Terrasse mit Gipfelkreuz am Westallgäu-Klinikum

Die Dachterrasse ist gut 100 Quadratmeter groß und zeichnet sich durch ihr 3-Zimmer-System aus: Einem Ess-, einem Wohnbereich und einem Schlafzimmer. Fotos: nic
Nach einem dreiviertel Jahr Bauzeit ist die Anlage einer Dachterrasse am Westallgäu-Klinikum abgeschlossen. Es ist die vorerst letzte Sanierungsmaßnahme in den Patienten zugänglichen Bereichen. Die investierten Kosten der Eigenbetrieb IKP des Landkreises werden mit 400 000 Euro für für die gesamte Anlage auf dem Dach beziffert. Dazu zählen die Statik, Blitzschutz, Abläufe und Entwässerung, Grünanlage sowie Fluchtwege.
    
Terrasse mit Gipfelkreuz Image 1
Terrasse mit Gipfelkreuz Image 2
WANGEN (red) - Im Zuge des 2017 fertiggestellten Umbaus des vierten Stocks in eine neue Pflegestation, Innere und interdisziplinäre Privatpatienten, war ein neues Brandschutzkonzept erforderlich geworden. Dazu wurde die bereits bestehende Dachterrasse des Krankenhauses genutzt und entsprechend saniert. „Also wurde aus der Not eine Tugend gemacht“, erklärt Stefan Stüber vom Planungsbüro Freiraumsüd. Die Dachterrasse sollte wieder für Patienten, Besucher und Mitarbeiter frei zugängig gemachen werden. Ziel war es, ein Konzept mit regionalem Bezug und hohem Wiedererkennungswert zu schaffen.

Weber Boneberg Meroth
freiraumsüd

Die so auf der Dachterrasse neu entstandene Konstruktion wirkt wie ein pavillonartiges Haus, bestehend aus einem Ess-, einem Wohnbereich und einem Schlafzimmer. Die unterschiedlichen Räume auf der gut 100 Quadratmeter großen Terrasse, also die „Zimmer“, können je nach körperlicher Verfassung von den Patienten und ihren Besucher genutzt werden. Ein Mittagsschlaf ist genauso möglich wie ein Aufenthalt mit Besuch oder ein kleiner Rundgang an der frischen Luft.
   
Auch das Team des 4. Obergeschosses genießt die Aussicht vor dem Gipfelkreuz des Hochgrats auf der neuen Dachterrasse, im Bild (von links): Shilpa George (FSJ), Eva Rathmann (FSJ), Xenia Lanz (Praktikantin), Birgit Förg (Stationssekretärin), sowie Mario Franzreb und Nicole Christberger (Pflegekräfte).
Auch das Team des 4. Obergeschosses genießt die Aussicht vor dem Gipfelkreuz des Hochgrats auf der neuen Dachterrasse, im Bild (von links): Shilpa George (FSJ), Eva Rathmann (FSJ), Xenia Lanz (Praktikantin), Birgit Förg (Stationssekretärin), sowie Mario Franzreb und Nicole Christberger (Pflegekräfte).
Im Laufe des Planungsprozesses kam eine weitere Aufgabe hinzu: die Integration von Kunst am Bau. In Zusammenarbeit mit dem Fotokünstler Stefan Eigner aus Ulm wurde ein Konzept entwickelt, das in Bildern eine Wanderung zum Hochgratgipfel darstellt. Prägnante Punkte werden auf dem Weg, beginnend im Krankenhaus selber, durch die Station im 4. OG passiert und gipfeln auf der Dachterrasse, von der aus man die Nagelfluhkette sehen kann. So ist eine dauerhafte Kunstausstellung entstanden. Neben seiner Silhouette sind die alte Gondelbahn und das Gipfelkreuz die bekanntesten Wahrzeichen des Hochgrats. Durch die Technik der digitalen Mehrfachbelichtung und die Bildverschiebungen soll der Betrachter zum genaueren hinschauen animiert werden, um immer wieder neue interessante Bildbereiche zu entdecken.