Erfrischend und anders

Einfach zu machen und angenehmn süß-säuerlich im Geschmack: Stachelbeerkuchen. FOTO: GRÖNER
Stachelbeeren gehören zu den ewig unterschätzten Früchten des sommerlichen Gartens.

Und ja, es ist ja auch nervig, sie zu ernten (und sich stechen zu lassen, todsicher!) und die kleinen Bärte und Stiele zu entfernen, was keine Freude macht. Die frühen grünen Exemplare sind schon, nun ja, sehr herb, die späten, die bräunlich oder rötlich werden, teils sehr süß. Aber es lohnt sich - das angenehme Spiel von Süße und Säure ist eine feiner Genuss.

Zum Beispiel in diesem Kuchen:

Für eine 26er-Springform: 400 g Stachelbeeren von ihren Bärtchen befreien, waschen, gut abtropfen lassen.

75 g Haselnüsse nach Gusto hacken. In einer großen Schüssel 300 g Mehl, Type 405, mit 180 g kalter Butter, in kleinen Stückchen, 180 g braunem Zucker, 1/2 TL Zimt sowie 1 Prise Salz zu Streuseln vermischen – zuerst mit den Knethaken des Mixers, dann mit den Händen, geht schneller.

Stachelbeeren und Haselnüsse unter die Streusel heben, alles in die gefettete Springform kippen und im auf 200° Ober- und Unterhitze vorgeheizten Ofen für circa 40 Minuten backen.

Jetzt ist Dahlienzeit

Farbenprächtig: Dahlien haben jetzt Saison. FOTO: FLUWEL
Farbenprächtig: Dahlien haben jetzt Saison. FOTO: FLUWEL
Die Blütezeit der Dahlien ist endlich da! Während die besonders frühen Sorten ihre Knospen bereits Anfang Juli geöffnet haben, bringen uns die späten Exemplare von August bis in den November zum Staunen.

Gepflanzt wurden ihre Knollen bereits im Frühling ... jetzt kommt die Zeit der Pflege. Tatsächlich braucht es aber nicht viel, damit uns die Schönheiten monatelang erfreuen. „Dahlien sind äußerst langblühende und anspruchslose Pflanzen", betont Carlos van der Veek, Blumen- und Knollenexperte des Züchters Fluwel.

„Wichtig sind ihnen vor allem zwei Dinge. Erstens: Ausreichend Wasser! Der Boden sollte vor allem bei langanhaltender Trockenheit stets leicht feucht gehalten werden. Staunässe darf dabei allerdings nicht entstehen.

Zweitens: Ein regelmäßiges Abzupfen der verwelkten Blüten! So regt man die Pflanze an, neue Knospen zu bilden: Für jede ausgeblühte Blüte, die man abschneidet, entwickelt die Dahlie in der Regel zwei neue."

Gerade Pompon- und Seerosendahlien beeindrucken mit großen, imposanten Blüten. Stehen diese auf meterhohen Stielen, kann es passieren, dass sie bei Wind oder Regen umknicken. Der Niederländer empfiehlt daher, großblütige und hochwachsende Exemplare mit Pflanzstäben zu stützen. Man kann sie natürlich auch einfach an einen Holzpfahl oder Bambusstock festbinden.

„Die meisten Dahlien machen sich übrigens auch ganz wunderbar in der Vase", erklärt van der Veek. „Am besten wählt man dafür Stiele mit halbgeöffneten Blüten und schneidet diese mit einem scharfen Messer schräg ab. Idealer Zeitpunkt ist der frühe Morgen, denn dann sind die Pflanzen besonders gut mit Wasser versorgt. Bevor man sie in ein frisch gereinigtes Gefäß stellt, sollte man die unteren Blätter vom Stiel entfernen. Wer das Vasenwasser regelmäßig wechselt, hat lange Freude an den Dahlien im Haus."

Mit Tieren in den Urlaub

Auch ein Wellensittich freut sich über eine Erfrischung in der Sommerhitze.
Auch ein Wellensittich freut sich über eine Erfrischung in der Sommerhitze.
Zu einer guten Urlaubsplanung gehört es, sich frühzeitig Gedanken über den Verbleib und die Versorgung der Haustiere zu machen.

Speziell für das Reisen mit Hunden haben unsere Staatlichen Veterinärexperten ein informatives Faltblatt entwickelt, das den Hundehaltern wichtige Informationen bietet“, sagt der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Das Faltblatt ist auf der Homepage des Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamts Aulendorf abzurufen.

