Kunstmuseum Heidenheim präsentiert Ausstellung „Unterwasserwelt – Tauchfahrt im Museum“

Die Unterwasserwelt lässt sich auch aus einem U-Boot erkunden. FOTOS: KUNSTMUSEUM HEIDENHEIM/COLOURBOX
Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens präsentiert das Kunstmuseum Heidenheim in seinem großen Ausstellungssaal, einer ehemaligen Schwimmhalle, die Ausstellung „Unterwasserwelt – Tauchfahrt im Museum“.

HEIDENHEIM - Dabei handelt es sich um eine begehbare Landschaftsinstallation, die von Kindern, Jugendlichen und Azubis in Zusammenarbeit mit Künstlern gestaltet wurde. Die Unterwasserwelt umfasst einen Vulkan, Höhlen, Korallenriffe, Schiffswracks, Fischschwärme, Kraken und weiteres Meeresgetier. Außerdem gibt es ein U-Boot, in dem die Besucher vom Meeresboden bis zur Wasseroberfläche schweben können. Auf dem Wasser schwimmen Schiffe und es gibt einen Hafen, der ebenfalls begehbar ist. Darüber hinaus erwarten die Besucher viele weitere Überraschungen, denn in dem partizipativen Projekt stecken der Ideenreichtum und die Kreativität von mehr als 200 Menschen unterschiedlichen Alters und vielfältigster Fähigkeiten. Die Ausstellung beginnt am Samstag, 3. August, Eröffnung ist am 2. August. red

Öffnungszeiten

Montag geschlossen
Dienstag bis Sonntag, feiertags: 11 bis 17 Uhr
Mittwoch: 13 bis 19 Uhr

Zeitreise mit vielen Überraschungen

Das Museum in Maihingen gibt Auskunft darüber, wie die Menschen früher gelebt haben. FOTO: MUSEUM KULTURLAND RIES 
Das Museum in Maihingen gibt Auskunft darüber, wie die Menschen früher gelebt haben. FOTO: MUSEUM KULTURLAND RIES 
Wie haben die Menschen in Nordschwaben gelebt? Wie haben sie ihre Nahrung haltbar gemacht? Wohin wandten sie sich bei Zahnschmerzen? Wie hielten sie ihre Wohnungen sauber? Eingebettet in eine idyllische Klosteranlage gibt das Museum KulturLand Ries in Maihingen (Landkreis Donau-Ries) mit modern gestalteten Ausstellungen spannende Einblicke in die Alltagswelt früherer Zeiten.

MAIHINGEN - Die über 2200 Quadratmeter in zwei Gebäuden sind auch für Rollstuhlfahrer weitgehend barrierefrei zugänglich. Ein vergnüglicher Streifzug führt durch 300 Jahre Alltagskultur. Im Mittelpunkt stehen die Themen Kleidung und Tracht, Warenwelt und Werbung, Gesundheitspflege, Möbel und Hausrat bis zu Kindheit und Schule. Auf vier Stockwerken treffen die Besucher auf Bekanntes und Unbekanntes, erinnern sich an Dinge, die Oma oder Papa in Gebrauch hatten, staunen über bisweilen fast Exotisches. Schröpfköpfe und Kinderwägen sind ebenso zu finden wie Staubsauger oder eine Gemeinschaftsgefrieranlage. In den eingerichteten Läden, Friseursalons und Arztpraxen könnte man glauben, die Zeit sei stehen geblieben. Kinder folgen der Gans Marie auf einem eigenen Pfad zu ausgewählten Dingen und kindgerechten Erklärungen. In der Schulstube erklärt im Film ein kleines Mädchen das Rechnen am Abakus, bei den Radios und Plattenspielern wartet unter anderem Heintjes „Mama“. Den Umbruch in der Rieser Landwirtschaft von 1800 bis 1950 beleuchtet eine weitere abwechslungsreiche Ausstellung. Sie spannt einen Bogen von der mühevollen Handarbeit bis zur Vollmechanisierung. Auf dem Museumsfeld wachsen Flachs, Emmer und Einkorn.

