Wenn Fortschritt zur Tradition gehört

Seit genau 100 Jahren steht das Familienunternehmen Elektro Schneider aus Kißlegg für innovative Lösungen, echtes Handwerk und eine nachhaltige Firmenphilosophie. Was im Jahr 1919 aus einer Flaschnerei entstand, ist heute ein mittelständisches Unternehmen mit 50 Mitarbeitern, darunter zehn neue Arbeitsplätze die durch den Umzug entstanden sind. Zu diesem besonderen Jubiläum blickt Elektro Schneider auf 100 Jahre Firmengeschichte zurück, in denen Fortschritt stets Tradition war.

KISSLEGG - Das Familienunternehmen Elektro Schneider, das mittlerweile in vierter Generation geführt wird, ist Problemlöser, Möglichmacher und Ideenfinder bei allen Fragen im Bereich der Elektroinstallation und Datentechnik - und das seit genau 100 Jahren.

Strobel Gottfried

“Wir sind stolz, auf eine lange und erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken zu können”, freut sich Florian Schneider, geschäftsführender Inhaber der Elektro Schneider GmbH. “In dieser Zeit stand es stets im Mittelpunkt unserer Firmenphilosophie, zukunftsorientiert und innovativ zu handeln und so unsere Kunden mit außergewöhnlichen, technischen Lösungen zu begeistern.”
  
 
Endlich im neuen Gebäude in der Franz-Erler Straße 2, wo dank innovativer Technik und viel Platz ein effektiveres Arbeiten möglich ist. FOTOS: H.GURSKI
Endlich im neuen Gebäude in der Franz-Erler Straße 2, wo dank innovativer Technik und viel Platz ein effektiveres Arbeiten möglich ist. FOTOS: H.GURSKI
Dass es sich bei diesen Worten um mehr als nur eine Phrase handelt, beweisen nicht nur die zahlreichen Kunden, sondern auch die Auszeichnungen und Zertifizierungen, die Elektro Schneider sich in den vergangenen Jahren verdiente. So belegte die Firma zweimal in Folge, in den Jahren 2017 und 2018, den ersten Platz beim weltweiten STARFACE Hackathon.

Bei diesem Wettbewerb, der vom gleichnamigen Unternehmen veranstaltet wird, geht es darum, in sehr kurzer Zeit neue technische Lösungen zu entwickeln und auch direkt zu programmieren. So kam es, dass Elektro Schneider in nur sechs Stunden eine Kaffeemaschine entwickelte, die mit nur einem Anruf auf dem Haustelefon gestartet werden kann sowie eine Wartezimmerschaltung, die für wichtige Ansagen die laufende Musik automatisch pausiert.
  
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Auch die Zertifizierung als zweifacher Microsoft-Silver-Partner in den Bereichen “Silver Datacenter” und “Silver Solution Provider for Small and Midmarket Businesses” ist für Elektro Schneider ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Mit dieser Partnerschaft gewährleisten Unternehmen ihre Kompetenzen für die Bereitstellung von Qualitätslösungen in einem oder mehreren speziellen Geschäftsbereichen. Im Fall von Elektro Schneider zeigen die Kompetenzsiegel das Fachwissen im Geschäftsbereich der Informations- und Datentechnik.

Einen Schritt voraus - seit 1919

Von Beginn an schwamm Elektro Schneider auf der Technikwelle ganz vorne mit. Bereits Firmengründer Ludwig Schneider I. war ein Befürworter neuester technischer Entwicklungen und sein Sohn und Nachfolger Ludwig Schneider II. der erste Handwerker im Kreis Ravensburg, der einen Computer nutzte, um die Buchhaltung vollkommen zu digitalisieren. Auch mit der Einführung von VOIP (Voice over IP), im Volksmund besser bekannt als Internettelefonie, war Elektro Schneider im Jahr 2008 dem großen Trend lange voraus.
  
Endlich Platz haben die Mitarbeiter in den großzügig gestalteten Sozialräumen um etwa nach Feierabend noch einmal zusammen zu kommen oder die Mittagspause zu genießen. 
Endlich Platz haben die Mitarbeiter in den großzügig gestalteten Sozialräumen um etwa nach Feierabend noch einmal zusammen zu kommen oder die Mittagspause zu genießen. 
“Wir profitieren von den Erfahrungen, die wir in den vergangen 100 Jahren sammeln konnten und stehen unseren Kunden mit Fachwissen und Kompetenzen zur Seite, die wir uns über Generationen hinweg erarbeitet haben”, so Florian Schneider. Und mehr noch - das Unternehmen wendet neue Technik nicht nur direkt an, es entwickelt diese Technologien auch weiter, kombiniert sie miteinander und erschafft so etwas vollkommen Neues.

Der moderne Neubau ist bezogen

Die Waren können fortan gut sichtbar präsentiert werden, wobei beim Umzug einige „alte Schätze“ zum Vorschein kamen. Fotos: H.Gurski 
Die Waren können fortan gut sichtbar präsentiert werden, wobei beim Umzug einige „alte Schätze“ zum Vorschein kamen. Fotos: H.Gurski 
Stillstehen stand bei Elektro Schneider noch nie auf dem Plan. Der nächsten große Meilenstein wurde in diesem Jahr fertiggestellt. Im Frühsommer dieses Jahres wurden die bis dato fünf Standorte in einem großen neuen Stahlbetonbau in der Franz-Erler Straße 2, mit einer Nutzfläche von 1200 Quadratmetern und insgesamt 3500 Quadratmetern Grund, zusammengeführt.

