Die Digitalisierung im Auto schreitet voran

Präzise Informationen aus der Cloud

Die Digitalisierung hat längst auch das Fahrwerk erreicht. Software ist ein wesentlicher Einflussnehmer auf das Fahrerlebnis und ermöglicht die Vernetzung der einzelnen Subsysteme. Das autonome Fahren und die Vernetzung der Fahrzeuge eröffnen völlig neue Möglichkeiten und verändern die automobile Wertschöpfungskette. Auch Endkunden profitieren von dieser Entwicklung: Neue Apps liefern ihnen Informationen, etwa über den Zustand der Reifen oder die Beladung ihres Fahrzeugs.

Wer bei Chassis und Fahrwerk nur an Hardware wie Lenkung, Bremsen oder Federung denkt, hat die Entwicklung der letzten Jahre nicht aufmerksam genug verfolgt. Für die Automobilhersteller hat diese Entwicklung große Bedeutung, denn das Fahrerlebnis der Kunden hängt ganz entscheidend vom Fahrwerk ab und lässt sich dank der Digitalisierung situationsabhängig vorgeben – beispielsweise über die „Sport“-Einstellung.
   
Die Digitalisierung im Auto schreitet voran Image 2
Auch die Fahrsicherheit profitiert davon, denn dank ihrer Vernetzung können die Subsysteme des Fahrwerks bei technischen Problemen zusammenarbeiten: Ist etwa die Funktion der Lenkung reduziert, kann die Bremse unterstützend eingreifen. Und wenn das Fahrzeug in eine kritische Situation gerät, kann die Fahrwerkssteuerung aktiv auf die effektivste Komponente zugreifen und mithilfe von Lenkung, Bremsen und Federung wieder für Stabilität sorgen.

Völlig neue Perspektiven eröffnet die Vernetzung der Fahrzeuge miteinander. Schon heute kann man beispielsweise Fahrzeugdaten und die Temperaturmesswerte nutzen, um im Winter die Oberflächeneigenschaften der Straße zu bestimmen. In Zukunft könnte man die Daten vieler Fahrzeuge in der Cloud auswerten und so sehr präzise Informationen über den Zustand der vorausliegenden Strecke erhalten – etwa die Position besonders glatter Stellen.

Reifen Wohnhas - Autos & Zubehör
DW Wickfelder

Weil kein menschlicher Fahrer mehr am Steuer sitzt und im Notfall die Kontrolle übernehmen kann, kommt es gerade hier auf absolute Zuverlässigkeit an. Ein autonom fahrendes Fahrzeug muss selbstständig und unter allen Umständen eine Gefahrensituation beherrschen können.

Aber auch die heutigen Fahrzeugbesitzer und Fahrer werden zukünftig stärker von der Digitalisierung des Fahrwerks profitieren. Smartphone-Apps können beispielsweise über die eingebaute Handykamera die Beschriftung der Reifen erkennen und über den Abgleich mit einer Datenbank Informationen über das verwendete Modell liefern (zum Beispiel Testergebnisse). Auch eine Reifendiagnose ist möglich. In diesem Fall erkennt die App mithilfe der Kamera, ob Reifen oder Felgen beschädigt sind. So lassen sich Beulen und Risse sowie das Alter und die Profiltiefe der Reifen erkennen.

Auto Center Benz
Autohaus Ströbele GmbH

Info

Die Digitalisierung im Auto schreitet voran Image 3
SPRIT SPAREN LEICHT GEMACHT: DIE BESTEN TIPPS

1. Tipp: Der Motor sollte regelmäßig gewartet werden, da der Motor nur dann am sparsamsten läuft, wenn alles optimal eingestellt und der technische Stand einwandfrei ist. Dazu gehören auch abgenutzte Zündkerzen und verstopfte Luftfilter. Auch der Einsatz von Leichtlaufölen (0W-30 oder 5W-20) kann sich lohnen.

