Adrenalin pur

Der Vergnügungspark auf dem Festplatz von Samstag bis Montag ist die perfekte Ergänzung zum Martinimarkt am Montag. FOTOS: CB/T.SCH
Heute um 13 Uhr ist es endlich wieder soweit. Der Winter steht vor der Tür und das bedeutet Martinimarkt. Bis Montag um 22 Uhr, drehen sich die Karussells auf dem Rummelplatz beim Milchpilz.

Martinimarkt

WANGEN – Während bei den älteren Besuchern erfahrungsgemäß Handel und Wandel des Markttags sowie die persönliche Begegnung mit Bekannten oder Verwandten im Vordergrund stehen, interessiert sich die Jugend verständlicherweise bevorzugt für das, was sich auf dem Festplatz abspielt. Bereits ab dem heutigen Samstagnachmittag steht dort der Vergnügungspark bereit.

Der Vergnügungspark ist am Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 22 Uhr und am Montag von 11 bis 22 Uhr in Betrieb.
Der Vergnügungspark ist am Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 22 Uhr und am Montag von 11 bis 22 Uhr in Betrieb.
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Viele bunte Attraktionen findet man auch in diesem Jahr wieder. Neben dem Repertoire an Beständigem, wie Autoskooter und Kettenkarussell, hält die Schaustellerfirma Gebauer ebenso Hoch und Rundfahrgeschäfte bereit, die den Besuchern ein „sensationelles Fahrgefühl“ versprechen. Manch eine dieser Attraktionen kostet schon etwas Überwindung und ist nichts für schwache Nerven.

Natürlich werden auch die jüngeren Besucher wieder voll auf ihre Kosten kommen. Daneben lockt Fortuna mit schönen Preisen aus dem Loseimer. Insgesamt besteht der Rummelplatz aus etwa 25 Buden und Fahrgeschäften. Selbstverständlich gehören dazu auch Buden mit süßen Leckereien.

Martini-Markt in Wangen im Allgäu

Genießen und Entdecken

Der Martinimarkt in Wangen kann auf eine Jahrhunderte alte Geschichte zurückblicken – und erfreut sich dabei einer ungebrochenen Beliebtheit. FOTOS: T.SCH
Der Martinimarkt in Wangen kann auf eine Jahrhunderte alte Geschichte zurückblicken – und erfreut sich dabei einer ungebrochenen Beliebtheit. FOTOS: T.SCH
Traditionell am ersten Montag nach dem 10. November lockt seit Jahrhunderten der Martinimarkt in Wangens Altstadt. Damals wie heute bekommt der Besucher Waren aller Art zu kaufen: Seife, Siebe, Ketten, Tücher, Strümpfe und vieles mehr. Die gesamte Altstadt wird zu einem fröhlichen Marktplatz auf dem sich Jung und Alt vergnügen und flanieren kann.

WANGEN - Einmal im Jahr säumen hölzerne Marktstände dicht an dicht die Wangener Altstadt. Eine Tradition, ein beständiges Stück Heimat, welches die Menschen vereint und ihnen seit jeher eine Einkaufsmöglichkeit geboten hat. „Sein Alter dürfte mindestens so alt wie der erstmals 1286 genannte Wochenmarkt sein, da der Heilige Martin als Hauptpatron der Wangener Pfarrkirche schon seit dem Hohen Mittelalter feststellbar ist“, erklärt Astrid Bader von der Stadtverwaltung.

In alter Zeit endete an Martini das Wirtschaftsjahr. An diesem Tag mussten in Wangen die Steuern, Zinsen und Naturalabgaben abgeliefert werden. Daneben deckte sich die am Marktort versammelte Bevölkerung mit Kleidung und anderen Produkten für den Winter ein. Das kirchliche Fest war seit jeher auch mit weltlichem Markttreiben verbunden. Und noch immer vermag das vielfältige Angebot die Besucher zu begeistern.

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Am Montag werden von 8 bis 18 Uhr, an den Ständen in der Wangener Altstadt neben warmen Socken und kuschligen Pullovern, Schmuck, Spielsachen, Duftöle, Kerzen und Haushaltsartikeln zum Kauf angeboten. Neben Bummeln, Schauen und Entdecken darf natürlich auch das Naschen nicht zu kurz kommen. Neben der obligatorischen Bratwurst und den heißen Seelen, gibt es Pizza, Burger sowie süße Crèpes oder frisch gebackene Apfelküchle – dazu einen heißen Glühwein oder Punsch.

Der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln zieht durch die Luft.
Der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln zieht durch die Luft.
Egal ob Unterwäsche, Socken, die neuesten Gemüsehobelvariationen oder Schokofrüchte, traditionelle Kräuterbonbons oder Zuckerwatte – vor den Ständen drängen sich viele Menschen. Von Weitem lockt der unverwechselbare Duft von gebrannten Mandeln, Bratwurst und heißen Maroni oder Glühwein. Die ältere Generation freut sich sicher nach wie vor über das Angebot an Socken, Kittelschürzen und warmer Unterwäsche. Der Martinimarkt ist seit eh und je ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.

Online-Shopping, Kataloge, Discounter – für Markthändler wird es immer schwieriger ihre Pfannen und Töpfe, Messer, Geschirr, Handschuhe, Hüte oder Kräuter und Gewürze und all die anderen nützlichen Sachen für die alltägliche Verwendung an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Doch so ein Jahrmarkt hat ein besonderes Flair, und so finden sich immer wieder neue Verkaufschancen, einfach indem das Sortiment erweitert wird. Von Kinderbüchern, über Cremes und Salben, Naturheilmittel bis hin zu frischen Wurst- und Fleischspezialitäten aus der Region. Und hier einzukaufen ist doch das Schöne an solch einem Marktbesuch, die Leder- und Spielwaren, Bürsten, Körbe, Schmuck, Textilien, Regenschirme und Hosenträger, und das alles zu einem vernünftigen Preis. Hier zu stöbern, zu kaufen und zu entdecken begeistert doch jedes Jahr aufs Neue.

Auch kein Magen muss während des Wangener Martinimarkts leer bleiben. All die bunten Buden locken mit einem breiten Angebot an verschiedensten Leckereien: Bratwurst, Steak, Schupfnudeln oder diverse Fischwecken. Für alle, die es lieber süßer bevorzugen, gibt es zum Nachtisch, oder einfach so, Apfelküchle, gebrannte Mandeln, Zuckerwatte, Magenbrot und Lebkuchenherzen oder heiße Maroni. Hier geht sicherlich niemand mit leerem Magen nach Hause, denn die Auswahl ist groß, lecker, und es ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei. (tsch)