KISSLEGG - Und wie es sich für das innovative Unternehmen gehört, ist das gesamte Gebäude mit einer Smart-Home-Steuerung versehen. Die technischen Lösungen, mit denen das Gebäude besonders nachhaltig und effizient gestaltet wird, hat Elektro Schneider größtenteils selbst entwickelt. So gibt es beispielsweise ein zentrales Energiemanagementsystem, das mittels sensiblen Bewegungssensoren feststellen kann, ob sich noch Personen im Gebäude befinden. Wurde über einen bestimmten Zeitraum keine Bewegung festgestellt, werden Lichter automatisch ausgeschaltet und technische Geräte heruntergefahren. Eine Erdwärmesonde und LED-Beleuchtung runden das energiesparende System perfekt ab.
  
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Ein weiterer praktischer Aspekt an dem neuen Firmensitz: Sämtliche Systeme sowie die Hardware werden mit selbst programmierten Schnittstellen vernetzt - vom Warenwirtschaftssystem über das Ticketsystem bis hin zum Dokumentenmanagement. So haben die Mitarbeiter jederzeit maximalen Überblick und Kontrolle über die einzelnen Vorgänge. Wie etwa im Materiallager, das fortan geschlossene Lager ist per Fingerabdruckscanner zugänglich. „Es wurde höchste Zeit für einen neuen Standort, an dem ein maximal effizientes Arbeiten möglich ist. Kein Arbeitsplatz muss mehr geteilt werden und es muss auch niemand mehr den Raum verlassen wenn ein anderer telefoniert. Mit Schallschutzscheiben und ergonomisch verstellbaren Schreibtischen ist fortan ein entspanntes und effektives Arbeiten möglich. Dazu befinden sich alle Maschinen sowie das Materiallager an dem für sie vorgesehenen Ort, ein Materialschwund ist somit nicht mehr möglich und wir haben endlich genügend Platz für alle 22 Firmenfahrzeuge“, freut sich Florian Schneider.
  
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„Mit Baubeginn im Mai 2018 wurde das Gebäude in rund einem Jahr fertiggestellt, wobei wir im Winter aufgrund der Schneelage zwei Monate Stillstand hatten und das Eis von Hand von den Bodenplatten entfernen mussten. Um so glücklicher sind wir nun, dass nach einigen Hindernissen im Innenausbau, nun alle Mitarbeiter ihre Arbeit am neuen Standort aufgenommen haben,“ ergänzt Schneider.

Ausbildungsbetrieb und Schulungszentrum

Neben Büroräumen, Labor, Lager und Werkstatt befindet sich im oberen Stockwerk ein großer Schulungsraum mit Beamer und Leinwand, der entweder mit Tischen oder nur bestuhlt genutzt werden kann und der bei internem Schulungsbedarf sowie für externe Firmen, Platz für bis zu 80 Personen bietet.
  
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Aktuell beschäftigt Elektro Schneider 10 Auszubildende, darunter Fachinformatiker für Systemintegration, Quereinsteiger und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, darunter auch eine Elektronikerin. „Die Qualität der Ausbildung ist für uns sehr wichtig. Wir beginnen schon sehr früh mit dem Informationsaustausch, dafür gehen wir einmal im Jahr in Schulen und referieren über die vielfältigen Möglichkeiten. Auch haben wir im Haus einen Prüfstand zur Visualisierung, um eine optimale Prüfungsvorbereitung zu gewährleisten. Dazu haben wir mit der Firma Dieng in Leutkirch, welche im Schaltschrankbau tätig ist, eine Kooperation geschlossen. Im gegenseitigen Austausch lernen die Azubis jeweils die „andere Seite“ kennen. Dazu bietet unser Rotationssystem alle drei Monate die Möglichkeit, die verschiedenen Bereiche kennenzulernen, vom Kundendienst, über den kaufmännischen Bereich bis hin zur Projektplanung,“ erklärt Florian Schneider, Dipl. Ingenieur für Elektrotechnik.

Tag der offenen Tür

Um das 100-jährige Jubiläum gebührend zu feiern, lädt Elektro Schneider - passend zur Neueröffnung des Gebäudes – am 21. September zum Tag der offenen Tür. Eingeladen sind Kunden, Partner, Mitarbeiter - und jeder, der dieses spannende Unternehmen kennenlernen möchte.

Neben Betriebsführungen gibt es im Ladengeschäft 10 Prozent auf Großgeräte. Auch für das leibliche Wohl und gute Unterhaltung ist bestens gesorgt. Die Metzgerei Sontag sorgt für gutes Essen vom Grill und für die musikalische Umrahmung wird der Fanfarenzug sowie der Musikverein aufspielen. Auch die kleinen Besucher kommen an diesem Tag mit einer Hüpfburg und einem Luftballonwettbewerb auf ihre Kosten. Diese verleiht Elektro Schneider übrigens auch an Schulen, Kindergärten und weitere Non-Profit Institutionen. Bei einem Schätzspiel können zudem tolle Preise gewonnen werden. (ts)