2. Tipp: Der Reifendruck ist beim Spritsparen sehr wichtig und sollte lieber etwas höher sein. Etwa 0,1-0,3 Bar schaden nicht, dadurch wird der Rollwiderstand geringer und der Spritverbrauch gesenkt. Der Reifendruck sollte nicht höher sein, als bei voller Zuladung empfohlen wird (siehe Gebrauchsanleitung).

3. Tipp: Fahren Sie keinen unnötigen Ballast durch die Gegend, 100 kg weniger Gewicht entsprechen rund einen Liter weniger Verbrauch. Dachträger, Aufbauten und Heckträger sollten nach der Benutzung vom Fahrzeug entfernt werden. Selbst ein unbeladener Heckträger erhöht bei Tempo 100 den Spritverbrauch um 20 Prozent.

4. Tipp: Energie ist nie umsonst, auch der im Auto erzeugte Strom kostet Geldsprich Kraftstoff. Vor allem die komfortsteigernden Zusatzaggregate sind wahre „Stromfresser": Die Sitzheizung erhöht den Verbrauch um bis zu 0,25 l/100 km, eine Klimaanlage schlägt bei falscher Bedienung, sprich bei voller Kühlleistung, gut und gerne mit plus 2,0 l/100 km zu Buche.
    
Die Digitalisierung im Auto schreitet voran Image 4
5. Tipp: Beim Starten des Motors sollten Sie das Gaspedal nicht betätigen und nachdem der Motor läuft, sofort losfahren. Das Warmlaufen lassen kostet unnötig Sprit und schadet der Umwelt, außerdem wird der Motor unter Last schneller warm. Wenn Sie den Motor ab 20 Sekunden Wartezeit abschalten, können Sie unnötigen Verbrauch vermeiden.

6. Tipp: Fahren Sie vorausschauend. Wenn Sie von weitem eine rote Ampel sehen, frühzeitig vom Gas gehen. Nutzen Sie die Bremswirkung Ihres Motors und kuppeln Sie nicht aus, moderne PKWs sind mit einer Schubabschaltung ausgestattet diese unterbricht die Treibstoffzufuhr und Sie verbrauchen so tatsächlich 0,0 Liter Sprit. Beim Auskuppeln läuft der Motor im Leerlauf weiter und verbraucht so ungefähr 1 bis 1,5 Liter pro Stunde.

7. Tipp: Ein moderner Neuwagen alleine nützt nichts, wenn Sie beim Fahren ständig das Gaspedal bis zum Anschlag drücken. Schaltvorgänge kosten Sprit. Schalten Sie frühzeitig in einen höheren Gang, „schwimmen" Sie im Verkehrsstrom mit. Vermeiden Sie hohe Motordrehzahlen. Das Hochschalten in den nächsten Gang empfiehlt sich bei rund 2000 Umdrehungen. Zurückschalten ist erst erforderlich, wenn der Motor beim Gas geben ruckelt. Bei Volllast arbeitet der Motor mit dem besten Wirkungsgrad.

8. Tipp: Was den Kraftstoffverbrauch betrifft, lohnt es sich bereits bei kürzesten Wartezeiten, den Motor abzuschalten. Bei modernen Motoren ist man bereits bei Abschaltzeiten unter zehn Sekunden „im grünen Bereich" und selbst bei älteren Fahrzeugen konnten ab 20 Sekunden Motor-Stopp positive Auswirkungen hinsichtlich Spritverbrauch und Schadstoffausstoß nachgewiesen werden.

9. Tipp: Auf der Autobahn sind 110 km/h allemal sparsamer als 130 oder 150 km/h. Nun haben es selbst Autofahrerinnen und Autofahrer mit einem ausgeprägten Spritspar-Willen bisweilen eilig: Dann sollten sie mindestens 20 Prozent unter der Höchstgeschwindigkeit des eigenen Autos bleiben.