Kurse, Catering & Events

Inge Barth zeigt, wie sich aus Rote Bete Spaghetti zubereiten lassen. FOTO: ZARTBITTER - DESIGN
In ihrer Kochschule bietet Inge Barth verschiedene vegane Kurse an. „Nicht jeder ist auf dem gleichen Stand und ich kann keinen Liebhaber von Fast Food auf einen Schlag auf Rohkost umstellen. Das würde ihn überfordern.“

LAUPHEIM - So richtet sich der BASIC-Kurs, der entweder mittwochs oder freitags von 17 bis 21 Uhr stattfindet, an Teilnehmer, die gerade erst damit anfangen, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Es wird vermittelt: „Wo bekomme ich welche Zutaten, wie schmeckt veganes Essen und wie bereite ich dies in relativ kurzer Zeit zu?“

Bei den Kursen WHOLE 1 und WHOLE 2, die immer an Samstagen von 9 bis 17 Uhr stattfinden, wird den Teilnehmern die tägliche Essenszubereitung vom Frühstück bis zum Abendessen auf der Basis von vollwertiger veganer Küche ohne verarbeitete Soja- oder Seitanprodukte vermittelt. Hier dreht sich alles um leckere vollwertige Lebensmittel. Diesen Kurs gibt es für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Der Rohkostkurs (RAW) findet an einem Wochenende statt; er beginnt am Freitag um 16 Uhr und dauert bis Sonntag 16 Uhr. In diesem Kurs soll deutlich werden, dass vegane Rohkost weit mehr bietet als Apfel und Karotte.„Die Rohkost ist die gesündeste aller Ernährungsformen“, sagt Inge Barth, „weil Vitamine und Enzyme nicht durch die Hitze des Kochens zerstört werden. Super gesunde Köstlichkeiten sind in diesem Kurs die Hauptdarsteller.“ In der Zeit vor Weihnachten bietet sie den Spezial X-MAS Kurs „Rettet die Gans“ an. Dieser findet samstags von 9 bis 18 Uhr statt. „Das ist mein Weihnachts-Koch- und Backkurs für alle, die dieses Jahr ein wahrhaftig friedfertiges Weihnachtsfest feiern möchten, ohne den Gästen das Gefühl zu geben, dass ,etwas‘ fehlt.“
   
Auch aus Rohkost lässt sich eine schöne Torte zaubern. FOTO: ZARTBITTER - DESIGN
Auch aus Rohkost lässt sich eine schöne Torte zaubern.
FOTO: ZARTBITTER - DESIGN
Der besondere Clou bei den Kursen BASIC und X-MAS Spezial ist, dass auch Plätze nur zum Essen gebucht werden können. „Und für alle Kurse gibt es speziell günstige Preise für Paare“, so Inge Barth.

An Ideen mangelt es der überzeugten Veganerin nicht. Im kommenden Jahr plant sie zusätzlich noch Kurse wie „Vegan Grillen“, „Vegan für Gäste“ und „Brunch vegan“. Neue Angebote werden jeweils auf der Internetseite von „Inge’s Kitchen“, auf Facebook oder Instagram bekannt gegeben.

Angedacht seien auch Kurse oder Schulungen für die (Kantinen-) Gastronomie, die häufig immer noch ein sehr liebloses Speisenangebot für Veganer offeriere, wie zum Beispiel Tiefkühl-Gemüseschnitzel, Pommes oder Mini-Salate. „Das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Inge Barth. „Außerdem bieten wir Catering für Feste oder Firmen-Events, sodass endlich auch vegan lebende Menschen genussvoll mitfeiern können und mitleidige Blicke des Tischnachbarn der Vergangenheit angehören.“ Ab zehn Personen bietet „Inge’s Kitchen“ auch vegane Spezial-Kurse nach Gästewunsch an (Mädelsabend, Geburtstag, Team-Event…).

