Noch auf der Suche nach einer Lehrstelle?

Wer noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte sich schnell bewerben. FOTO:CB
Bis zum Ausbildungsstart 2019 sind es nur noch wenige Monate. Wer noch keine geeignete Stelle für sich gefunden hat, der hat noch immer die Chance in einigen Branchen eine freie Ausbildungsstelle zu finden. Um Euch im Bewerbungsprozess zu unterstützen und diesen vielleicht sogar zu beschleunigen, geben wir hilfreiche Tipps, worauf ihr beim Verfassen einer Bewerbung sowie beim Vorstellungsgespräch achten solltet.

REGION - Ihr habt die passende Lehrstelle gefunden? Dann heißt es, ran an den Schreibtisch und die Bewerbungsunterlagen vorbereiten. Hierfür gilt zunächst zu klären, in welcher Form die Bewerbung bevorzugt wird. Es gibt noch immer einige Personaler, die die klassische Bewerbungsmappe wünschen, anderen ist es zu viel Papier. Viele legen deshalb schon in der Stellenbeschreibung fest, an wen und in welcher Form sie die Bewerbung wünschen. Große Unternehmen richten zudem Online-Standardformulare für ihre Bewerber ein. Gibt es diese Möglichkeit, sollte, diese auch genutzt werden. Wer aufgrund fehlender Hinweise noch immer unsicher ist, sollte sich vorher telefonisch informieren.
   
Sicher im Vorstellungsgespräch auftreten ist das A & O. FOTO:TXN
Sicher im Vorstellungsgespräch auftreten ist das A & O. FOTO:TXN
Ganz gleich ob per Post oder E-Mail - entscheidend ist bei der Bewerbung das Anschreiben. Bewerber sollten davon absehen, seitenlange Anschreiben zu verfassen. Die Stärke liegt darin, sich in kurzen Sätzen auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wichtig ist, dass sich das Anschreiben konkret auf die ausgeschriebene Stelle bezieht. Standardformulierungen aus Online-Bewerbungsratgebern sollten nicht verwendet werden. Viele Personaler kennen die Texte und vermuten wenig Eigeninitiative, wenn diese lediglich kopiert werden. Ein entscheidendes Dokument ist außerdem der Lebenslauf. Er informiert lückenlos über den beruflichen Werdegang des Bewerbers. Er sollte übersichtlich strukturiert und schnell lesbar sein. Auf Überflüssiges wie etwa Name und Beruf der Eltern kann hier verzichtet werden. Die Angaben zur Schul- und Hochschullaufbahn können sich auf die Dauer der Ausbildung, die erreichten Abschlüsse sowie Abschlussnoten beschränken. Die Informationen werden umgekehrt chronologisch aufgeführt, also beginnend mit der aktuellen Position. In der Auflistung von Praktika ist die Nennung von Arbeitgeber, Abteilung, Dauer und Ort ausreichend. Grundsätzlich ist es nicht sinnvoll, die Angaben zu verfälschen. Eventuelle berufliche Lücken sollten einfach erklärt werden. Wer das Bewerbungsfoto nicht auf das Deckblatt setzen möchte, kann es auch rechts oben im Lebenslauf platzieren. Wichtig: Datieren und Unterschreiben dieses Dokumentes ist Pflicht, um die Richtigkeit zu bestätigen.
   
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Die erste Hürde ist geschafft und Ihr habt mit Eurer Bewerbung überzeugt und wurdet zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, sich etwas detaillierter mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen. Des Weiteren möchten sich die Personalverantwortlichen ein Bild vom Kandidaten im Bewerbungsgespräch machen. Um die Belastbarkeit in ungeplanten Situationen zu testen, werden immer wieder Fragen gestellt, mit denen der Kandidat nicht rechnet: „Was sind Ihre Schwächen?“ oder „Warum sollten wir Sie einstellen?“Bei diesen Fragen geht es nicht darum, den Bewerber abzuschrecken, sondern vielmehr dessen Selbstreflexion, Souveränität und Ehrlichkeit zu testen. Deshalb lohnt es sich im Voraus, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken, sich Gedanken über diese Fragen zu machen, um gelassen darauf reagieren zu können. Denn der Termin ist vorerst die einzige Gelegenheit, einen persönlichen Eindruck zu hinterlassen. Zum Eindruck zählt auch das Auftreten des Bewerbers. Mit gepflegter und seriöser Bekleidung signalisiert er, dass er die Spielregeln und Erwartungen im Berufsleben kennt und bereit ist, sie einzuhalten. Auch später im Arbeitsalltag ist es wichtig, sich an den im Unternehmen geltenden Dresscode zu halten. Wer nichts falsch machen möchte, startet mit Hemd oder Bluse in gedeckten Farben und schlichter Hose oder Rock. Später können dann individuelle Accessoires hinzugefügt und alles zu einem persönlichen Outfit kombiniert werden. Grundsätzlich gilt: Die Kleidung muss sauber, gepflegt und gut gebügelt sein. Wer Strumpfhosen trägt, sollte vorsichthalber Ersatz mitnehmen. Geschlossene und frisch geputzte Schuhe sind die erste Wahl, Frauen tragen lieber nicht zu hohe Absätze. Auch kurze Röcke bzw. kurze Hosen bei Männern sind tabu. Zurückhaltende Farben und klassisch-elegante Schnitte vermitteln einen seriösen Eindruck. txn/vib