Während Hunde Urlaubsreisen überwiegend ganz gut verkraften und ohnehin recht stark auf ihren Halter fixiert wären, sind Katzen eher an ihre gewohnte Umgebung gebunden. Kleinere Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel sollten eher nicht mit in den Urlaub fahren. Fährt ein Tier im Auto mit in den Urlaub, ist für einen sicheren Platz und ausreichend Futter und Wasser zu sorgen. Auch dürften die Tiere bei hohen Temperaturen nie alleine im Auto zurückgelassen werden.

„Bereits im Vorfeld ist zu klären, ob es am Urlaubsort geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für das Tier gibt. Auch gibt es in vielen Ländern mit Blick auf die Tiergesundheit Einreisebeschränkungen für Haustiere. Bei Reisen in andere EU-Mitgliedstaaten oder Drittländer muss ein Hund durch einen Transponder gekennzeichnet sein sowie mindestens eine gültige Tollwutimpfung mit einem entsprechenden Eintrag im EU-Heimtierausweis besitzen“, so der Minister. Für bestimmte Drittländer müsse die Wirksamkeit der Tollwut-Impfung zusätzlich durch den Nachweis eines ausreichenden Antikörpertiters mittels Blutuntersuchung bestätigt werden.

„Immer wieder kommt es vor, dass Reisende aus Mitleid oder finanziellen Überlegungen heraus einen Hund, eine Katze oder auch andere angebotene Tiere aus dem Ausland mitbringen. Häufig entstehen hier unüberschaubare Folgekosten, da insbesondere kostengünstig angebotene Welpen oft unter tierschutzwidrigen Haltungsbedingungen gezüchtet werden und häufig fehlernährt, krank oder verhaltensgestört sind“, sagte Minister Hauk. Teure Tierarztbehandlungen könnten die Folge sein. „Wer wirklich helfen möchte, darf solche dubiosen Geschäftspraktiken auf Kosten der Tiere nicht unterstützen. In den Tierheimen in Baden-Württemberg warten genügend Tiere auf Vermittlung in gute Hände“, so Hauk.

Sehr kritisch seien auch sogenannte Flugpatenschaften zu sehen: Tiere, die verbotenerweise im privaten Reiseverkehr als eigene Tiere mit der Absicht der späteren Abgabe mitgeführt werden, unterliegen strengeren tierseuchenrechtlichen Einreisebestimmungen. Die Umgehung der Vorschriften durch Tarnung der Transporte als privater Reiseverkehr ist illegal. Werden die Tiere nicht den vorgeschriebenen tiergesundheitsrechtlichen Anforderungen entsprechen, können auf den Flugpaten hohe Kosten für den Rücktransport des Tieres in sein Herkunftsland oder die Unterbringung in einer Quarantäneeinrichtung zukommen.

Vorsicht beim Baden in unbekannten Gewässern

Beim Bad in unbekannten Gewässern sollte man vorsichtig sein - vor allem bei Kopfsprüngen, wenn man nicht weiß, wie tief der See ist. FOTO: STROBEL
Beim Bad in unbekannten Gewässern sollte man vorsichtig sein - vor allem bei Kopfsprüngen, wenn man nicht weiß, wie tief der See ist. FOTO: STROBEL
Wenn an besonders heißen Tagen die Freibäder wieder aus allen Nähten platzen, zieht es viele Menschen an einen der zahlreichen Badeseen. Allerdings birgt der Sprung ins kühle Nass gerade bei natürlichen Gewässern einige Gefahren. Worauf Badegäste an einem Tag am See achten sollten, weiß Stefanie Thon, Unfallexpertin der Ideal-Versicherung.

Wer Abkühlung in einem Badesee sucht, sollte wissen: Das Baden in natürlichen Gewässern hat auch seine Tücken. Oft sind die Uferbereiche stark bewachsen und sumpfig – Badegäste können sich verfangen oder einsinken. „Wer merkt, dass er langsam einsinkt, sollte nicht in Panik ausbrechen, da hierdurch das Verletzungsrisiko steigen kann“, so Stefanie Thon. Zusätzlich fallen manche Ufer steil ab. Allgemein variiert die Wassertiefe in vielen Badeseen sehr stark. Neben flachen Stellen, an denen man noch stehen kann, ist ein starkes Gefälle keine Seltenheit. Im See selbst befinden sich häufig Wasserpflanzen, die bis knapp zur Wasseroberfläche reichen, in denen sich Badegäste verheddern können. Um Unfälle zu vermeiden, sollten sie daher bei natürlichen Gewässern vorsichtig sein und selbst geübte Schwimmer sich nicht zu weit raus wagen.

