Goldschmiedin aus Leidenschaft

Das i-Tüpfelchen ist Tamara Sohlers süße Nala. Das Bolonka-Zwetna-Hundefräulein hüpft fröhlich im Geschäft umher und ist ein Hingucker.
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Goldschmiedin Tamara Sohler hat am vergangenen Wochenende „24 carat Goldschmiede Tamara Sohler“ in der Eisenbahnstraße 10 in Ravensburg eröffnet. Hier war zuvor die Goldschmiede Kesenheimer. So gibt es an diesem Standort weiterhin wundervollen Schmuck zu entdecken.
           
VON ROSA LANER  

RAVENSBURG - „Ich freue mich sehr, dass ich den Laden übernehmen konnte“, so Tamara Sohler. Das Geschäft wurde in den letzten Wochen umfassend renoviert und luftig gestaltet. Ein neues Farbkonzept in Weiß-Grau- und Brauntönen, zeitlos und neutral, soll den Schmuck in den Fokus stellen. Es gibt einen erhöhten Beratungsplatz und auch niedere Sitzmöglichkeiten. Die nostalgische Vitrine, die Tamara Sohler übernommen hat, setzt einen schönen Akzent in dem neuen Konzept. „Es ist wirklich wunderschön geworden, ein großes Lob an meine fleißigen Helferchen und die Handwerker“, so die Goldschmiedin.
           
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Goldschmiedin Tamara Sohler im Geschäft und bei der Arbeit in der Werkstatt.
Goldschmiedin Tamara Sohler im Geschäft und bei der Arbeit in der Werkstatt.
Anfertigungen hergestellt in der eigenen Werkstatt

Ihr Schmuck geht ins Rustikale, zum Teil organische Elemente, aufgewertet mit funkelnden Brillianten und ist durchaus zeitlos. Tamara Sohler fertigt individuellen Schmuck auf Wunsch, Umarbeitungen und Reparaturen übernimmt sie. „Aus altem Schmuck werden auch neue Stücke angefertigt, so bleibt der ideelle Wert erhalten“, sagt sie. Und weiter: „Mein Fokus liegt auf der handwerklichen Gestaltung von Schmuckstücken. Ich möchte weitestgehend alles selber in meiner Werkstatt machen. Deswegen bin ich schließlich Goldschmiedin geworden.“ Sie arbeitet mit einem Acetylen-Sauerstoff-Gemisch, der Königin der Flamme. Mit diesem Lötgerät lassen sich besonders schöne Oberflächen gestalten. „Ich schätze viel Freiraum und Möglichkeiten für Experimente. Diese Art zu arbeiten ist der Ursprung des Berufs eines Goldschmieds und der Unterschied zum Juwelier“, erklärt sie. Der Charme des Handwerks soll auf den Schmuckstücken sichtbar werden. „Mein Ausgangsmaterial sind Bleche und Drähte. Um diese zu bearbeiten, bedarf es viel Kraft in den Fingern.“
             
Ein Blick auf den tollen Schmuck und Eindrücke der gelungenen Eröffnungsfeier. FOTOS: ROSA LANER/PRIVAT
Ein Blick auf den tollen Schmuck und Eindrücke der gelungenen Eröffnungsfeier. FOTOS: ROSA LANER/PRIVAT
Dass Helene Kesenheimer jemanden gesucht hat, der ihr Geschäft übernimmt – das kam für Tamara Sohler genau zum richtigen Zeitpunkt. „Ich will mich einfach weiterentwickeln. Dieses Angebot war perfekt für mich. Ich bin so glücklich in meinem Beruf, und nun hier in meinem eigenen Geschäft“, freut sie sich. Geboren ist sie in Lindenberg, ihre dreijährige Ausbildung zur Goldschmiedin hat sie in Neugablonz bei Kaufbeuren absolviert. Danach hat sie sechs Jahre in einer Goldschmiede in Wangen gearbeitet. Zudem hat sie ihren handgefertigten Schmuck auf Messen angeboten, wo dieser toll angenommen wurde. So hat Tamara Sohler nun mit 31 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.
            
„Die Eröffnung am vergangenen Wochenende war super, ein schön gestalteter Abend mit interessierten Gästen, die zum Teil weit angereist sind, um dabei zu sein“, sagt sie. Dankbar ist sie für die Unterstützung ihrer Familie, ihrer Freunde und vor allem ihrer Vorgängerin Helene Kesenheimer, die ihr das Vertrauen schenkte und mit ihrem Rat stets zur Seite stand.