Elektromobilität zum Anfassen, Testen und Nachfragen

Sie werben für die Elektromobilität während der Rundfahrt. FOTOS: PRIVAT
Die größte Elektro-Mobil-Rallye der Welt macht am Dienstag, 17. September, Halt in Biberach. Die Wave Trophy, so wie die Rallye heißt, findet bereits zum elften Mal statt – jedoch erstmals in Deutschland.

BIBERACH - Die Wave ist eine Plattform für alle, die die Elektromobilität vorwärts bringen und dabei viel Spass haben wollen. Mehr als 50 Elektrofahrzeuge, darunter auch E-Bikes und E-Motorräder, gehen am 13. September in Dortmund an den Start. Vier Tage später rollen sie dann etwa gegen 16 Uhr auf dem Biberacher Marktplatz ein. Am Samstag, 21. September, fährt die Rallye in Erlangen auf dem Schlossplatz über die Ziellinie.

Passend zum Thema Elektromobilität haben sich der Energieversorger Ewa-Riss, die Stadt und die Hochschule Biberachzusammengetan und ein Programm für den Aktionstag zusammengestellt.
  
Die Initiatoren der Wave-Rallye in Biberach v.l.: Anette Schober-Knitz. Lisa Schröder, Dietmar Geier und Ulrich Maucher. FOTO: TANJA BOSCH
Die Initiatoren der Wave-Rallye in Biberach v.l.: Anette Schober-Knitz. Lisa Schröder, Dietmar Geier und Ulrich Maucher. FOTO: TANJA BOSCH
Dieses beginnt am 17. September um 14 Uhr auf dem Marktplatz in Biberach. Dort stellen Biberacher Autohäuser und Sponsoren Elektrofahrzeuge aus und sind mit Themen rund um die E-Mobilität präsent, so dass Elektromobilität für Klein und Groß erlebbar wird. Die Kooperationspartner oragnisieren zudem einen parcours, in dem E-Zweiräder ausprobiert werden können. Geplant ist, dass die ersten E-Mobile der Rallye ab 16 Uhr eintreffen, wo sie auf dem Marktplatz begrüßt werden.

„Wir sind stolz, dass Biberach die Chance erhalten hat, Teil dieser Rallye zu sein“, freut sich Ulrich Maucher, Umweltbeauftragter der Stadt Biberach. So sieht das auch die Ewa-Riss: „Es ist ein tolles Event für die Stadt. Auch wir als Energieversorger sind Feuer und Flamme, das passt zu uns“, sagt Geschäftsführer Dietmar Geier. „Uns geht es vor allem darum, unseren Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, dass die E-Mobilität eine saubere und alltagstaugliche Art der Fortbewegung ist – und somit eine sinnvolle Lösung für unsere Zukunft.“

emo-bike GmbH und Co.KG

Das bunt gemischte Teilnehmerfeld, das mit ihren E-Mobilen nach Biberach kommt, besteht aus Privatteams und Unternehmen. „Da sind alle möglichen Modelle vertreten, vom E-Golf bis zum Tesla, und auch Fahrzeuge der Marke Eigenbau“, so Geier.
  
Über den Großglockner wurde auch schon gefahren.
Über den Großglockner wurde auch schon gefahren.
Er findet es besonders spannend, mit diesen „Bastlern“ ins Gespräch zu kommen. Die Besucher des Aktionstags können mit den Fahrern reden und sich informieren.

Die Hochschule Biberach schickt ebenfalls ihr eigenes Team an den Start. „Wir als Hochschule sind bereits zum zweiten Mal bei der Wave mit unserer E-Roller-Flotte vertreten“, sagt Anette Schober-Knitz, Pressesprecherin der Hochschule. „Es freut uns, dass sich Studierende, Mitarbeiter und Professoren aus dem Studiengang Energieingenieurwesen zu einem Team zusammengefunden haben.“ Gemeinsam fahren sie acht Tage lang quer durch das Land. Ziel dabei ist es ebenfalls, zu zeigen, dass Elektromobilität schon heute alltagstauglich ist. Pro Tag legen die Fahrzeuge zwischen 150 und 250 Kilometer zurück.

Die Gesamtstrecke beträgt stolze 1600 Kilometer und führt insgesamt durch 30 Gemeinden und Städte. Biberach ist als eine der Städte ausgewählt worden, in denen die Rallye ein Etappenziel hat.
  

