muss ausgetauscht werden, wenn der Schaden im Fahrersichtfeld liegt (Ein 29 Zentimeter breiter Bereich über dem Mittelpunkt des Lenkrads). Eine Reparatur ist in diesem Fall laut StVZO verboten. Ist der Steinschlagschaden größer als eine Zwei-Euro-Münze, muss die Windschutzscheibe in jedem Fall ausgetauscht werden.

Liegt der Schaden weniger als zehn Zentimeter vom Rand entfernt, ist die Möglichkeit, dass die Scheibe reißen kann, sehr groß. Die Windschutzscheibe muss getauscht werden.

Doch damit nicht genug. Verschiedene Sensoren und Assistenten müssen bei einem eventuellen Tausch berücksichtigt werden.

Unser alltägliches Leben im Straßenverkehr wird zunehmend von modernen Technologien und autonomen Systemen geprägt. Fahrerassistenzsysteme sind heutzutage aus den meisten Fahrzeugen nicht mehr wegzudenken – und das über alle Segmente hinweg. Besonders verbreitet sind Notfallbremsassistenten, Spurhalteassistenten und adaptive Geschwindigkeitsregler.
    
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Nicht von ungefähr vergibt Euro-NCAP eine 5-Sterne Bewertung für Pkw nur noch dann, wenn entsprechende Fahrerassistenzsysteme verbaut sind. Viele der kamerabasierten Sensoren hinter der Windschutzscheibe erfordern insbesondere nach einem Scheibenaustausch eine hochpräzise Kalibrierung vom Fachmann. Denn die Assistenten können nur dann einwandfrei funktionieren und die notwendigen Daten liefern, wenn die Sensoren exakt justiert sind. Schon eine kleine Ungenauigkeit kann das Unfallrisiko drastisch erhöhen und dafür sorgen, dass beispielsweise der Bremsweg falsch berechnet wird.

Wenn Fahrerassistenzsysteme wie Spurhalte- oder Notbremsassistenten nicht richtig funktionieren und der Fahrer einmal unaufmerksam ist, kann es zum Unfall kommen. Ein Grund für die Fehlfunktion kann eine mangelhaft oder gar nicht durchgeführte Kalibrierung nach dem Austausch der Windschutzscheibe sein.

Damit die Fahrerassistenten im Fahrzeug fehlerfrei arbeiten können, wird die Frontkamera nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers kalibriert. Über diesen Arbeitsschritt wird ein Protokoll angelegt, das gemeinsam mit den weiteren Auftragsdetails für den Kunden aufbewahrt wird.

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TÜV Report 2020

Regelmäßige Werkstattbesuche reduzieren Ärger bei der HU

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Berlin – „Bis dass der Tüv uns scheidet" – bei der Hauptuntersuchung (HU) dürfte so mancher Autofahrer Schweißperlen auf der Stirn bekommen. Zu Recht: Denn rund jedes fünfte Auto (21,5 Prozent) fällt wegen Mängeln bei der HU vom Tüv durch.

Das zeigt ein Bericht, den der Tüv-Verband (VdTÜV) in Berlin jetzt veröffentlicht hat. Demnach ist die Quote erheblicher Mängel gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Mit geringen Mängeln fährt fast jedes zehnte Auto vor (9,7 Prozent). Das sind 2,3 Prozentpunkte weniger. Häufig führten unter anderem Mängel bei der Beleuchtung, Öl am Motor oder Getriebe sowie verschlissene Bremsscheiben zum Aus bei der HU. Solche Autos müssen Besitzer entsprechend repariert erneut vorführen, um die Prüfplakette doch noch zu bekommen.

Alte Fahrzeuge rasseln häufiger durch die HU. Während nur 5,8 Prozent der zwei bis drei Jahre alten Autos erhebliche Mängel aufweisen, fallen bei den sechs bis sieben Jahre alten Autos bereits 16,4 Prozent deswegen durch. Fahren zehn bis elf Jahre alte Autos vor, bekommt mehr als jedes Vierte (28,2 Prozent) die Plakette nicht beim ersten Mal. Derzeit liegt das Durchschnittsalter der Autos bei 9,5 Jahren, so das Kraftfahrt-Bundesamt. Aufgrund besserer Rostvorsorge halten Pkw immer länger durch und würden aufgrund von Korrosion kaum mehr aus dem Verkehr gezogen. Doch die Technik älterer Autos sollten Besitzer auf Verschleiß prüfen und entsprechende Teile rechtzeitig ersetzen, rät der Tüv-Verband.

