Der Vizemeister aus Saarbrücken kommt zum Start

Das neue Team um Coach Dmitrij Mazunov (rechts). FOTO: BILDWERK89
Hugo Calderano und Co. gehen als die Gejagten in die neue Saison der Tischtennis-Bundesliga. Als Titelverteidiger möchte man auch 2019/20 ein Wörtchen um die Titel mitreden, wenngleich die Konkurrenz so stark und ausgeglichen wie selten zuvor sein dürfte.

OCHSENHAUSEN - Nach dem Double konnte das Team im Kern zusammengehalten werden – einzig Jang Woojin, Back-up der letzten Saison, ist zur Olympiavorbereitung nach Korea zurückgekehrt und wurde durch Vladimir Sidorenko ersetzt.
    
Die Spielstätte in Ehingen. FOTO: NICOLAI SCHAAL 
Die Spielstätte in Ehingen. 
FOTO: NICOLAI SCHAAL 
Simon Gauzy FOTO: NICOLAI SCHAAL
Simon Gauzy FOTO: NICOLAI SCHAAL
Der erst 17-jährige Russe kommt aus dem Liebherr Masters College. Präsident Kristijan Pejinovic hält große Stücke auf Sidorenko: „Vladimir zählt zu den Toptalenten in Europa und stößt aus unserem Liebherr Masters College zur ersten Mannschaft. Das zeigt, dass wir auch im Moment des Erfolgs nicht den Weg verlassen, der uns ausgezeichnet hat. Wir wollen auch weiterhin unsere Stars selbst kreieren und mit ihnen erfolgreich sein.“

Die Mannschaft von Trainer Dmitrij Mazunov erwartet gleich zum ersten Spiel der neuen Saison den Vize-Meister 1. FC Saarbrücken TT und möchte Revanche für das verlorene TTBL-Finale nehmen.

Die Saarländer gelten nach der Verpflichtung des Chinesen Shang Kun als einer der Topfavoriten und sind im Vergleich zum Vorjahr noch stärker einzuschätzen. Patrick Franziska, seit Monaten in bestechender Form, Darko Jorgic und Cristian Pletea komplettieren das Team von Trainer Grujic.
   
Hugo Calderano FOTO: NICOLAI SCHAAL 
Hugo Calderano FOTO: NICOLAI SCHAAL 
Trotz des starken Gegners freut sich Cheftrainer Mazunov auf den Saisonstart: „Es freut mich vor allem, dass wir zu Hause spielen und den Fans in Ehingen, die uns letzte Saison hervorragend unterstützt haben, die Trophäen und die Meistermannschaft präsentieren können. Denn ohne unsere Fans hätten wir dieses Finale in Frankfurt nicht gewonnen.“

Wegen der noch andauernden Sanierungsarbeiten in der Dr.-Hans-Liebherr-Sporthalle in Ochsenhausen werden die TTF Liebherr Ochsenhausen auch in der Saison 2019/20 alle Heimspiele in Ehingen austragen. Für Simon Gauzy kein Grund um Trübsal zu blasen: „Die Sporthalle am Johann-Vanotti-Gymnasium ist eine tolle Halle, die Fans in Ehingen sind auch super und wir werden toll unterstützt – wir freuen uns wieder in Ehingen aufschlagen zu dürfen!“

Ein Schritt nach dem anderen

Trotz der überragenden Vorsaison möchte man die Saisonziele in Ochsenhausen nicht zu hoch hängen. Mannschaften wie Saarbrücken und Düsseldorf haben sich nochmals verstärkt. Mit Bremen, Fulda, Mühlhausen, Bergneustadt und Bad Königshofen kommen weitere Mannschaften hinzu, die die Play-Offs anvisieren können. Dazu kommt mit dem TTC Neu-Ulm ein Liga-Neuling mit viel Potenzial und der Einstellung, wenig verlieren zu können.

Präsident Kristijan Pejinovic nimmt daher den Druck von der Mannschaft: „Die halbe Liga möchte in die Play-Offs und hat auch die Teams dafür. Wir möchten nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen, sondern konzentrieren uns voll auf das Erreichen der Play-Offs sowie den Einzug in das Liebherr Pokal-Finals.

Bevor diese Etappenziele nicht erreicht sind, macht es keinen Sinn, über Titel zu sprechen“, stellt der TTF-Chef schon vor Saisonbeginn klar.