Programm am Aktionstag

14 bis 18 Uhr
Marktplatz Biberach

Mit vielen Info-Ständen zum Thema Elektromobilität und einem Parcours für E-Zweiräder mit viel Spiel, Spaß, Know-how und einem Gewinnspiel

Ab 16 Uhr
Marktplatz Biberach

Einfahrt der Wave-Fahrzeuge

20 Uhr
Stadthalle Biberach

Vortrag: „Von Drachen und Drohnen: Windenergie 2.0 für die Energiewende“
Referent: Dr. Rolf Luchsinger, CEO, TwingTec AG Podiumsdiskussion: „Chancen der E-Mobility“
Mit Vertretern von Stadt Biberach, Hochschule Biberach, Ewa-Riss, WAVE und der TwingTEC AG
Moderiert von Prof. Martin Becker, Hochschule Biberach /Hochschulverbund Inno-SÜD

„Autark von der Stromversorgung“

Die Fahrer und Fahrerinnen der Hochschule Biberach bei der Wave-Rallye im vergangenen Jahr. FOTO: OH 
Die Fahrer und Fahrerinnen der Hochschule Biberach bei der Wave-Rallye im vergangenen Jahr. FOTO: OH 
Die Rallye-Teilnehmer verbringen die Nacht in Biberach, wo sie ihre Fahrzeuge wieder aufladen können und somit startklar für den nächsten Tag sind. Da geht es dann weiter Richtung Stuttgart.

BIBERACH - Initiiert wurde die Wave Trophy (World Advanced Vehicle Expedition) vom Schweizer Louis Palmer. Er hat 2007/2008 als erster Mensch die Welt in einem solarbetriebenen Auto (Solartaxi) umrundet.

Wave 2019

Pause müssen und dürfen auch sein. FOTO: HOCHSCHULE BIBERACH 
Pause müssen und dürfen auch sein. FOTO: HOCHSCHULE BIBERACH 
Seine Mission war, der Welt zu zeigen, dass man mit Solarenergie um die Erde fahren kann. Nach seiner Rückkehr verlieh ihm die UNO die Auszeichnung „Champion of the Earth“, dies mit dem Auftrag verbunden, sich weiterhin für die Umwelt und die Sensibilisierung der Bevölkerung einzusetzen. Daraus entstand die E-Mobil-Rallye, die Pioniere und Enthusiasten anzieht. Sie alle teilen ein Ziel: der E-Mobilität zum Durchbruch zu verhelfen.

Weitere Informationen zur Wave gibt es online unter: www.wavetrophy.com

Die Firma Senertec ist eine der Hauptsponsoren der Wave-Ralley. Werner Weiß ist Geschäftsführer des Unternehmens, zuständig für den Bereich Oberschwaben/Allgäu mit Sitz in Bad Waldsee. Michael Mader hat mit ihm gesprochen.

Werner Weiß FOTO: PRIVAT 
Werner Weiß FOTO: PRIVAT 
Dr. Rolf Luchsinger Foto: Christian Clavadetscher
Dr. Rolf Luchsinger Foto: Christian Clavadetscher
Herr Weiß, in welchem Zusammenhang steht ihre Firma konkret mit diesem Rennen?

Wir bauen und vertreiben kleine Blockheizkraftwerke, die in Einfamilienhäuser eingebaut werden können und zwei Funktionen erfüllen. Erstens wird damit das Haus beheizt und zweitens kann man sein E-Auto damit bequem aufladen!

Was ist der Nutzen für den Verbraucher?

Der Fahrer eines E-Autos ist autark von der Stromversorgung, da er den Strom selbst produziert. So wird ein individueller Beitrag zur Verstärkzung der E-Mobilität geleistet.

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Die Anschaffungskosten betragen rund 35000 bis 40000 Euro. Dieser Betrag hat sich spätestens nach 20 Jahre amortisiert.
  

Von Drachen und Drohnen

„Das war die Idee, mit der wir vor acht Jahren gestartet sind. Dass das nicht so einfach geht, haben wir schnell gelernt.

Jahre später ist aus dem Drachen eine Drohne geworden, die die Kräfte des Windes endlich kontrolliert und Strom erzeugt.

Bis zu den schwimmenden Gigawatt Windfarmen auf dem Meer ist es aber noch ein weiter Weg.

Aus der bewegten Geschichte eines Start-ups, das meistens überzeugt ist, dass die Menschheit clever genug ist, die Energiewende hinzukriegen.“

Dr. Rolf Luchsinger, CEO,
TwingTec AG
Dübendorf, Schweiz.