Blühstreifen unterstützt die Bienen

Heimische Wildblumen bieten Bienen viele Nahrungsmöglichkeiten. Damit die Wiese aber so schön blüht, muss der Boden intensiv vorbereitet werden.
Bienen, Wildbienen, Insekten und die Vogelwelt sind unverzichtbar. Gartenbesitzer können mit einem Blühstreifen Insekten eine neue Heimat geben.

REGION - Inzwischen zeigt sich selbst in naturnah gehaltenen Bereichen, dass Nistkästen immer öfter leer bleiben, Bienen, Wildbienen immer weniger werden und die Schmetterlinge ganz ausbleiben. Doch auch und gerade Gartenbesitzer können mithelfen, mehr Lebensraum und Nahrungsgrundlagen für Insekten und Vögel zu schaffen. Unter anderem, indem Flächen mit regionalen Wildblumenarten bepflanzt werden. Ob auf städtischem Gebiet, in der Landwirtschaft, in Schulen, Unternehmen und in vielen privaten Gärten.

Einen Wildblumenstreifen anzulegen, geht so: Zuerst wird ein Stück Rasen entfernt und der Boden umgegraben. Wenn große Flächen in Blumenwiesen umgewandelt werden, kann das schnell teuer werden. Eine Alternative ist dann die „Zebrasaat“: Dabei werden nur einige Meter breite Streifen in Blumenwiesen umgewandelt. Ziel ist, dass sich die Blumen im Laufe der Zeit auch in die angrenzenden Flächen ausbreiten. 

Oberschwabenklinik

Je magerer der Boden, desto einfacher. Auf der rasenfreien Fläche wird eine Schicht Spielsand aus dem Baumarkt ausgebracht und etwas eingeharkt. Dann zwei Wochen ruhen lassen und vor der Aussaat gründlich jäten.

Nicht jeder Wildblumensamen ist aus ökologischer Sicht sinnvoll. Manche blühen nur ein Jahr. Für den Blühstreifen empfiehlt der NABU speziell für unsere Region geeignete Blühmischungen. Sie müssen nur einmal im Jahr, im Spätherbst oder im Frühjahr gemäht werden.

Wiesenpflanzen sind Lichtkeimer. Deshalb wird das Saatgut nicht in die Erde eingearbeitet, sondern mit einer Rasenwalze oder Brettern gut angedrückt. Für eine gleichmäßige Aussaat kann man das Saatgut mit Sand oder Sägemehl vermischen. Bei der Aussaat muss der Boden feucht sein. Die Aussaat sollte bis Juni erfolgen. Bis es blüht, dauert es einige Wochen. So lange sollte die Fläche feucht gehalten werden.

Gemäht werden sollte erst, wenn der Großteil der Pflanzen Samen gebildet hat. Das Schnittgut sollte anschließend zwei bis drei Tage auf der Fläche trocknen, damit die Samen herausfallen können. Um für die Insekten Rückzugsmöglichkeiten zu erhalten, sollte die Wildblumenwiese nicht auf einmal, sondern in Abschnitten gemäht werden.

Auch für Balkonkästen gibt es insektenfreundliche Pflanzen. Gärtnereien und Baumschulen verkaufen die empfohlenen Samenmischungen und insektenfreundliche Pflanzen, einfach mal nachfragen. sf