Es wurden von den Prüfern 0,1 Prozent der Fahrzeuge als „verkehrsunsicher" eingestuft und mussten sofort stillgelegt werden. Betrachtet man alle durchgeführten Hauptuntersuchungen in Deutschland, entspricht das rund 15000 Fahrzeugen innerhalb eines Jahres. Aus Sicht des TÜV-Verbands ist es notwendig, die HU sowohl an die rasante digitale Entwicklung als auch an die steigenden Anforderungen an die Umweltverträglichkeit der Fahrzeuge anzupassen. „Die Hauptuntersuchung muss mit neuen Prüfkriterien für digital gesteuerte Assistenzsysteme und neuen Messungen für die Abgasuntersuchung fi t für die Zukunft gemacht werden", betonte Walter Bühler vom Verband. Dafür müssten jetzt die gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden.

Fahrzeughalter müssen gefährliche Mängel wie undichte Bremsschläuche, defekte Leuchten oder ein nicht funktionierendes Reifendruckkontrollsystem „unverzüglich" in einer Werkstatt beheben lassen. „Für die Fahrzeughalter ändert sich ein entscheidendes Detail: Fällt ihr Auto mit gefährlichen Mängeln durch den TÜV, müssen sie umgehend in die Werkstatt", sagte Bühler. Auch der Einstieg in die digitale Hauptuntersuchung ist erfolgt. So wird zwar geprüft, ob digitale Komponenten wie das Notrufsystem e-Call vorhanden oder bestimmte Software-Updates für die Abgasreinigung implementiert worden sind. „Eine Funktionsprüfung digital gesteuerter Assistenzsysteme und der dafür notwendigen Software findet bei der HU nicht statt", kritisierte Bühler. (dpa)

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Neues vom aktuellen Autogipfel

Mehr Zuschuss für E-Autos

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Wer mit dem Gedanken spielt, ein Elektroauto zu kaufen, muss sich nicht hetzen. Endete die Frist für die Förderung von Elektroautos bislang am 31. Dezember 2020, so plant die Bundesregierung, sie noch im November zu verlängern. Beim Autogipfel im Kanzleramt einigten sich Politik und Automobilwirtschaft zudem auf weitere Maßnahmen zur Förderung klimafreundlicher Antriebe. Zur zweiten Sitzung der „Konzertierten Aktion Mobilität" hatte Kanzlerin Angela Merkel am vergangenen Montag die Koalition, Vertreter der Bundesregierung, Ministerpräsidenten und Vertreter der Automobilwirtschaft, der Arbeitnehmer und der Nationalen Plattform Mobilität eingeladen.

Bis zu 50 Prozent höherer Umweltbonus

Geplant ist, die Umweltprämie bei Fahrzeugen mit einem Nettolistenpreis bis zu 40.000 Euro um 50 Prozent anzuheben. Für teurere Fahrzeuge bis zu 65.000 Euro Listenpreis soll es 25 Prozent mehr Förderung geben, teilt die Bunderegierung mit. Bislang liegt die Förderung für reine Elektroautos bei 4.000 Euro. Entsprechend würde sie auf 6.000 Euro beziehungsweise 5.000 Euro steigen. Plug-in-Hybride werden bislang mit 3.000 Euro gefördert. Für sie würde der Umweltbonus entsprechend auf bis zu 4.500 Euro steigen. Somit soll ermöglicht werden, weitere 650.000 bis 700.000 Fahrzeuge zu fördern, so die Bundesregierung. Die Industrie werde sich weiterhin paritätisch am Umweltbonus beteiligen. Zudem wolle die Bundesregierung prüfen, wie unter bestimmten Umständen junge Gebrauchtwagen gefördert werden können.

Mehr Ladestationen
   
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Damit Elektrofahrzeuge nicht nur finanziell sondern auch in der Handhabung attraktiver werden, will die Bundesregierung die Ladeinfrastruktur deutlich verbessern. In den kommenden zwei Jahren sollen 50.000 öffentlich zugängliche Ladestationen neu entstehen. Die Automobilwirtschaft soll bis 2022 15.000 öffentliche Zapfsäulen beisteuern.

Seit 2016 ist die sogenannte E-Prämie das staatlich gesponserte Zugpferd für den Erwerb eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs. Das Ziel der Bundesregierung war damals, dass die Bezuschussung mindestens 300.000 E-Autos und Hybride auf die Straßen bringt.

Die BAFA hat zum 30. September 2019 eine Zwischenbilanz zum Antragstand veröffentlicht. Demnach wurden bis dahin insgesamt 141.427 Anträge auf Prämie gestellt. 94.144 Anträge gingen für reine Batterie-Elektrofahrzeuge ein, 47.187 für Plug-In Hybride und 96 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Vom einst anvisierten Ziel, bis 2020 rund eine Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu haben, ist man noch weit entfernt.