Mehr Platz für Hund und Katze

Vier weitere „Tierzimmer“ werden im November fertiggestellt. Sie bieten ausreichend Platz für eine artgerechte Haltung. FOTOS: TSCH
Der Platz im Tierheim in Karbach wird eng, daher wurde es höchste Zeit das Gebäude mit einem Anbau zu erweitern, um auch weiterhin den Tieren eine angemessene Unterbringung und Versorgung gewährleisten zu können.  

KARBACH/WANGEN – Das von der Tierschutzgemeinschaft Württ. Allgäu e.V., den Kommunen des Altkreises Wangen sowie von Tierschutzvereinen betriebene Tierasyl beherbergt aktuell 30 Katzen sowie sechs eigene und mehrere Hunde aus den unterschiedlichsten Gründen.

Ehrenamtlich kümmern sich Christina Schnitzler und Astrid Weber als erste und zweite Vorsitzende sowie Helmut Engelhard als Kassier um den Ablauf und den Erhalt des Tierheims.
   

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„Ohne die Arbeit von vier beschäftigten Tierpflegerinnen und die Hilfe von vier weiteren Damen auf geringfügiger Basis, die unsere Katzen versorgen, wäre die Arbeit so nicht zu schaffen,“ erklärt Astrid Weber und berichtet weiter: Die Arbeit hier in Karbach ist, wie in wohl jedem Tierheim, hart. Die Pflegerinnen arbeiten im Schichtbetrieb. Täglich zehn Stunden und das eine Woche lang, danach haben sie 14 Tage frei. Überwiegend Hunde und Katzen, von Zeit zu Zeit auch kleine Heimtiere, finden hier ein Heim auf Zeit. Darunter befinden sich Fundtiere, Abgabetiere aus verschiedenen Notlagen oder Pensionstiere, wobei hier nur eine geringe Anzahl an Pensionsplätzen vorhanden ist.
     
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„Oft bekommen wir trächtige Katzen, die überwiegend scheu, krank und verwildert sind, hier besteht dann die Möglichkeit, wenigstens die Welpen zahm zu bekommen. Das größte Problem ist dabei leider immer noch die große Anzahl an unkastrierten Katzen, die sich unglaublich schnell vermehren und unter Krankheiten leiden, gegen die man impfen könnte. Die Pflege der kranken Katzenwelpen stellt uns immer wieder vor personelle und finanzielle Probleme,“ so Weber weiter.

Auch wenn das Tierheim durch die Kommunen finanziert wird, auf Spenden kann es nicht verzichten. „Einen großen Teil unseres Budgets machen private Spenden und die großzügige Unterstützung von Tierschutzvereinen aus. Ohne diese Hilfe wäre die Einrichtung nicht überlebensfähig. Egal ob Katzenstreu, Medizin oder Tierarztrechnungen, die laufenden Kosten sind sehr hoch,“ erzählt Astrid Weber.
     
Tierpflegerin Tanja Bernhard füttert die wenige Wochen alten Katzenbabys mit der Spritze. Astrid Weber mit Hund Rocky. FOTOS: TSCH
Tierpflegerin Tanja Bernhard füttert die wenige Wochen alten Katzenbabys mit der Spritze. Astrid Weber mit Hund Rocky. FOTOS: TSCH
Hier am Waldrand, mit einer Wiese die genügend Platz bietet um die Hunde ausführen und beschäftigen zu können verfügt jedes „Tierzimmer“ über einen Aussenbereich. Da der Platz immer enger wird, wurde der Anbau höchste Zeit. Im Entstehen sind vier weitere Zimmer, die gut zu desinfizieren und bei Bedarf vom Altbau abtrennbar sind. Das bietet dem Tierheim in Zukunft mehr Platz für die Quarantäne und Artgerechte Unterbringung der Tiere.

Winterzauber

Zum Abschluss der Bauarbeiten und um die Erweiterung zu feiern wird es am 17. November von 13 bis 15.30 Uhr ein kleines Fest mit Tag der offenen Tür geben. Unter dem Motto „Winterzauber“ wird es allerlei Selbstgemachtes wie Weihnachtsbrötle, Adventskränze und Gesteckte geben aber natürlich mit Kaffee, Kuchen und Glühwein auch alles für das leibliche Wohl. (tsch)