Bis 27. Oktober lockt zusätzlich die Ausstellung „Utopie Landwirtschaft“ ins Museum. Sie skizziert Erfolgs- und Irrwege der Landwirtschaft in den vergangenen 200 Jahren. Mittels Bildern, Schautafeln, Modellen, alten Gerätschaften oder Filmen werden nicht nur gesellschaftliche und soziale Utopien vermittelt, sondern auch gewagte technische Entwürfe vorgestellt, wie die Nutzung der Atomenergie zur Hühnerzucht. Wie eine Getreideernte in der Zeit vor dem Mähdrescher vor sich ging, kann man beim Schnitterfest am 4. August hautnah erleben. Und beim Kartoffelfest am 25. August dreht sich ein buntes Program um die „Ärbira“. red

Öffnungszeiten

15. Juni bis 15. September: 10 bis 17 Uhr
17. September bis 10. November: 13 bis 17 Uhr
30. November bis 2. Februar 2020: 13 bis 17 Uhr

Spaß bei der Bahnhofshocketse

Mit der Härtsfeld-Museumsbahn fährt man durch pittoreske Landschaften. FOTO: ARCHIV 
Mit der Härtsfeld-Museumsbahn fährt man durch pittoreske Landschaften. FOTO: ARCHIV 
Die Härtsfeld-Museumsbahn betreibt eine wieder aufgebaute Teilstrecke der ehemaligen Härtsfeldbahn Aalen – Neresheim – Dillingen mit einigen erhaltenen, liebevoll restaurierten Fahrzeugen.

NERESHEIM - Von Neresheim geht es das Egautal hinab bis zum Bahnhof Sägmühle. Der Weiterbau des Gleises bis zum Härtsfeldsee ist fast fertig und kann auf einer Wanderung vom Bahnhof Sägmühle dorthin besichtigt werden. Auch für viele andere Wanderziele oder zur Besichtigung der berühmten Abtei Neresheim bietet sich ein Ausflug zur Härtsfeld-Museumsbahn als Ausgangspunkt an. Und gefeiert wird auch: Am 11. und 12. August findet wieder die Neresheimer Bahnhofshocketse statt, das zentrale, große Sommerfest der Museumsbahn mit Oldtimern auf Schiene und Straße. Highlight dieses Jahr ist das 25-jährige Jubiläum der Dampflok WN 12 als Museumslok. Sie hat noch keinen einzigen Einsatztag versäumt. Das ist bei der alten Technik, für die es keine Ersatzteile gibt, eine tolle Leistung der Maschinenmannschaft. Das wird mit Blumenschmuck und Anekdoten um die Rettung vor dem Schneidbrenner vor 50 Jahren gewürdigt. Die gummibereifte Konkurrenz vom Topolino über den 356er Porsche bis zum Lanz Traktor bevölkert das Bahnhofsgelände – da gibt es viel zu sehen. Für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt, der Lokschuppen ist für die Bewirtung aufgestellt und die Schienenfahrzeuge stehen alle draußen. Für die Kinder ist eine Miniaturdampfbahn zum Mitfahren in Betrieb.

Der große Fahrbetrieb auf Meterspur findet nach Sonderfahrplan mit stündlichen Zugfahrten, abwechselnd mit dem Triebwagen- und dem Dampfzug statt. Zusätzlich gibt es Oldtimer-Omnibus-Rundfahrten in die nähere Umgebung. An den anderen Fahrtagen gilt der Regelfahrplan, sechs Zugpaare zwischen 10 und 18 Uhr, der erste und letzte Zug als Triebwagenzug, viermal fährt der Dampfzug. Am Tag des offenen Denkmals am 8. September kann man stilecht mit der Museumsbahn und im Anschluss mit Oldtimerbussen zum Bahnhof Dischingen fahren: Dort ist die Zeit 1972 stehen geblieben, das denkmalgeschützte Gebäude kann besichtigt werden, und eine große Modellbahnanlage zeigt Härtsfeldbahnfahrzeuge längst vergangener Zeiten. red