KWB nimmt neue Lagerhalle in Betrieb

KWB-Gründer Franz Hund (l.) und sein Sohn, Geschäftsführer Torsten Hund (r.), freuen sich über das neue Lager. FOTOS: SCHMIDL
Der Riedlinger Küchenspezialist KWB hat an seinem Firmenstandort an der Gammertinger Straße rund eine Million Euro in eine neue Lagerhalle investiert. Nach einem Jahr Bauzeit ist sie nun fertig. „Wir freuen uns riesig. Die Halle ist gut gelungen. Mit den handwerklichen Arbeiten sind wir sehr zufrieden. Alles ist so geworden wie erhofft“, sagt Franz Hund, der das Unternehmen 1980 gegründet hat. Vor fünf Jahren hat er die Geschäftsleitung seinem Sohn Torsten übergeben.
        
Die Anlieferung ist nach hinten versetzt. So parken künftig keine Lkw mehr den Eingang des bestehenden Gebäudes zu.
Die Anlieferung ist nach hinten versetzt. So parken künftig keine Lkw mehr den Eingang des bestehenden Gebäudes zu.
RIEDLINGEN - Mit dem Neubau im direkten Anschluss an das bisherige Lager an der Gebäuderückseite erweitert KWB seine Lagerfläche erheblich. „Denn es bestand dringend Handlungsbedarf“, betont Torsten Hund. Bisher konnte das Unternehmen Küchen auf einer Lagerfläche von 600 Quadratmetern unterbringen. Doch das war zuletzt bei weitem nicht mehr ausreichend, weil das Geschäft stetig gewachsen ist. KWB musste seine Küchen teilweise in zwei Außenlagern unterbringen – mit entsprechendem logistischem Aufwand. Küchen mussten von einem Lkw in den anderen umgeladen, ins Außenlager transportiert und von dort wieder abgeholt werden. „Das war umständlich“, sagt Franz Hund. Deshalb haben sich Vater und Sohn entschlossen, das Lager an der Gammertinger Straße in Riedlingen um 400 Quadratmeter zu vergrößern. Im September 2018 haben die Bauarbeiten begonnen. Nun ist die neue Halle, in der bis zu hundert Küchen Platz haben, fertig.
           
Das neue Lager ist 400 Quadratmeter groß. Unter der Halle ist eine Tiefgarage entstanden, die die Mitarbeiter nutzen dürfen.
Das neue Lager ist 400 Quadratmeter groß. Unter der Halle ist eine Tiefgarage entstanden, die die Mitarbeiter nutzen dürfen.
Mit dem Neubau ist auch ein weiteres „Problem“ gelöst worden: Die Küchen-Anlieferung ist nun nicht mehr seitlich des bisherigen Gebäudes, sondern nach hinten versetzt am neuen Gebäude. Das hat den Vorteil, dass der Eingang des Bestandsgebäudes mit der Küchenausstellung künftig nicht mehr durch Lastwagen verstellt sein wird und der Hof neben dem bisherigen Gebäude nun als Kundenparkplatz genutzt werden kann. Auch das Beladen der eigenen Lkw soll fortan hauptsächlich über einen neuen Anbau in direkter Nachbarschaft zum Gasthof Rosengarten erfolgen.

Durch den Neubau sind auch neue, komfortable Mitarbeiterparkplätze entstanden. Da das Baugrundstück etwas abschüssig ist, konnte unter dem neuen Lager eine Art Tiefgarage mit rund 15 Stellplätzen gebaut werden. Weitere Parkplätze befinden sich entlang des Grundstücks, das nun durch einen Zaun abgegrenzt ist.

KWB Küche Wohnen Bad

Eine Verlagerung des Unternehmensstandorts anstelle einer Erweiterung stand für KWB nie zur Debatte. „Wir sind hier groß geworden. Man verbindet unser Unternehmen mit der Gammertinger Straße und wir fühlen uns hier pudelwohl“, sagt Torsten Hund. Außerdem sei die vorhandene Ausstellungsfläche, die derzeit neu gestaltet wird, ausreichend.

KWB wird im kommenden Jahr 40 Jahre alt. Seit der Gründung ist das Unternehmen stetig gewachsen. Der Umsatz hat sich in den vergangenen 20 Jahren beinahe verdoppelt. Die Mitarbeiterzahl ist auf 30 gestiegen – inklusive der Verkaufsstelle in Bad Saulgau, die KWB 1982 eröffnet hat.
         
Der KWB-Neubau (r.) ist in direkter Nachbarschaft zum Hotel Gudrun entstanden.
Der KWB-Neubau (r.) ist in direkter Nachbarschaft zum Hotel Gudrun entstanden.
Die Kunden kommen aus der ganzen Region, aber auch von weiter her. Durch gewachsene Beziehungen liefert KWB häufig auch an den Bodensee oder in den Raum Stuttgart. Täglich werden rund vier bis fünf Küchen eingebaut – in einem Umkreis von 120 Kilometern. Dabei profitiert KWB auch von einem Trend: „Küchen sind heute nicht mehr nur Nutzraum, sondern auch Lebensraum. Für manche ist eine Küche ein Statussymbol, ähnlich wie ein Auto“, sagt Torsten Hund. Häufig würden offene Küchen gebaut, die Teil des Wohn- oder Esszimmers seien.
         
Mit dem Anbau investiert das Unternehmen in die Zukunft. Denn mit Torsten Hund ist schon die zweite Generation in der Verantwortung für den Familienbetrieb.

Durch die Erweiterung setzt KWB eine Entwicklung an der Gammertinger Straße fort, die rasant verlaufen ist. „Als wir hier angefangen haben, gab es noch nicht viel“, erinnert sich Franz Hund. „Nun entwickle sich die Gammertinger Straße zu einer Art Handelsstraße.“ Durch Rewe und Lidl sei ein kleines Einkaufszentrum entstanden, das Frequenz bringe. Ferner habe sich das Autohaus Gairing deutlich vergrößert und modernisiert. Der Gasthof Rosengarten erstrahle mit seinem modernen Anbau in neuem Gewand und im rückwärtigen Teil sei das Hotel Gudrun entstanden. „Wir freuen uns sehr, dass sich die Gammertinger Straße in gewerblicher Hinsicht so toll entwickelt“, betont Franz Hund.