„Zukunft_Gesundheit_Digital“-Festival in Tuttlingen

Diagnose mit digitaler Hilfe: In der Medizintechnik ändert sich derzeit viel.
Die Landesregierung hat die Digitalisierung zu einem Schwerpunkt der Regierungsarbeit gemacht. Einmal im Jahr will sie ein Schlaglicht auf ein Zukunftsthema in diesem Bereich werfen. Dieses Jahr lädt sie zum 2. digital@bw Festival „Zukunft_Gesundheit_Digital“ am Freitag, 19. Juli, in Tuttlingen ein.

TUTTLINGEN (pm) - Nach dem Auftakt zur Digitalen Bildung in Heidelberg beim ersten digital@ bw Festival im vergangenen Jahr wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesmal einen Blick auf digitale Anwendungen im Gesundheitsbereich werfen. Rund 500 Gäste haben sich angemeldet, alle Plätze sind damit vergeben. Zentraler Veranstaltungsort ist das Aesculap-Werk.

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung. Dazu hat sie eine Investitionsoffensive gestartet: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislatur in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt.
  
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne Bündnis 90). 
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne Bündnis 90). 
Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste, landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt, die in Teamarbeit von allen Ministerien erstellt wurde. In den kommenden zwei Jahren werden dazu über 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von über 300 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des Digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche: Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit oder Datenschutz.

Mit www.digital-bw.de hat die Landesregierung auch ein neues Schaufenster der Digitalisierung an den Start gebracht. Es ist das zentrale Online-Portal rund um alle Digitalisierungsthemen und -maßnahmen im Land. Seit Juni steht das Portal auch im Zentrum der Informationskampagne „Alles beim Neuen“ der Landesregierung.

Einmal jährlich veranstaltet die Landesregierung Baden-Württemberg das digital@bw Festival, das sich einem Schwerpunktthema der Digitalisierungsstrategie widmet. Nachdem 2018 in der Universitätsstadt Heidelberg die Digitale Bildung im Fokus des digital@bw Festivals stand, geht es in diesem Jahr um „Zukunft_Gesundheit_Digital“ und nach Tuttlingen.
  
Innenminister Thomas Strobl (CDU)). FOTOS: IM, ARCHIV 
Innenminister Thomas Strobl (CDU)). FOTOS: IM, ARCHIV 
Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche – im wahrsten Sinne des Wortes. Mittlerweile sind Fitnessarmbänder und Smartphone-Apps zum allgegenwärtigen Begleiter des eigenen Gesundheitsmanagements geworden. Doch das ist erst der Anfang. Digitalisierung eröffnet bislang ungeahnte Chancen der Versorgung, Vernetzung und Vorbeugung. Was heute schon möglich ist und für morgen erdacht wird, erleben die Bürgerinnen und Bürger am 19. Juli 2019 in Tuttlingen bei dem zweiten digital@bw Festival der Landesregierung zum Schwerpunktthema digitale Gesundheitsanwendungen hautnah.

Der Veranstaltungsort ist mit Bedacht gewählt worden: Tuttlingen gilt mit rund 400 Unternehmen und 12.000 Arbeitsplätzen als das „Weltzentrum der Medizintechnik“. Seit mehr als 150 Jahren werden hier qualitativ hochwertige, innovative Medizinprodukte hergestellt, vornehmlich chirurgische Instrumente, Implantate und optische Geräte. Handwerk hat hier ihr ebenso Tradition wie die Offenheit für neue Technologien und Verfahren – die „Zukunft_Gesundheit_ Digital“ wird in Tuttlingen bereits gelebt. Nicht zufällig ist Tuttlingen deshalb auch seit 2018 Pilotregion des landesweiten Modellprojektes „docdirekt“, das eine kostenfreie Diagnose vom Online-Arzt ermöglicht.
  

