Ein Geschenk an die Stadt Lindau

Wie eine Brücke ragt der Lindauer Nobelpreisträger-Steg in den Kleinen See. Er ist zentrale Station des Lindauer Wissenspfads, der an 17 Stationen die Nobelpreisforschung erklärt. FOTOS: SUSI DONNER
Im Rahmen der 69. Lindauer Nobelpreisträgertagung wird der neue Lindauer Nobelpreisträger-Steg feierlich eröffnet. Er ist ein Geschenk der Lindauer Tagungen an die Stadt.

Der Lindauer Nobelpreisträger-Steg ehrt die rund 400 Nobelpreisträger, die seit 1951 an einer Lindauer Tagung teilgenommen haben. Seine Geländerstreben tragen die Namen der Laureaten, das Jahr der Nobelpreisverleihung mit der Disziplin, für die sie ausgezeichnet wurden, sowie das Jahr ihres ersten Besuchs in Lindau. Fortlaufend können die Streben mit den Namen neu hinzukommender Nobelpreisträger ergänzt werden.

Der Nobelpreisträger-Steg bildet zukünftig die zentrale Station des Lindauer Wissenspfads. An 17 Wissenspylonen auf dem Festland und der Insel Lindau wird Besucherinnen und Besuchern Nobelpreisforschung verständlich näher gebracht. Der 17. Pylon wurde im Dezember 2018 aufgestellt und befindet sich direkt am Zugang zum neuen Nobelpreisträger-Steg. Unter der Überschrift „Nobler Preis für den größten Nutzen“ befasst er sich mit dem Nobelpreis und seiner Geschichte.
  
Der Wissenspfad-Pylon „Nobler Preis für den größten Nutzen“ steht am Kleinen See, in Sichtweite der Inselhalle. Das Bild im Kopf dieser Seite zeigt eine Visualisierung des Lindauer Nobelpreisträger-Stegs des Ingenieurbüros Sabine Wiederer.
Der Wissenspfad-Pylon „Nobler Preis für den größten Nutzen“ steht am Kleinen See, in Sichtweite der Inselhalle. Das Bild im Kopf dieser Seite zeigt eine Visualisierung des Lindauer Nobelpreisträger-Stegs des Ingenieurbüros Sabine Wiederer.
Ehrung: Die Nobelpreisträger sind auf den Geländerstreben namentlich genannt. FOTO:OH
Ehrung: Die Nobelpreisträger sind auf den Geländerstreben namentlich genannt. FOTO:OH


Städtebaulich komplettiert der Nobelpreisträger-Steg das Ensemble aus Inselhalle und Parkhaus am neugestalteten Therese-von-Bayern-Platz und erschließt den Kleinen See für Lindauer Bürger sowie für Besucher der Stadt.

Die Stegeröffnung findet im Beisein des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler, des Lindauer Oberbürgermeisters Dr. Gerhard Ecker sowie von Gräfin Bettina Bernadotte und Dr. Fredy Raas, Vorstandsvorsitzender der Beisheim Stiftung, statt. Die Beisheim Stiftung hat mit ihrer Förderung die Realisierung des Projekts möglich gemacht.

Die Physiknobelpreisträgerin 2018, Donna Strickland, setzt während der Eröffnungsfeierlichkeit die Strebe mit ihrem Namen in das Geländer ein. Damit stellt sie symbolisch den Lindauer Nobelpreisträger-Steg fertig. Neben Donna Strickland nehmen Nobelpreisträger und Nachwuchswissenschaftler der diesjährigen Lindauer Tagung an der Eröffnung teil.

Zukünftig ist der Nobelpreisträger-Steg nicht nur barrierefrei von Land aus begehbar; über einen Bootsanleger soll er auch über den See angefahren werden können.

Der Bau des neuen Stegs begann im März 2018 mit dem Setzen sogenannter Dalben, der 43 Pfähle, die den Steg tragen. Während der gesamten Bauzeit betreute die Schlosserei Hermann aus Wangen in Zusammenarbeit mit dem Lindauer Ingenieurbüro Fecher Werner Sauter das Projekt.