Weddefest in Deppenhausen mit eigens angebautem Gemüse für das "Wedde-Töpfle"

Manfred Spähn an der Wedde. 
Am Sonntag, 25. August, und am Montag, 26. August, steigt in Deppenhausen wieder das beliebte Weddefest. Und in diesem Jahr hat der Wedde-Club eigens Gemüse angebaut, das beim Fest auf die Teller kommt.

DEPPENHAUSEN - „Die Neuauflage unseres Weddefests kam in den vergangenen Jahren sehr gut an. Aber wegen des Kreismusikfests in Kirchen mussten wir 2018 pausieren“, sagt Manfred Spähn, Vorsitzender des Wedde-Clubs in Deppenhausen. Neben der Teilnahme am Umzug in Kirchen und der Unterstützung des Musikvereins bei der Bewirtung der Gäste, so der Vorsitzende, wären die 37 Mitglieder des Wedde-Clubs „nicht in der Lage gewesen auch noch das Weddefest zu stemmen“. Und in diesem Jahr steigt das Traditionsfest in Deppenhausen im August, nicht wie sonst im Juni. „Weil im Juni kein passender Termin gefunden werden konnte“, sagt Manfred Spähn.

Für das diesjährige Weddefest haben sich die Club-Mitglieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen: „Wir haben jede Menge Gemüse auf einer Ackerfläche angebaut und geerntet“, sagt der Vorsitzende. Deshalb wird der Kartoffelsalat aus der eigenen Kartoffelernte gemacht und auf den Salattellern werden Karotten, Rote Beete und Zwiebeln aus dem eigenen Anbau landen. „Wir haben schon immer sehr viel Wert auf regionale Produkte gelegt“, betont Manfred Spähn. So werden auch in diesem Jahr wieder Schweine vom Deppenhauer Schirmer-Hof geschlachtet, um den Besuchern beim Weddefest den beliebten „Schweinebraten von Schirmers Schweinen“ anbieten zu können.
    
Die Mitglieder des Wedde-Clubs freuen sich auf das Weddefest
Die Mitglieder des Wedde-Clubs freuen sich auf das Weddefest
Los geht’s das diesjährige Weddefest am Sonntag, 25. August, um 10.30 Uhr mit dem Frühschoppen, zu dem die Musikkapelle aus Kirchen aufspielen wird. Zum anschließenden Mittagessen betont der Vorsitzende des Wedde-Clubs: „Es ist schon immer Tradition gewesen, dass das Essen beim Weddefest gut und reichhaltig ist“. Für den Hunger zwischendurch werden Rote, Steaks oder Pommes angeboten und am Nachmittag gibt’s Kaffee und selbstgebackene Kuchen. „Zusammensitzen, ein Schwätzle halten und die Dorfgemeinschaft pflegen. Auch das ist gute Tradition beim Weddefest“, so Spähn. Am Montag, 26. August, geht das Weddefest mit dem „gemütlichen Festausklang“ um 18 Uhr weiter. Ab 19 Uhr wird die kleine Besetzung des Musikvereins Dächingen im Feststadel zum Festausklang zu hören sein. Und auf der Speisekarte steht dann, neben anderen Leckereien, wieder das beliebte „Wedde-Töpfle“.

„Wedde“ wird der Feuerlöschteich im Dorf genannt, an dem das Deppenhauser Fest seinen Anfang nahm. Im Jahr 1975 hätten einige Bürger den Teich gereinigt, erinnern sich ältere Deppenhauser, und nach getaner Arbeit habe der Schultes ein Fass Bier spendiert. Das wurde gemeinsam an der Wedde getrunken und weil’s so nett war, wurde „das Festle“ im Folgejahr wiederholt. Das Weddefest war geboren. Schon kurze Zeit später wurde ein Zelt zum Weddefest aufgebaut und im Jahr 1990 wurde der Wedde-Club gegründet.

„Bis heute ist die Wedde feuerwehrtechnisch relevant, wird also im Brandfall der Feuerwehr Löschwasser liefern und muss deshalb erhalten bleiben. Leider ist die Wedde aber in einem sehr desolaten Zustand“, betont Manfred Spähn. Der Beton sei sanierungsbedürftig, es gebe undichte Stellen und der Zaun müsse repariert werden, so der Vorsitzende des Wedde-Clubs. Da im Zuge der Flurneuordnung ein Gewässerplan erstellt worden sei, in dem die Wedde aufgenommen wurde, hoffen die Deppenhauser auf eine baldige Sanierung des Löschteichs. „Die Vorbereitungen zur Ausschreibung der Arbeiten sollen erfolgt sein, so dass wir zum Weddefest 2020 mit einer sanierten Wedde rechnen können. Denn dann wollen wir im Rahmen des Weddefests das 30-jährige Bestehen des Wede-Clubs feiern“, sagt Vorsitzender Manfred Spähn. khb