Kommt bald die Impfung gegen Karies?

Wer hat das schönste Gebiss? In einer internationalen Studie wurden die Länder mit der besten Zahngesundheit ermittelt. FOTOS: DJD/ERGODIREKT.DE/GETTY, COLOURBOX
Schöne Zähne stehen für Gesundheit und Wohlbefinden. Zahnhygiene und Ernährung können zu einem strahlenden Lächeln beitragen. Doch wie gesund sind unsere Zähne im weltweiten Vergleich? In einer Studie von „Orchards Scotts Dental“ wurden nun die Länder mit der besten Zahngesundheit ermittelt.

Zahlen liefert der DMFT-Index: Er beschreibt die Anzahl kariöser, fehlender und gefüllter Zähne und ist der gebräuchlichste Maßstab, um den Status der Zahngesundheit messen zu können. Viele Informationen rund um das Thema Zahngesundheit gibt es beispielsweise auch unter www.ergodirekt.de/meinzahn.

Skandinavische Länder und Deutschland vorn

Die gesündesten Beißer haben die Dänen. Mehr als die Hälfte unserer Nachbarn hat gute Zähne und benötigt keine Behandlung. Auf Rang zwei landet Deutschland: Den Bundesbürgern wird eine gewissenhafte Zahnhygiene bescheinigt. Mit Finnland und Schweden folgen zwei weitere skandinavische Länder auf den Plätzen drei und vier. Großbritannien rundet die Top 5 ab. Es folgen die Schweiz, Kanada, Mexiko, die USA und Frankreich.

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Forscher entwickeln Impfstoff gegen Karies

Noch gibt es kein Heilmittel gegen Karies. Doch ein chinesisches Forscherteam vom Wuhan Institute of Virology will nun eine Impfung gegen Karies entwickeln. Aber wie soll das funktionieren? Das Wichtigste kurz erklärt:

- Was geschieht bei Karies?

Karies entsteht durch das Zusammenspiel von Bakterien im Plaque, unzureichender Mundhygiene und zu häufigem Zuckerkonsum. Wenn die Karies zu weit fortgeschritten ist, muss der Zahnarzt die kariöse Substanz entfernen. Das entstandene Loch wird mit einer Füllung verschlossen.

- Worum geht es bei der Impfung?

Zu den Karies verursachenden Bakterien zählt vor allem der Streptococcus mutans. Die chinesischen Wissenschaftler wollen ihn mithilfe von Proteinen daran hindern, an den Zahn zu gelangen. In einer früheren Studie traten noch viele Nebenwirkungen auf. Inzwischen konnte die Proteingabe so optimiert werden, dass wesentliche Nebenwirkungen ausblieben, entsprechende Tierversuche waren erfolgreich.

- Ab wann ist der Impfstoff verfügbar?

Bevor der Impfstoff marktreif ist, sind noch einige Tests nötig, betonen die Forscher selbst. Eine gründliche Mundhygiene ersetzt die Impfung ohnehin nicht. Deutsche Zahnwissenschaftler warnen zudem vor voreiligen Hoffnungen im Kampf gegen Karies. Schließlich sei dieses Bakterium nicht der einzige "Übeltäter" im Mund, zudem werde es durch den Impfstoff nur daran gehindert, die Zähne zu besiedeln, in der Mundhöhle könne es sich aber weiter ausbreiten. Somit bleiben das tägliche Zähneputzen und eine gesunde Ernährung weiterhin sehr wichtig. djd
  

Aktionstag

Der 25. September ist der Tag der Zahngesundheit. In diesem Jahr steht die Mundgesundheit von Jugendlichen im Mittelpunkt. Das Motto lautet: „Gesund beginnt im Mund – Ich feier’ meine Zähne!“. Der diesjährige Aktionstag möchte Jugendliche motivieren, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen, vor allem indem er sie über zahnmedizinische Zusammenhänge aufklärt. „Teenager treffen vermehrt Entscheidungen ohne die Eltern, auch was ihren Lebensstil betrifft“, erklärt Dr. Christian Rath, Geschäftsführer des Vereins für Zahnhygiene. „Das hat Folgen für die Mundgesundheit, denn Zähneputzen, gesunde Ernährung und regelmäßige Besuche in der zahnärztlichen Praxis gehören nicht unbedingt dazu.“ Um Jugendliche vom Sinn der Zahnpflege zu überzeugen, spricht der Tag der Zahngesundheit sie zu diesem und vielen anderen Themen über einen eigenen Instagram-Kanal an. Darüber hinaus hat der Verein für Zahnhygiene altersgerechte Info-Flyer produziert. Schüler, aber auch Lehrer und andere gemeinnützige Organisationen wie Jugendtreffs und Bibliotheken sowie zahnärztliche Praxen können diese beim Verein für Zahnhygiene anfordern. Die Flyer gehen unter anderem auf den Zusammenhang zwischen Ernährung und Karies oder Mundhygiene und Mundgeruch ein. Letzteren vermeiden zu können, ist ein überzeugendes Argument für regelmäßiges Zähneputzen – schließlich ist es Teenagern enorm wichtig, bei Gleichaltrigen gut anzukommen. Der Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes weist darauf hin, dass auch eine Gingivitis (Zahnfleischentzündung) Mundgeruch verursachen kann. Für diese Erkrankung, die sich häufig durch Zahnfleischbluten bemerkbar macht, sind Jugendliche aufgrund hormoneller Umstellungen besonders anfällig. In diesem Fall sollte die Mundhygiene hochgefahren und eine Kontrolle in der zahnärztlichen Praxis vereinbart werden. Mehr Infos auf www.tagderzahngesundheit.de. red