Der Seehas hat eine neue Lagerstätte erhalten

Rund vier Millionen Euro hat die Stadt Friedrichshafen in das Fundusgebäude mit Lagermöglichkeiten für Seehasenfest und Kulturufer investiert. FOTOS: MATTHIAS SCHOPF
Rund vier Millionen Euro hat die Stadt investiert: In Ailingen ist das neue Fundusgebäude mit Lagermöglichkeiten für das Seehasenfest und das Kulturufer entstanden.

Von Matthias Schopf FRIEDRICHSHAFEN - Am Samstag betritt der Seehas wieder festen Boden: Er wird am Nachmittag von einer Schiffflotte auf dem Bodensee abgeholt, um 15.45 Uhr wird er im Hafen erwartet. Von Freitag bis Montag feiert die Stadt das Seehasenfest, das 2019 70 Jahre alt wird.

Der Seehas tauscht sein ruhiges Tiefseemörhenfeld gegen den Jubel und Trubel in der Stadt. Ein Höhepunkt des Festgeschehens ist der große Umzug am Sonntag – rund 4000 Kinder und Jugendliche und viele weitere Akteure werden durch die Straßen der Stadt ziehen.

Für die Requisiten des Umzugs und des Fests hat man Lagerkapazitäten benötigt – vor allem trocken. Im Tiefseemörenfeld ist das Lagern natürlich nicht möglich. Auch sonst gab es keine adäquaten Lagerflächen in der Stadt, die Requisiten des Seehasenfests waren früher in zwei Lagerhallen in Eriskirch und im Fallenbrunnen untergebracht.
   
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Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Seehasenfests, die das Jahr über mit Näharbeiten und Kleiderwäsche beschäftigt sind, verrichteten diese Arbeiten ebenfalls in einer der Hallen in Eriskirch. „Beide Lagerhallen sind jedoch nur eine Zwischenlösung, da sie in keiner Weise den spezifischen klimatischen Anforderungen an die teilweise empfindlichen Requisiten genügen, ganz zu schweigen von der Tatsache, dass nach wie vor nicht unerhebliche Materialmengen in diversen schulischen und privaten Räumlichkeiten gelagert werden müssen“, hieß es 2014 in der Sitzungsvorlage des Gemeinderates.

Neben den Lagerflächen für das Seehasenfest gibt es auch noch Räume für das Kulturufer: Das Kulturbüro hatte seine Materialien ebenfalls in einer der Hallen in Eriskirch gelagert. „Da Material auch während des Jahres vom Kulturbüro benötigt wird, ist ein guter und leichter Zugang zwingend notwendig. Dies war in der bisherigen Halle nicht möglich“, hieß es in der Sitzungsvorlage.

Diese Zustände gehören nun der Vergangenheit an: Das Fundusgebäude konnte im Laufe des Frühjahrs von seinen Nutzern bereits bezogen werden und ist nun komortable Lagerstätte.

Dipl. Ing. Fritz Hack
Werner Schwarz GmbH

Kosten: rd. 4 Mio Euro 
Nutfläche: 3178 qm 
Hauptgebäude: 1900 qm 
Fahrzeughalle: 1278 qm 
KFZ-Stellplätze:
Rad-Stellplätze: 32 
Baubeginn: Mai 2018 
Aufrichten Holzbau: Sep. 18 
Bauende Holzbau: Mai 19 
Übergabe: 25. Juni 19 
Ausgleichsflächen: ab September 19 
Baumpflanzungen: im Herbst 19