Hochkarätige Teams spielen den „Jubiläumsmeister“ aus

Die Gründungsmannschaft des FC Ostrach 1919: Die ersten Fußballspiele fanden im Obstgarten von Bürgermeister Müller statt. Heute unvorstellbar. FOTO:S PR
Die Gründungsmannschaft des FC Ostrach 1919: Die ersten Fußballspiele fanden im Obstgarten von Bürgermeister Müller statt. Heute unvorstellbar. FOTO:S PR
Komm ich heut nicht, komm ich morgen. Oder gar nicht. Oder doch. Nein, doch nicht ... Mit einer ziemlich schrägen Nummer haben sich die Franzosen aus Ostrachs Partnerstadt Etréchy für das Jubiläums-Fußballturnier anlässlich des 100-jährigen Bestehens des FC Ostrach mal ein-, mal ausgeladen. Und eine Woche vor Turnierbeginn endgültig abgesagt. Nun sucht der FCO händeringend Ersatz für den AS Sud Essonne Etréchy, der bereits auf dem Spielplan steht. Markdorf ist im Gespräch. Oder die Zweite des FCO. Wer immer es sein wird, das Ersatzteam wird am 20. und 21. Juli auf hochkarätige Konkurrenz treffen. Dem Jubiläumsturnier geht am Freitagabend, 19. Juli ein Elfmeterschießen für Ostracher Vereine und Firmen voraus. Viel los also beim FC Ostrach im Jubiläumsjahr.
  
Müde Helden nach einem Pokalsieg in Riedhausen.
Müde Helden nach einem Pokalsieg in Riedhausen.
OSTRACH - Christian Ostermaier und Matthias „Matze“ Halder vom Turnier-Organisationsteam ist das Lachen längst vergangen, wenn sie auf den ASSE Etréchy zu sprechen kommen. Vorausgeschickt sei gesagt: Der Kontakt zwischen den Partnergemeinden Ostrach und Etréchy läuft nicht auf allen Ebenen gut. Bei den Ostracher Hexen beispielsweise, zu denen Ostermaier und Halder gehören, sehr gut. Nicht aber beim Fußball. „Da waren die Kontakte echt etwas eingeschlafen“, sagt Ostermaier. „Und unser Wunsch war, dass das wieder so gut wie bei den Hexen läuft.“ Also trat Ostermaier mit den Verantwortlichen von ASSE Etréchy in Verbindung, um sie für das Jubiläumsturnier zu gewinnen – obwohl klar war, dass die Franzosen „nicht wie bei uns, sondern in einer Hobbyliga“ spielen. Ein Jahr wurde verhandelt und eigentlich war klar, dass Etréchys wackere Fußballer antreten werden. „Dann kriege ich vor drei Wochen plötzlich einen Anruf, dass sie nicht kommen können, weil sie keine Leute zusammenkriegen“, erzählt Ostermaier. „Ich habe gesagt, he, Leute, das könnt ihr nicht machen, das ist nicht wie bei euch, dass man zwei Tore auf die Wiese schiebt, wir müssen das Turnier dem Verband melden. Aber die sind dabei geblieben.“ Patsch.
 
Hochkarätige Teams spielen den „Jubiläumsmeister“ aus Image 1
Ostermaier bekam gelinde Panik. Woher noch Ersatz nehmen so kurz vor dem Turnier? „Über eine App haben wir rund 200 Vereine angesprochen, aber nur Absagen kassiert.“ Und was machen die wackeren Franzosen? Rufen ein paar Tage später an, dass sie nun doch kommen würden.“ Als Ostermaier und Halder gerade begannen, kurzfristig doch noch Unterbringungsmöglichkeiten zu suchen, sagten die Franzosen endgültig ab. Man beginnt zu ahnen,, warum die Kontakte auf fussballerischer Ebene nicht die besten sind.