Lecker und gesund stünden auf keinen Fall im Widerspruch, betont Inge Barth. „Vegan ist kein Boom, wie viele noch meinen, sondern eine Lebenseinstellung. Die Wenigsten werden zum Veganer, weil ihnen die tierischen Produkte nicht mehr schmecken. Dies hat ethische, gesundheitliche oder auch Klimaschutz-Gründe.“ sz
  

Info

Informationen über die jeweils stattfindenden veganen Kochkurse sind zu finden im Internet unter: www.inges-kitchen.de sowie auf Facebook und Instagram.

Vegane Ernährung – gesund und lecker

Inge Barth bereitet in ihrer neuen Küche vegane Vielfalt zu. FOTO: ZARTBITTER - DESIGN
Inge Barth bereitet in ihrer neuen Küche vegane Vielfalt zu. FOTO: ZARTBITTER - DESIGN
Ein Hingucker sind die verschiedenen veganen Dips. FOTO: ZARTBITTER - DESIGN
Ein Hingucker sind die verschiedenen veganen Dips. FOTO: ZARTBITTER - DESIGN

Auch für Hobbybäckerinnen finden sich viele vegane Möglichkeiten. FOTO: ZARTBITTER - DESIGN
Auch für Hobbybäckerinnen finden sich viele vegane Möglichkeiten.
FOTO: ZARTBITTER - DESIGN
In Laupheim eröffnet am Donnerstag, 3. Oktober, die erste vegane Kochschule mit veganem Catering. Die Inhaberin Inge Barth freut sich auf zahlreiche Besucher, die in „Inge’s Kitchen“ (im Bürogebäude der Spedition Barth, Neue Welt 37) die leckere Vielfalt der pflanzlichen Ernährung kennen lernen und schmecken wollen.

LAUPHEIM - Von 12 bis 17 Uhr darf am 3. Oktober jeder vorbeikommen und sich bei einem Gläschen Sekt, Kaffee und Waffeln informieren und mit netten Menschen plaudern. Wer die Vegan-Köchin bei verschiedenen Kochvorführungen in Aktion sehen und die Produkte verkosten möchte, ist ebenfalls herzlich eingeladen. Auch für Kinder ist etwas geboten: Das „Laupheimer Spielmobil“ ist mit Betreuung vor Ort. Die ersten Kochkurse in „Inge’s Kitchen“ starten am Mittwoch, 9. Oktober.

Den Traum von einer eigenen Kochschule hegte Inge Barth schon länger, da sie seit Jahren sowohl privat als auch in ihrem Beruf als Heilpraktikerin mit denselben Fragen und Aussagen konfrontiert wird: „Was kann man überhaupt noch essen?“ – „Wir lieben es, gut zu essen.“ – „Wenn wir wüssten wie, dann würden wir uns auch gerne vegan ernähren.“ Nicht zuletzt durch die Aktionen für Klimaschutz (Fridays for future) und die vielen Tierskandale sind viele Menschen inzwischen sensibilisiert und möchten selbst auch zum Klimaund Tierschutz beitragen.
   
Knusprige Foccacia lädt zum Reinbeißen an. FOTO: ZARTBITTER - DESIGN
Knusprige Foccacia lädt zum Reinbeißen an. FOTO: ZARTBITTER - DESIGN



So gut: Veganes Sushi. FOTO: ZARTBITTER-DESIGN 
So gut: Veganes Sushi.
FOTO: ZARTBITTER-DESIGN 
Auch vom gesundheitlichen Standpunkt gebe es keinerlei Gründe, Tierprodukte zu konsumieren, sagt Inge Barth, die in ihrer Praxis in Wain seit 2004 schwerpunktmäßig Menschen mit chronischen Erkrankungen behandelt. „Über 80 Prozent der chronischen Erkrankungen sind ernährungsbedingte Krankheiten, die sich mit pflanzenbasierter, vollwertiger Ernährung bessern, teilweise sogar heilen lassen“, sagt sie. Das Thema Ernährung habe schon immer einen großen Stellenwert in der Therapie gehabt, sei jedoch in den letzten Jahren zu einem Hauptakteur der Behandlungsstrategie geworden. Dauerhafte Erfolge stellten sich immer nur dann ein, wenn die Patienten auch ihre Lebens- und Ernährungsweise ändern, so die Heilpraktikerin.

