TS Mode eröffnet am 6. September im Erdgeschoss des „Neuen Mohren“

Tobias Strang eröffnet am 6. September sein neues Bekleidungsgeschäft „TS Mode“. FOTO: GEORG KLIEBHAN
Tobias Strang ist umgezogen. 11 Jahre war sein Bekleidungsgeschäft „TS Mode“ in der Donaustraße situiert. „Am Marktplatz 7 sind wir nun präsenter und bringen Leben“, sagt er. Gerne stimmt man ihm zu, denn das neue Geschäft wirkt von außen einladend transparent und macht Lust auf Mode. Am 6. September, ab 9 Uhr ist sozusagen Premiere, gefeiert wird ganz leger bei einem Gläschen Schampus.

„Bei uns gibt es Mode zum Anfassen und Anprobieren und wir beraten gerne und ehrlich“

RIEDLINGEN (kli) - Die „good vibes“ der ehemaligen Traditionsgaststätte und des Hotels Mohren sind noch zu spüren. Tobias Strang, der mit seiner Mutter Renate Strang das Geschäft führt, darf darauf stolz sein, ein derartiges Domizil beleben zu können. Das neue Geschäft bringt viele Vorteile: Einen ebenerdigen, barrierefreien Zugang, einen Damen- und Herrenbereich. Das was vorher auf zwei Gebäude verteilt war findet nun unter einem Dach Platz: Lager- und Büroräume sind integriert. Direktes Parken vor dem Haus, ebenfalls ein Vorteil für die Kundschaft. Eine großzügige Schaufensterfront ermöglicht die Präsentationsfläche, die ein Modehaus benötigt.
            
Vorgemerkt werden sollte zudem der 13. September. Der Modefachmann ist auch Musiker und lädt mit seiner Band „Shokee & Sands“ ab 18.30 Uhr zu einer After Work Party ein. FOTO: DIETMAR DIETRICH
Vorgemerkt werden sollte zudem der 13. September. Der Modefachmann ist auch Musiker und lädt mit seiner Band „Shokee & Sands“ ab 18.30 Uhr zu einer After Work Party ein. FOTO: DIETMAR DIETRICH
„Bei uns gibt es Mode zum Anfassen und Anprobieren und wir beraten gerne und ehrlich“, äußert das Mutter-Sohn-Team. Das sei ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Kauf im Internet. Ihr beachtlicher Kreis an Stammkundschaft schätze dies und freue sich mit ihnen über die neuen Räume am Marktplatz. Für Mode haben beide ein sicheres Händchen. Das was auf den Bügeln hängt und in den Regalen liegt, sieht nicht nach Mainstream aus. Stilvolle, auf einen individuellen Geschmack abgestimmte, modische Kleidung für Damen und Herren, so könnte das Angebot beschrieben werden. Die Highlights der aktuellen Kollektion von Marco Polo über sOliver bis zu Blaumax, einem Newcomer bei Strang, sind viele namhafte Firmen vertreten. Der Ladenraum selbst ist sehr ansprechend gestaltet. Metall und Holzmaterialen korrespondieren, dazu eine „raue“ Steinmauer, antike Elemente und Mobiliar komplettieren den TS Look. Als besonderen Service bietet Strang eine Änderungsschneiderei oder die Möglichkeit, eine Auswahl mit nach Hause zu nehmen. Neu sind dem Trend entsprechend und umweltschonend knallrote Stofftaschen.

Der „neue Mohren“ am Marktplatz wird nun belebt: Wohngruppe Gabriel und TS Moden sind eingezogen

Der „Neue Mohren“ integriert sich hervorragend in das Stadtbild am Marktplatz. FOTO: GEORG KLIEBHAN
Der „Neue Mohren“ integriert sich hervorragend in das Stadtbild am Marktplatz. FOTO: GEORG KLIEBHAN
2015 ersteigerte Architekt Christopher Selg, Geschäftsführer der arche wohna mit früherem Sitz in Riedlingen, jetzt in Biberach, das historische „Mohren-Gebäude“. Der vordere und hintere Bereich in der Kaufhausgasse wurde größtenteils abgerissen und komplett neu errichtet bzw. saniert. Seit kurzem sind die Räume bezugsfertig und zwei Stockwerke werden von der Wohngemeinschaft Gabriel des Heggbacher Wohnverbundes bewohnt. Im Erdgeschoss bezieht TS Moden einen Ladenraum, weitere fünf Wohnungen stehen zur Vermietung bereit.

RIEDLINGEN (kli) - Angemietet wurde das gesamte Gebäude mit 1100 Quadratmetern Fläche von der St. Elisabeth-Stiftung. Die arche wohna freut sich über das gelungene Resultat: „Das Gebäude wird angenommen, es integriert sich hervorragend in das Stadtbild am Marktplatz und bringt frischen Wind“. 2017 wurde mit der Arbeit begonnen, ursprünglich waren Wohnungen und Gewerbeflächen geplant. Als die St. Elisabeth-Stiftung mit ins Boot kam, wurden die Räumlichkeiten neu geplant.
           
In den hellen und freundlich gestalteten Einzelzimmern der Wohngemeinschaft Gabriel wohnen zurzeit 14 Personen. FOTO: GEORG KLIEBHAN
In den hellen und freundlich gestalteten Einzelzimmern der Wohngemeinschaft Gabriel wohnen zurzeit 14 Personen. FOTO: GEORG KLIEBHAN
Zwei große Wohnungen mit Einzelzimmern und weitere Räume mussten auf die individuellen Bedürfnisse der neuen Bewohner mit geistigen und körperlichen Einschränkungen abgestimmt werden. Das verursachte einen Baustopp, im Frühjahr 2019 war der repräsentative, neue „Mohren“ fertig.

Mittlerweile ist die Wohngruppe, die vorher im ehemaligen Postgebäude ihr Domizil hatte, umgezogen und fühlt sich sehr wohl. „Die Barrierefreiheit, ein Aufzug und die zentrale Lage mitten in der Altstadt kommt uns sehr entgegen“, sagt Heilerziehungspflegerin Katrin Klein. Insgesamt leben in den hellen und freundlich gestalteten Wohnungen momentan 14 Personen in Einzelzimmern, zwei Plätze sind noch frei. Vor allem die Lage, um mal kurz zum Bäcker zu gehen oder sich ein Eis zu holen, von den Störchen umgeben zu sein, das sei phänomenal. Und man spare sich den „Aufstieg“ mit den Rollstühlen in die Innenstadt. Die Integration funktioniere sehr angenehm, die Nachbarn begegneten den Bewohnern äußerst freundlich.

Drei Bäder, eine Küche, ein Aufenthaltsraum, ein Balkon und die Loggias mit den Schiebeläden der auf den Marktplatz zeigenden Zimmer ergänzen die beiden deckungsgleichen Wohnungen im zweiten und dritten Obergeschoss. Die Tagesstrukturräume für 14 Plätze im Dachgeschoss sind noch nicht ganz eingerichtet. Dort werden künftig auch zusätzlich einige Gäste in Tagesform untergebracht sein. Personalräume und ein Waschraum sind zusätzlich vorhanden.

Vier Wohnungen in der Größe von 55 bis 70 Quadratmetern mit hochwertiger Ausstattung wie etwa Parkettböden können im ersten Stockwerk angemietet werden, eine Wohnung befindet sich im Dachgeschoss. Die Fassadengestaltung mit den grauen Schiebeläden wird dem Gebäude, bedenkt man, dass dort einmal das Traditionsgasthaus Mohren, Baujahr 1840, stand, sehr ansprechend gerecht.