Das Ersatzteam wird in seiner Gruppe auf Bezirksligist SV Hohentengen sowie die beiden Landesligisten FV WaRe (Walbertsweiler/Rengetsweiler) und den FC Ostrach treffen. In der anderen Gruppe duellieren sich der AKreisligist SV Bolstern, die Landesligisten SV Denkingen und FC Mengen sowie als „Ranghöchster“ Verbandsligist SC Pfullendorf. Gespielt wird jeweils 2 x 25 Minuten“, sagt Halder. „Da die Teams alle in der Vorbereitung stecken, werden die das Turnier sicher als Test angehen und mit der ersten Kapelle kommen. Da wird’s dann zur Sache gehen.“ Reizvolle Derbys sind garantiert.

Und fast alle teilnehmenden Teams haben dieses Jahr Jubiläum. Ostrach, Mengen und Pfullendorf feiern jeweils ihren 100er, der SV Denkingen und der SV Bolstern sind jeweils 50 Jahre als und der SV Hohentengen hatte vergangenes Jahr seinen 70. Geburtstag.
 
Das Orga-Team plant die 100-Jahr-Feier nun schon seit über eineinhalb Jahren! FOTO: PR
Das Orga-Team plant die 100-Jahr-Feier nun schon seit über eineinhalb Jahren! 
FOTO: PR
Wie? Vergangenes Jahr? „Ja. Eigentlich wollten wir noch den FC Laiz ins Feld nehmen, der dieses Jahr ebenfalls 100 ist, aber die feiern an unserem Turnierwochenende selber. So haben wir den SVH als Ersatz geholt.“

Nur der 1996 gegründete WaRe hat nichts Jubiläumstechnisches vorzuweisen – steht aber, wie Etréchy, trotzdem in enger Beziehung zum FCO. Denn der ist seit Gründung „Gedde“, sprich Patenverein des FV WaRe. Und weil auch da die Beziehung sanft entschlummert war und nur noch von der Ostracher AH aufrecht erhalten wurde, soll das Turnier wieder zu intensiveren Kontakten führen. Vermittelt hat die Teilnahme – na wer wohl – die Ostracher AH. Und WaRe kommt leibhaftig!

An beiden Turniertagen ist für Verpflegung gesorgt. Die Organisatoren stellen ein kleines Zelt und einen Weizenstand auf.

Warum dieses Jubiläumsturnier? „Wir hatten zwei Varianten zur Auswahl“, erzählt Ostermaier. „Enrweder ein ganz großes Ding mit einem Spitzenteam oder eben ein hochkarätiges Turnier mit regionalem Bezug.“ Man habe sich umgeschaut und sich wegen der zahlreichen Jubiläen für ein regionales Turnier entschieden, ein Stückweit aber auch deswegen, weil der Aufwand des jährlichen internationalen U17-Pfingstturniers sehr groß ist.

Wer immer auch das Jubiläumsturnier gewinnt, wichtig ist den Organisatoren vor allem anderen, dass das Kameradschaftliche alles überstrahlt. „Wir wollen, dass die Teams nach den Spielen zusammensitzen, schwätzen und ein Bier trinken.“ Oder zwei. CHRISTIAN SCHWARZ

tegos GmbH & Co.KG

Versenk den Elfer

Am Freitag ist Elferturnier.
Am Freitag ist Elferturnier.
Als Aufgalopp des Jubiläumsturniers findet am Freitagabend, 19. Juli, ab 17 Uhr ein Elfmeterturnier für Ostracher Vereine und Firmen statt. Ein Team besteht aus fünf Schützen und einem Torwart, geschossen wird auf reguläre Fußballtore.

Die Startgebühr beträgt 25 Euro, interessierte Teams können sich noch bis Donnerstag, 18. Juli unter der E-Mail chrisostermaier@web.de anmelden.

Zum Abschluss gibt’s dann noch einen gemütlichen Feierabendhock
  

„tegos“: TOP 500 beim Wachstum

Innovativ und auf Maß: Die „outfly“-Insektenschutzsysteme von „tegos“ garantieren, dass es nun auch im trauten Heim heißt: Insekten ausgeschlossen“. FOTO: TEGOS
Innovativ und auf Maß: Die „outfly“-Insektenschutzsysteme von „tegos“ garantieren, dass es nun auch im trauten Heim heißt: Insekten ausgeschlossen“. FOTO: TEGOS
Der Ostracher Freizeitmobil-Zulieferer „tegos GmbH & Co. KG“ ist seit vielen Jahren Hauptsponsor des FC Ostrach. Natürlich lässt es sich der Geschäftsführende Gesellschafter Peter Müller nicht nehmen, auch das Jubiläumsturnier im Buchbühlstadion am 20. und 21. Juli zu sponsern. Dort präsentiert sich „tegos“ mit einer Neuerung: Das Familienunternehmen produziert seine Insektenschutzsysteme seit kurzem nicht mehr ausschließlich für Reisemobile, sondern unter dem Markennamen „outfly – Insekten ausgeschlossen“ künftig auch für Immobilien.
  
