Alles muss raus!

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Saisonale Schlussverkäufe haben in Deutschland viel Tradition. Um neuen Platz in den Warenlagern zu schaffen, werden jeweils am Ende einer Jahreszeit in sogenannten Schlussverkäufen die Waren verkauft, die aus der auslaufenden Saison noch vorhanden sind.

REGION (sf) - Da diese Produkte zu sehr attraktiven Preisen angeboten werden, sind die Schlussverkäufe bei den Verbrauchern sehr beliebt. Über viele Jahrzehnte waren die Zeiten für den Winterschlussverkauf und den Sommerschlussverkauf gesetzlich geregelt. Alle Geschäfte mussten sich an die Daten halten, die von der Regierung vorgegeben wurden.

Der Schlussverkauf dauerte dann knapp 14 Tage. 2004 wurde die gesetzliche Regulierung der Schlussverkäufe in Deutschland endgültig aufgehoben. Seitdem können die Händler zu jeder beliebigen Zeit Schlussverkäufe durchführen und Produkte zu reduzierten Preisen anbieten.

Da viele Kunden jedoch an die alten Zeiträume gewöhnt sind, werden diese auch heute noch von vielen Händlern eingehalten. Hinzu kommt, dass diese Zeiträume auch logistisch für die Händler von Vorteil sind.

Aktuell gibt es schon zahlreiche Reduzierungsaktionen – inzwischen meist als „Sale“ gekennzeichnet. Seinen Höhepunkt findet das Saisonende aber erst mit dem bundesweiten Start in den Sommerschlussverkauf am Montag, 29. Juli.

Im Schlussverkauf sind Reduzierungen von mehr als 50 Prozent zu erwarten. Der Sommerschlussverkauf stellt damit den ultimativen End- und Höhepunkt der Reduzierungsphase dar.

Dann werden die angebotenen Artikel meist noch einmal im Preis herabgesetzt, damit die Bestände endgültig geräumt werden können. Es wird echte Sommerware reduziert, während zu Beginn der Sale-Phase ab Anfang Juni der Schwerpunkt meist noch auf Frühjahrs- beziehungsweise Übergangsartikeln lag. Die Lagerräumung muss erfolgen, da die Herbstware bereits in die Geschäfte drängt.

Intersport Butsch

Modetrends im Herbst

Animal Print

Ein Ende ist nicht in Sicht! Die coolen Animal Prints haben den Tiger in uns geweckt. Besonders angesagt sind derzeit Python-Prints bei Jacken und Schuhen - Fake Animal, versteht sich da aber wohl von selbst...

Federn

Hallo Bibo! Was die neue Mode und der überdimensionale Kanarienvogel aus der „Sesamstraße" gemeinsam haben? Jede Menge Federn. Glücklicherweise zeigten die wenigsten Designer echte Feder-Outfits auf dem Laufsteg, sondern beschränkten sich auf entsprechend verarbeitete Looks aus Wolle, Denim oder Taft.

Karos

Trends kommen. Trends gehen. Karos bleiben. Immer. Der Evergreen unter den Modetrends. Ob als Glencheck-, Tartan-, Argyle-, Schachbrett- oder Hahnentritt-Variante, zweifarbig oder kunterbunt, Mantel, Kleid oder Hose – quadratische Muster zeigen sich im Herbst und Winter 2019 vielfältig wie nie und werden auch untereinander kombiniert.

Leder

Ob echt oder als vegane Alternative: Leder ist im Herbst und Winter populär wie lange nicht. Besonders häufig waren auf den Laufstegen von New York bis Paris schwarze Lederoutfits und Mäntel im „Matrix"-Stil zu sehen, aber auch buntes Leder (vor allem Jacken und Mäntel) und Patchwork-Varianten zeigten viele namhafte Designer in ihren Kollektionen.

Schicke Schultern

Die weibliche Schulter: Die großen Modehäuser haben ein neues Objekt der Begierde gefunden und versuchen alles, es in den Fokus zu rücken. Während der Fashion Week sah man so jede Menge 80er-Jahre-„Power Dressing"-Blazer mit Schulterpolstern, Blusen mit Volants, Rüschen oder Cut-outs und Oberteile mit Puff- und Keulenärmeln, die den Blick ebenfalls auf die entsprechenden Körperstellen lenkten.

Drama Baby!

Vom kuscheligen Strick-Umhang zur Animal-Print-Variante bis zum kurzen Modell aus Spitze: Capes und Ponchos sind im Herbst/Winter 2019/2020 „die“ Alternative zum herkömmlichen Wintermantel und so schön exzentrisch.

Stepp

Stepp ist zurück – und verdrängt in Form von Steppjacken und -mänteln herkömmliche Daunenjacken vom Fashion-Thron. Allerdings macht der wattierte und gequiltete Stoff nicht bei der Oberbekleidung Halt, sondern ist auch an einer Reihe weitere Kleidungsstücke zu finden – Hosen, Oberteile und sogar Abendkleider.

Pelz

Echter Pelz hat mittlerweile (zum Glück) so gut wie ausgedient. Vor allem in der Leo-, Tiger-, Schlangen- und Zebra-Variante sind die tierischen Muster im Herbst/Winter 2019 überall zu finden – in der klassischen Original-Farbkombi oder in kunterbunten Regenbogenfarben.

Und sonst so...

...Patchwork, Hosenanzüge und dicke Strickpullis.