Allgäu Tag

Auch Brauchtumsvorführungen stehen auf dem Programm.
Am 15. August begeht Isny traditionell den Allgäu Tag. Von 9 bis 18 Uhr lädt ein buntes Programm mit Musik und Tanz dazu ein, die liebenswerte Region und ihre Traditionen zu feiern. Zahlreiche Händler bieten Allgäuer Produkte, traditionelle Handwerkskunst und kulinarische Spezialitäten an. Die Geschäfte der Innenstadt sind durchgehend geöffnet und viele warten mit besonderen Angeboten auf. Die Isnyer Gastronomen bieten Platz zum gemütlichen Beisammensein und bereiten allerlei Spezialitäten zum Genießen zu.

Das Gute aus der Region

ISNY – Zum Allgäu Tag gehört der Regionalmarkt, der all das Gute der Region zusammenbringt und bei dem man mit den Menschen hinter den Produkten ins Gespräch kommen kann. Hier erfahren die Besucher mit allen Sinnen wie gut Regionales schmeckt und wie eine Vermarktung ohne weite Transportwege der Umwelt helfen kann. In diesem Jahr trifft der Regionalmarkt auf den Isnyer Wochenmarkt, der gewöhnlich am Donnerstagvormittag in der Innenstadt aufgebaut ist. Dadurch verändern sich die Standorte der Marktstände. Einige Händler sind nur zu den üblichen Wochenmarktzeiten zwischen 7 und 13 Uhr in der Espantorstraße zu finden. Die Marktsuppe wird dort am üblichen Platz zwischen 11 und 13 Uhr angeboten. Viele andere Wochenmarkthändler beteiligen sich am Regionalmarkt und bauen ihre Stände an diesem Tag auf dem Marktplatz auf und bleiben bis 18 Uhr.

Im Mittelpunkt des Regionalmarktes steht der Käse, typisch für´s Allgäu und weit über die grünen Wiesen hinaus bekannt. Daneben verführen auch die anderen typischen Erzeugnisse zum Stehenbleiben und Probieren: Obst kommt vom nahen Bodensee, das Gemüse frisch vom Feld, daneben duften die Wiesenkräuter. Die Marmelade, der Likör und die frisch gepressten Säfte schmecken so gut, weil sie selbstgemacht sind. Neben den Allgäuer Leckereien locken hübsche Accessoires: Selbstgenähte Trachtentaschen und Hüte aus hochwertigen Stoffen, sowie gestrickte Mützen, Fellclogs und Zirbenkissen. Besucher können auch selbst Hobel und Nadel in die Hand nehmen und von 10 bis 18 Uhr Zirben hobeln und Kissen nähen.
   
Die Allgäu Olympiade macht Spaß. FOTO: BARBARA RAU
Die Allgäu Olympiade macht Spaß.
FOTO: BARBARA RAU
Musik und Tanz gehören genauso zum Allgäu Tag wie gutes Essen und gemütliches Beisammensein. Zwischen 10 und 14 Uhr sorgen Maders Buaba für gute Stimmung. Danach verbreiten von 14 bis 16 Uhr die Alphornbläser aus Maierhöfen die Klänge der Bergwelt mitten in Isny. Urig wird´s mit dem Duo Herbert & Michl von 15 bis 18 Uhr. Auf der Bühne vorm Rathaus finden sich die Dirndl und Lederhosen des Trachtenvereins "Leiblachtaler" aus Heimenkirch ein und bieten von 14 bis 18 Uhr ein zünftiges Programm. Wer von den Trachtentänzern inspiriert wurde, kann sich die langen Haare in geflochtene Kunstwerke binden lassen. Das Zauberflechtwerk ist den ganzen Tag lang vor Ort.

Der Marktplatz verändert sich, das ist offensichtlich. Das offene Dach des Hallgebäudes fällt sofort auf. Was sich dort im Inneren bereits getan hat, erfahren Besucher des Allgäu Tags bei einer Besichtigung des Erdgeschosses. Fotos zeugen von den bisherigen Baumaßnahmen. Am Info-Stand der Stadt berichten Bauamtsleiter Claus Fehr und Andrea Petzold, Sachgebietsleiterin Liegenschaften, außerdem aus erster Hand über das neue Wohnviertel im Mittelösch und den Neubau des Schulzentrums, mit dem in den Sommerferien begonnen werden soll. Anhand von Bauplänen und einem Modell des neuen Schulgeländes kann man sich ein Bild machen und Fragen stellen. Wissenswertes über die Stadt erfahren Besucher außerdem um 16 Uhr bei einer Führung im Wassertor: vom dunklen Gefängnisverließ im untersten Stockwerk bis ganz hoch in die Türmerwohnung mit einem fabelhaften Blick in die Altstadt.
   
Allgäu-Typisches überall. FOTOS: ERNST FESSLER
Allgäu-Typisches überall.
FOTOS: ERNST FESSLER
Wie jedes Jahr gibt es für die kleinen Allgäuer ein besonderes Programm. Bei der Allgäu Olympiade können sie beweisen, ob ein echter Allgäuer in ihnen steckt. Die Kuh will gemolken, die Äpfel gepresst, der Baumstamm gesägt werden. Schmeckt ihr den richtigen Käse und könnt ihr die kniffligen Fragen zum Thema Boden richtig beantworten? Wer mitmacht, gewinnt 150 Isny-Punkte und der Spaß ist inklusive. Brauchtum und Natur.

Der 15. August ist katholischer Feiertag, an dem Mariä Himmelfahrt begangen und der Brauch des Kräuterboschenbindens gepflegt wird. Der Verein Allgäuer Kräuterland e.V. führt an seinem Stand vor, welche Kräuter gesammelt und wie die Boschen gebunden werden. Besucher können fertige Boschen kaufen und erfahren wie der Brauch entstand. Kräutersegnungen finden In Isny am 15. August um 9 Uhr bei der Marktmesse in der Kirche St. Maria und um 19 Uhr in Beuren statt. Welche Heilund Küchenkräuter auch in der Stadt wachsen, davon berichten die kundigen Frauen des Vereins in ihren Führungen um 12 und 15 Uhr. Treffpunkt ist am Marktplatz. Dort starten um 11 und 14 Uhr auch die Führungen zu den Stadtmauerbienen mit dem Isnyer Stadtimker. Im Paul-Fagius-Haus thematisiert der Kurzfilm „Let´s talk about soil“ das Ökosystem Boden und die Probleme, die die konventionelle Landwirtschaft, auch im Allgäu, mit sich bringt.

In ihrer ganz speziellen, aber ausgesprochen freundlichen Weise, zeugen die beiden bunten Bentheimer Schweineferkel, die am Allgäu Tag mit von der Partie sind, von den Vorzügen einer nachhaltigen, vielfältigen und auf regionale Produkte ausgerichteten Landwirtschaft.