„Schon seit 1997 ernährt sich unsere Familie vegetarisch“, erzählt Inge Barth. „Mein Mann Markus und ich seit 2012 vegan.“ Dazu gekommen sei es nach vielen Recherchen, Seminaren und der Lektüre von Büchern wie etwa von Dr. Max Otto Bruker, Markus Rothkranz, Dr. Norman Walker, Dr. Joachim Mutter, Dr. Max Gerson, Dr. J. Karl Probst, Dr. Brian Clement oder Dr. Colin Campbell, welcher sogar unter wissenschaftlichen Bedingungen nachgewiesen habe, wie schädlich Tierprodukte sich auf die Gesundheit auswirken.

„Schon bald haben wir am eigenen Leib gespürt, wie es uns deutlich besser ging“, berichtet Inge Barth. „Gesundheitliche Probleme, wie Ekzeme oder Rückenschmerzen durch Bandscheibenvorfall, an denen wir schon lange litten, waren verschwunden, und heute sind wir fitter als vor 15 Jahren.“

Weil die Gesundheit zu 80 Prozent von der „artgerechten Ernährung“ abhängig sei, möchte Inge Barth mit ihren Ernährungs- und Kochkursen künftig früher ansetzen und nicht erst, wenn Krankheit schon entstanden ist. Sie möchte präventiv arbeiten „und damit den Menschen zeigen, wie sie sich und ihre Familie gesund und lecker ernähren können. Vegane Ernährung und Genuss schließen einander nämlich mitnichten aus.“

Schon seit 2014 bietet Inge Barth Entgiftungs-, Ernährungs- und Kochkurse an. Problematisch sei immer gewesen, eine Küche zu finden, die sich dafür eignet. „So ist der Gedanke an eine eigene Kochschule entstanden. In den Räumlichkeiten der Firma meines Mannes hat sich jetzt dazu die Gelegenheit ergeben.“ Im Gebäude Neue Welt 37 wurde eine großzügige Küche eingebaut, die viel Platz bietet zum Kochen, Genießen und dabei nette Menschen kennen zu lernen.

So ein Kurs in ihrer Kochschule läuft folgendermaßen ab: „Ich koche verschiedene Gerichte. Die Teilnehmer können dabei zuschauen, sich Notizen machen und Fragen stellen, sodass es zu Hause kein Problem ist, das Gericht nachzumachen. Die Menschen mögen das, weil sie nicht hektisch vor sich hin kochen müssen, sondern ihre ganze Aufmerksamkeit dem Kochvorgang widmen können.“

Außerdem gibt Inge Barth Tipps, wie tierische Produkte durch pflanzliche ersetzt werden können, wo vegane Zutaten erhältlich sind und worauf beim Einkauf geachtet werden soll. „Mir ist es einfach wichtig zu zeigen, wie einfach und lecker jeder zum Beispiel auch Naschereien, die ohne Reue verzehrt werden können, schnell selbst machen kann“, sagt sie. „Wenn ich beim Einkaufen in die Einkaufswagen schaue, wird mir manchmal angst und bange, wenn nur stark verarbeitete, mit künstlichen Farb-, Konservierungs- und Aromastoffen bearbeitete Nahrung drin liegt.“

Das Problem sei oft auch, dass zu viele Ernährungsempfehlungen auf dem Markt sind: „Die Menschen blicken nicht mehr durch. Mal ist etwas gesund und am nächsten Tag ist es schon wieder schädlich.“ sz