Vielfalt ist gefragt beim Fahrzeug-Urlaubscheck

Kaum etwas ist ärgerlicher als eine Panne unterwegs auf dem Weg in die Ferien. Mit einem Check vorab können Autofahrer vorbeugen.
Auf vier Rädern Richtung Urlaub: Wer mit viel Gepäck reist und am Ferienziel mobil und flexibel sein möchte, ist mit dem Auto richtig unterwegs.

Immerhin fast jeder zweite Deutsche nutzt das eigene Auto zur Reise in den Urlaub, berichtet der ADAC-Reise-Monitor. Kaum etwas ist jedoch ärgerlicher, als unterwegs von einer Panne ausgebremst zu werden. Daher lohnt es sich, vorab etwas Zeit in einen gründlichen Check des Fahrzeugs zu investieren oder dazu gleich eine Fachwerkstatt in der Nähe zu besuchen. Besonders gilt dies auch für Wohnmobile, die oft lange Zeit stillstehen.

Ein Check des Fahrzeugs vor der großen Fahrt in den Urlaub schützt vor ärgerlichen Pannen. FOTO:DJD/ROBERT BOSCH GMBH  
Ein Check des Fahrzeugs vor der großen Fahrt in den Urlaub schützt vor ärgerlichen Pannen. FOTO:DJD/ROBERT BOSCH GMBH  
Mit einem sicheren Gefühl in den Urlaub starten. Nach einem Besuch in der Werkstatt kann man umso entspannter reisen.
Mit einem sicheren Gefühl in den Urlaub starten. Nach einem Besuch in der Werkstatt kann man umso entspannter reisen.
Veraltete Batterie austauschen lassen

Eine entladende Batterie beispielsweise ist eine unnötige und ärgerliche Angelegenheit - und zählt doch zu den häufigsten Pannenklassikern, sagt etwa Bosch-Experte Martin Körner: "Obwohl die Batterie eine so wichtige Rolle bei Autopannen spielt, machen sich nur die wenigsten Autofahrer Gedanken über den Zustand des Akkus. Meist wird erst getauscht, wenn die alte Batterie leer ist." Bei vielen Pannen jedoch geht die Zwangspause auf eine Tiefentladung zurück. Die Ursache dafür können unter anderem nachträglich eingebaute Verbraucher sein, wie sie gerade bei Urlaubsfahrten über den Zigarettenanzünder mit der Fahrzeugelektrik verbunden werden - vom Navigationsgerät bis zum Smartphone. Daher ist auf langen Fahrten ein Ladegerät hilfreich. Die Batterielader C3 oder C7 von Bosch beispielsweise sind leicht und kompakt sowie universell für alle gängigen Batterien einsetzbar. Auch für Versorgungsbatterien in Wohnwagen oder Booten können sie verwendet werden.

Bremsen, Reifen und Co. checken

Beim Sommercheck in der Werkstatt nimmt der Fachmann auch Bremsen, Reifen, Wischerblätter und die Klimaanlage unter die Lupe - all dies ist sicherheitsrelevante Technik, die gerade auf langen Strecken besonders beansprucht wird. Wenn die Sonne blendet, kann eine verschmierte Scheibe sehr gefährlich werden. Frische Wischer in Verbindung mit einer aufgefüllten Wisch-Wasch-Anlage hingegen sorgen für gute Sicht. Ist der Verbandskasten noch komplett gefüllt? Sind Warnwesten, Ersatzsicherungen und Ersatzlampen im Kofferraum vorhanden? Dies sollte ebenfalls überprüft werden. Höchstleistungen muss bei hohen Sommertemperaturen auch die Klimaanlage erbringen. Daher empfiehlt es sich, den Innenraumfilter einmal im Jahr oder alle 15.000 Kilometer zu wechseln. Gleich dreifach wirkt etwa der "Filter+": Eine Aktivkohleschicht neutralisiert Gase und eine Mikrofaserschicht hält bis zu 99 Prozent der Feinstäube zurück. Zudem macht eine Anti-Allergie-Schicht mit ihrer Gitterstruktur Allergene unschädlich. djd

Schlechtes Sehen steigert das Unfallrisiko

Um sicher am Urlaubsort anzukommen, ist gutes Sehen wichtig. FOTOS: DJD/ALCON PHARMA
Um sicher am Urlaubsort anzukommen, ist gutes Sehen wichtig.
FOTOS: DJD/ALCON PHARMA
Auch schlechtes Sehen kann die Fahrsicherheit beeinflussen. Schließlich werden rund 90 Prozent aller Sinneseindrücke im Straßenverkehr über die Augen wahrgenommen.

Typische Probleme gerade älterer Fahrer sind beispielsweise Störungen des Dämmerungssehens und eine erhöhte Blendempfindlichkeit. Das aber führt zu einem erhöhten Unfallrisiko.

Grauer Star schreitet schleichend voran

Tückisch ist, dass man sich dieser Sehschwächen gar nicht immer bewusst ist. So schreitet beispielsweise der Graue Star, eine Trübung der Augenlinse, schleichend voran. Das ADAC-Ärztekollegium empfiehlt daher auch, ab dem 50. Lebensjahr alle zwei Jahre und ab dem 60. Lebensjahr jedes Jahr eine Kontrolle beim Augenarzt vornehmen zu lassen. Es gibt zwar keine Medikamententherapie, um den Grauen Star zu behandeln, doch eine Routineoperation, bei der die getrübte Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt wird, kann das Sehvermögen wieder deutlich verbessern. Je nach Wahl der Kunstlinse können Patienten bei dem Eingriff gleichzeitig auch andere vorhandene Sehprobleme beheben lassen.

Mit einer Operation mehrere Sehprobleme beheben
  
Etwa 300 000 Verkehrsunfälle jährlich gehen auf das Konto mangelnder Sehleistung, schätzt der Berufsverband der Augenärzte (BVA).
Etwa 300 000 Verkehrsunfälle jährlich gehen auf das Konto mangelnder Sehleistung, schätzt der Berufsverband der Augenärzte (BVA).
Eine torische Intraokularlinse wie die "AcrySof IQ Toric" von Alcon etwa korrigiert nicht nur den Grauen Star, sondern auch Astigmatismus, also eine Hornhautverkrümmung. Das gibt Patienten die Chance, künftig ohne Brille oder Kontaktlinsen ungetrübt und scharf in die Ferne zu sehen. Ein integrierter UV- und Blaulichtfilter schützt zudem die Netzhaut. Welcher Linsentyp für einen selbst am besten geeignet ist, kann bei einer eingehenden Augenarztuntersuchung abgeklärt werden. Übrigens: Etwa 300.000 Verkehrsunfälle jährlich gehen auf das Konto mangelnder Sehleistung, schätzt der Berufsverband der Augenärzte (BVA).

Der Graue Star

Der Graue Star ist eine sehr häufige Augenerkrankung, vor allem bei Personen über 60 Jahren. Betroffene beklagen eine stärkere Blendempfindlichkeit, wenn sie Lichtquellen ausgesetzt sind. Die Sehschärfe lässt nach, ebenso die Wahrnehmung von Farben und Kontrasten. Wird die Erkrankung nicht behandelt, droht eine Erblindung. Eine Kataraktoperation wird meist ambulant durchgeführt und ist praktisch schmerzfrei. Die sogenannten Intraokularlinsen, die es in verschiedenen Formen und Materialien gibt, werden dabei in den Kapselsack des Auges eingesetzt. djd