Veranstalter

Landesregierung Baden-Württemberg:
- Staatsministerium
- Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration
- Ministerium der Justiz und für Europa
- Ministerium für Kultur, Jugend und Sport
- Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
- Ministerium für Soziales und Integration
- Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau
- Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
- mit freundlicher Unterstützung des Landkreises und der Stadt Tuttlingen

In Echtzeit

Technologieführer: das Werk von Henke-Sass, Wolf in Tuttlingen. FOTO:HSW 
Technologieführer: das Werk von Henke-Sass, Wolf in Tuttlingen. FOTO:HSW 
Innovative, nützliche und zukunftsfähige technische Lösungen, haben Henke-Sass, Wolf zu einem weltweit erfolgreichen Unternehmen gemacht. Bei der Forschung, Entwicklung und Produktion in den Bereichen medizinische Endoskopie und Veterinärmedizin gehört Henke-Sass, Wolf zu den Technologieführern.

TUTTLINGEN - Durchdachtes Design, einfache Handhabung und legendäre Haltbarkeit sind Attribute, die deren Produkte auszeichnen. Zahlreiche Patente, Markenzeichen und Gebrauchsmuster, die Henke-Sass, Wolf hält, beweisen die Innovationskraft des Unternehmens. Jahr um Jahr wird signifikant in Forschung, Entwicklung und Produktion investiert.

Die Schlagworte Digitalisierung und Vernetzung durchdringen inzwischen auch den Gesundheitsbereich in einem rasanten Tempo und nehmen im Unternehmen schon seit längerer Zeit eine große, bedeutsame Rolle ein, denn digitale Daten werden in der Zukunft der Schlüssel zum Erfolg sein. Die Digitalisierung eröffnet vielfältige Möglichkeiten in der Prozessoptimierung.

Dies betrifft zum einen Kunden- und Produktdaten, aber auch Daten innerhalb eines Fertigungsprozesses. Viele dieser Prozesse werden teilweise noch in einzelnen, aufwendigen und nicht verbundenen Systemen ausgeführt - ein sehr hoher Mehraufwand. Mit der Digitalisierung können z.B. Produktionsprozesse in der Zukunft besser gesteuert und effektiver gemacht werden.

Beim Festival von „digital@bw“ kann man „Zukunft_Gesundheit_Digital“ hautnah erleben. Henke-Sass, Wolf lädt die Besucher ein, sich vom Zugriff zur digitalen Echtzeit-Überwachung in der Fertigung ihres Unternehmens begeistern zu lassen. Außerdem kann in die digitale Entstehung eines medizintechnischen Bauteils von der Idee bis zum Digitaldruck eingetaucht werden. Die Digitalisierung im Bereich der Endoskopie zeichnet sich durch High-Definition, ULTRA-HD und sogar dreidimensionale Bildwiedergabe aus.

Interessierte können unter anderem die dreidimensionale Darstellung einer Stimmbandanalyse und deren digitale Auswertung erleben. Bei einer Stimmbandanalyse werden das Schwingungsverhalten der beiden Stimmbänder im Kehlkopf untersucht und damit funktionelle Stimmstörungen erkannt und genauer unterschieden.

Bereits während der Aufnahme des Stimmsignals bei der Untersuchung können unterschiedliche Parameter in Echtzeit dargestellt werden. Werte, Parameter und Diagramme können zusammen in einem Bild gezeigt oder in unterschiedlichen Kombinationen gegenübergestellt werden. Die gewonnenen Daten lassen sich anwenderfreundlich in der vom Unternehmen entwickelten digitalen Patientenakte verwalten. Die Nutzung computergestützter Messverfahren für die objektive und reproduzierbare Beurteilung der Qualität und Leistungsfähigkeit der menschlichen Stimme gehört in HNOärztlichen und logopädischen Praxen zur täglichen Routine.

Kretschmann eröffnet Digital-Konferenz

10.10 Uhr: Begrüßung, Thomas Strobl (Minister für Inneres und Digitalisierung BW)

10.25 Uhr: „Gesundheit im digitalen Zeitalter“, Winfried Kretschmann (Ministerpräsident BW)

10.45 Uhr: Keynote „Fit und gesund durch Bits und Bytes“, Thomas Strobl (Minister für Inneres und Digitalisierung BW)

11.05 Uhr: Pep-Talk „Blick in die digitale Zukunft: Organe aus dem Drucker?!“ Prof. Dr. Ute Schepers (Institut für Toxikologie und Genetik, Karlsruher Institut für Technologie)