Auch das Jubiläumstrikot für 100 Jahre FC Ostrach hat Peter Müller (rechts, mit Trikot) von „tegos“ gesponsert. Martin Rawe, 1. Vorsitzender des FCO, freut sich mit. FOTO: PR
Auch das Jubiläumstrikot für 100 Jahre FC Ostrach hat Peter Müller (rechts, mit Trikot) von „tegos“ gesponsert. Martin Rawe, 1. Vorsitzender des FCO, freut sich mit. FOTO: PR
OSTRACH - Der Geschäftsführende Gesellschafter Peter Müller ist nicht nur Fan des VfB Stuttgart, er ist quasi „beim VfB aufgewachsen“ und war dort Jugendspieler. Da war es irgendwie klar, dass die Ostracher Firma „tegos“ und der FC Ostrach zusammenkommen, nachdem der studierte Betriebswissenschaftler und langjährig erfolgreiche Manager Müller im Februar 2012 den kleinen oberschwäbischen Reisemobil- Zulieferer übernommen hatte. 2014, nach dem Aufstieg des FCO in die Landesliga, war es soweit. Seither ist „tegos“ eine wichtige Stütze des Vereins. In dieser Zeit hat sich der FCO prächtig entwickelt, „tegos“ unter Müller aber noch deutlich besser. Aus den knapp 70 Mitarbeitern, die „tegos“ bei seiner Übernahme zählte, sind heute 150 Vollzeitkräfte und insgesamt rund 180 Mitarbeiter geworden. Denn „tegos“, das Türen mit intelligenten Schließsystemen, Stauraumklappen, individuelle Kabelkonfektionen und Fliegenschutzgitter für Reisemobile und Caravans herstellt, gehört laut FOCUS BUSINESS zu den am 500 schnellsten wachsenden Unternehmen in Deutschland, in der Automotive-Branche sogar zu den Top 20! So konnte „tegos“ in den Jahren 2016 bis 2018 eine Umsatzsteigerung von 96 Prozent (!) vermelden. Dazu trägt nicht zuletzt die hohe Innovationsbereitschaft bei. So ist „tegos“ beispielsweise der einzige Nachrüster für Reisemobile und Caravans europaweit.
  
Peter Müller
Peter Müller
Ein weiteres Produkt, das dieser Innovationsbereitschaft entsprungen ist, ist die firmeneigene Marke „outfly“. Die unter diesem Namen produzierten Insektenschutzsysteme fürs Haus können an Fenstern, Dachfenstern, Haustüren, Balkon- und Schiebetüren sowie Abdeckungen für Keller- und Lichtschächte gleichermaßen angebracht werden. „Unsere Produkte lassen frische Luft ins Haus, aber Insekten werden ausgeschlossen“, erläutert Müller. Damit „tegos“ funktionale und langlebige Produkte gleichermaßen liefern kann, werden ausschließlich die besten Materialien verwendet. „Wir bieten zudem Pollenschutzgewebe für Allergiker an und für Haustierbesitzer gibt es das reißfeste Petscreen-Gewebe aus Fiberglas. Bei allen unseren Gewebearten achten wir nicht nur auf Strapazierfähigkeit, wir haben auch für jedes Einsatzgebiet die optimale Lösung“, führt Müller weiter aus. Auch ein innovatives Befestigungssystem für Spannrahmen hat „tegos“ entwickelt. CHRISTIAN SCHWARZ

Für Jagdkanzeln

Zum Jubiläumsturnier präsentiert Outfly als Premiere für Jagdkanzeln ein geräuschoptimiertes Schiebfenster mit Insektenschutz, welches Geruch und Lärm vom Wild fernhält.