Darauf sollten Badegäste achten:

· Grundsätzlich nur in beaufsichtigten Gewässern baden.
· Niemals in unbekannte Gewässer springen, ohne vorher zu prüfen, wie tief das Wasser ist.
· Seen sind unter der Oberfläche oft kühler als vermutet, was zu Muskelkrämpfen oder Unterkühlungen führen kann. Durch den Temperaturabfall schwindet auch die Kondition schneller.
· Wenn vorhanden: Festgelegte Badezonen einhalten.
· Vor dem Gang ins Wasser abkühlen.
· Stellen mit Schiffs- und Bootsverkehr meiden.
· Bei Gewitter das Wasser sofort verlassen.
· Stark bewachsene und schlammige Uferbereiche besser umgehen.

„Um sich aus den Fängen von Wasserpflanzen zu befreien, helfen meist kräftige Schwimmbewegungen mit den Armen“, so Stefanie Thon. Geraten Badende in eine Strömung, hilft es meist nicht, dagegen anzuschwimmen, da dies schnell zur Ermüdung führt. Besser mit dem Sog bewegen, auch wenn das den weiteren Weg zum Ufer bedeutet. Familien mit Kindern sollten ihren Nachwuchs niemals unbeaufsichtigt baden gehen lassen und vor allem bei kleineren Kindern immer in Reichweite bleiben. Sobald die Kleinen anfangen zu frieren, sollten sie den See verlassen.

Fest am See

Musiksynchrones Höhenfeuerwerk, südliches Flair, Sommerfeeling direkt am Bodensee: Am 10. August ist es so weit – in Konstanz findet wieder das Seenachtfes statt. Mit dem spektakulären, grenzüberschreitenden Feuerwerk (D/CH) und einem umfassenden Rahmenprogramm sowie hunderten Schiffen auf dem See bietet es faszinierendes Entertainment auf dem Wasser, in der Luft und im Hafenareal. Der Nachthimmel über Konstanz (D) und Kreuzlingen (CH) verwandelt sich dank der pyrotechnischen Show in ein farbenfrohes Lichtermeer. Auf das legendäre Sommer-Highlight einstimmen können sich Einheimische wie Gäste bereits beim Stadtgartenfest vom 7. bis zum 9. August, jeweils ab 17 Uhr. Weitere Infos zu Tickets und Programm auf www.konstanz-seenachtfest.de und www.konstanz-info.com/stadtgarten-undseenachtfest.

Abenteuer Höhle 

Höhlen üben eine ganz eigene Anziehungskraft aus. FOTO: RATHAY
Höhlen üben eine ganz eigene Anziehungskraft aus. FOTO: RATHAY
Der letzte Augustsonntag steht im Donaubergland zwischen Geisingen und Inzigkofen wieder ganz im Zeichen der zahlreichen Höhlen.

KREIS TUTTLINGEN - Am Sonntag, 25. August, lädt das Donaubergland mit einer Reihe von Partnern zum 5. Höhlentag in der Region ein. Beim gemeinsamen Aktionstag von Donaubergland GmbH, Landkreis Tuttlingen, Geopark Schwäbische Alb, Naturpark Obere Donau und verschiedenen Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins sowie der Bergwacht Sigmaringen als Höhlen-verantwortlichen können Besucher bei speziellen Aktionen und Führungen die Faszination der Höhlen erleben. Dabei gibt es auch Einblicke in Höhlen, die sonst nie oder nur selten zugänglich sind.

Der Auftakt erfolgt um 11 Uhr bei der Kolbinger Höhle. Dort gibt es den ganzen Tag über musikalische Vorführungen des Künstlers Martin Nägele unter dem Titel „Klänge aus der Unterwelt“ im Rahmen von Führungen. Ebenso gibt es Führungen durch die Mühlheimer Felsenhöhle, zur Maurushöhle oberhalb von Beuron, zur Ruine Granegg und zur Beilsteinhöhle zwischen Bubsheim und Egesheim sowie zur Burgruine und -höhle Dietfurt. Geführte Wanderungen an der Donauversickerung und zu besonderen Höhlen rund um Schloss Bronnen und zum „Jägerhaus" im Donautal runden das Programm ab.

www.donaubergland.de