12 Uhr: Townhall-Talk „Selbstbestimmt oder dauerüberwacht: Chancen und Herausforderungen bei der Digitalisierung unserer Gesundheit“

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
• Thomas Strobl (Minister für Inneres und Digitalisierung BW)
• Manne Lucha (Minister für Soziales und Gesundheit BW)
• Guido Wolf MdL (Minister für Justiz und Europaangelegenheiten BW)
• Prof. Dr. Ute Schepers (Institut für Toxikologie und Genetik, Karlsruher Institut für Technologie)
• Dr. Martina Hartmann (Fachärztin für Allgemeinmedizin in Mannheim und Tele-Ärztin im landesweiten Modellprojekt docdirekt der Kassenärztlichen Vereinigung BW)
• Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn (Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, Uni Tübingen)

16 Uhr: Fazit und Danksagung
• Thomas Strobl (Minister für Inneres und Digitalisierung BW)
• Dr. Joachim Schulz (Vorstandsvorsitzender der Aesculap AG)
• Stefan Bär (Landrat Landkreis Tuttlingen)
• Emil Buschle (Erster Bürgermeister Stadt Tuttlingen)  

Das Programm auf einen Blick

„Zukunft_Gesundheit_Digital“ Festival liefert viel Prominenz und Wissen Image 1
Markt der Möglichkeiten 12 – 15.40 Uhr

13 Uhr „Digitale Anwendungen für die Gesundheit – Risiken und Chancen aus Verbrauchersicht“
• Friedlinde Gurr-Hirsch MdL (Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW)
• Dr. Peter Grieble (Verbraucherzentrale BW e.V.)
• Stefan Krebs (CIO/CDO Landesbeauftragter für Informationstechnologie BW)
• Dr. Stefan Brink (Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit BW)
• Prof. Dr. Thomas Fetzer (Uni Mannheim)
• Moderation: Katharina Güntert

14.40 Uhr „Gesundheitliche Versorgung im Ländlichen Raum – was bringt die Digitalisierung?“
• Friedlinde Gurr-Hirsch MdL (Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW)
• Bärbl Mielich MdL (Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration BW)
• Stefan Bär (Landrat Landkreis Tuttlingen)
• Wolfgang Bachmann (Gesundheitsnetz Süd eG)
• Thaddäus Kunzmann (Demografiebeauftragter BW)
• Moderation: Petra Bindl

15.40 Uhr „Künstliche Intelligenz in der Medizin – wie wir die Chancen der KI verantwortungsvoll gestalten können“
• Ulrich Steinbach (Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW)
• Prof. Dr. Silja Vöneky (Uni Freiburg)
• Dr. Philipp Kellmeyer (Uni Freiburg)
• Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn (Uni Tübingen)
• Moderation: Petra Bindl

13 Uhr „Fernbehandlung und elektronisches Rezept – Baden-Württemberg ist Vorreiter bei der Digitalisierung„docdirekt – Smart zum Arzt“
Dr. Johannes Fechner (Kassenärztliche Vereinigung BW) „GERDA – Geschützter e-Rezeptdienst der Apotheken“
Dr. Günther Hanke (Landesapothekerkammer BW) mittlerer Plenumsbereich

13.55 Uhr „Von der Pflege bis zur sektorenübergreifenden Versorgung – Vielfalt der Digitalisierung anhand von Best-Practice-Beispielen“
„Ich für mich – für Dich“ Martina Fehrenbach (Gesundes Kinzigtal) „DigiPur – Digitalgestützte Psychotherapie und Reintegration von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen nach tagesklinischer Behandlung“
Dr. Johanna Schmid (Universitätsklinikum Tübingen) „Psychotherapie im Zeitalter der Digitalisierung“
Karsten Hollmann (Universitätsklinikum Tübingen)

14.50 Uhr „Vital Gründen!" Life Science Accelerator BW – Unterstützung für Start-Ups aus den Bereichen Biotech, Medtech oder Digital Health Dr. Bodo Brückner (Technologiepark Heidelberg)
EmergencyEye® hilft Helfen – Passion, Kompetenz und Engagement, um Leben zu retten Viktor Huhle (Corevas) und Dr. Michael Lütten (EITHealth) mittlerer Plenumsbereich

Gesundheitswerkstatt

13 Uhr digital@bw Bürgerbarometer: „Unsere Vision von Gesundheit 2030“ MedicalMountains & Hochschule Furtwangen
13 Uhr „Produktszenarien für die digitale Medizin“ IDesign-Thinking-Labor der BIOPRO BW GmbH
13.55 Uhr digital@bw Bürgerbarometer: „Unsere Vision von Gesundheit 2030“MedicalMountains & Hochschule Furtwangen
13.55 Uhr „Produktszenarien für die digitale Medizin“ IIDesign-Thinking-Labor der BIOPRO BW GmbH
14.50 Uhr „Digitale Lernunterstützung für langzeiterkrankte Kinder und Jugendliche“Sönke Asmussen (Kultusministerium BW)
14.50 Uhr „Fitness-Armbänder und Gesundheits-Apps – was ist zu beachten?“Frau Rahner-Göhring

Entdeckungstouren

13 Uhr „Aesculap digital erleben“ Aesculap AG
13 Uhr „Der Mensch im Mittelpunkt der Digitalisierung“ Henke-Sass, Wolf GmbH
13 Uhr „Digitalisierung im Operationssaal: Medizintechnik unterstützt Qualitätsmedizin“ & „Digitale Lösungen für die Individualisierung der Medizintechnik“ Karl Storz SE & Co. KG & KLS-Martin Group
13.55 Uhr „Aesculap digital erleben“ Aesculap AG
14.15 Uhr „Der Mensch im Mittelpunkt der Digitalisierung“ Henke-Sass, Wolf GmbH
14.50 Uhr „Aesculap digital erleben“ Aesculap AG

Gesundheitsboutique

11.50 - 15.40 Uhr AMAXpertEYE: Mit weniger mehr leisten – Ärztliche Ressourcen optimal einsetzen, G’sundregion GbR

Angebote der Digitalen Gesundheit zum Anfassen Koordinierungsstelle Telemedizin BW

DigiP4 – Patienten im Mittelpunkt ihrer medizinischen Daten Unimedizin Mannheim

DigiPuR – Digital gestützte Psychotherapie Universitätsklinikum Tübingen

Digitale Transformation in der Welt der gesetzlichen Krankenversicherung BKK Aesculap u. BITMARCK

Digitalisierung in der Personalisierten Medizin ZPM, Universitätsklinikum Tübingen

docdirekt – Smart zum Arzt Kassenärtzliche Vereinigung BW

E-Health – Videosprechstunde für pflegebedürftige Patienten Landkreis Tuttlingen

EmergencyEye hilft Helfen – Passion, Kompetenz und Engagement, um Leben zu retten Corevas und EIT Health

Healthy Prisons – Telemedizin als Baustein eines modernen Justizvollzugs A+ Videoclinic GmbH

heat_it – sekundenschnelle Behandlung von Insektenstichen Kamedi GmbH u. Life Science Accelerator BW

Individuelle Tumortherapie bei Kopf-Hals Tumoren durch 3DBiodigitalisierung Uni Freiburg Infostand zum Verbraucherschutz Verbraucherzentrale BW e.V.

Innovative Telemedizinlösung zur Vitalerfassung FZI, Karlsruhe

Intelligente Medizinprodukte – Innovative Ansätze im Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft Hochschule Furtwangen & IFC, Tuttlingen

Internetbasierte Psychotherapie für Kinder Universitätsklinikum Tübingen

#ukbw – sicher, gesund und digital Unfallkasse BW

Mobile Roboter und KI für das Gesundheitswesen Fraunhofer IPA

Spielend gesund – VR/AR Games Medien- und Filmgesellschaft BW

TeleDerm AOK BW, Universitätsklinikum Tübingen und Hochschule Reutlingen

TIP-BW: Teleintensivmedizin-Plattform BW Universitätsklinikum Tübingen

Wie Digitalisierung die Patientenversorgung verbessern kann – eine Vorschau ZIV, Universitätsklinikum Tübingen