„Wir werden ihnen alles abverlangen“

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Nach einer herausragenden Landesligasaison mit Platz 6 gibt’s für die Jungs des FC Mengten am Samstag nun das Bonusspiel gegen den 1. FC Heidenheim. FOTO: VEREIN
Das hätten sich die Gründerväter des FC Mengen sicher auch nicht träumen lassen. Zum 100-jährigen Bestehen läuft (fast) alles wie geschmiert im Verein. Am kommenden Samstag, 22. Juni, ab 16 Uhr tritt Kult-Zweitligist 1. FC Heidenheim zu einem Vorbereitungsspiel im Ablachstadion an.

MENGEN - Wenn es überhaupt einen Wehmutstropfen gibt im 100. Jahr des FC Mengen, dann den, dass Erfolgstrainer Miro Topalusic das Handtuch geworfen hat. Sein Team hat als Aufsteiger zwar eine tolle Landesligasaison gespielt: „45 Punkte und der sechste Platz sind absolut herausragend“, sagt Topalusic. Und dass der FCM drei Plätze vor den Ostrachern gelandet ist, ist ja auch nicht so ganz unwichtig für den Mann, der in Ostrach wohnt und beim FCO im Unfrieden geschieden ist.
  
Die Zweitligaspieler des 1. FC Heidenheim hatten die Sensation auf dem Schlappen. Im DFB-Pokal schieden die Kicker von der Brenz bei Rekordmeister Bayern München mit 4:5 äußerst unglücklich aus, nachdem sie das Spiel ihres Lebens gemacht und nach dem 4:4 durch Glatzel (Foto) selbst die Großchance zum 5:4 hatten. Auch sonst spielten die Heidenheimer, mehr noch als Mengen, eine Traumsaison, die beste ihrer Geschichte – bis drei Spieltage vor Schluss hatten sie noch reelle Chancen auf die Aufstiegsrelegation zur Bundesliga. Am Ende wurde es Platz 5 mit 55 Punkten. Seither hat das Team auch in Oberschwaben viele Fans. FOTO: VIA
Die Zweitligaspieler des 1. FC Heidenheim hatten die Sensation auf dem Schlappen. Im DFB-Pokal schieden die Kicker von der Brenz bei Rekordmeister Bayern München mit 4:5 äußerst unglücklich aus, nachdem sie das Spiel ihres Lebens gemacht und nach dem 4:4 durch Glatzel (Foto) selbst die Großchance zum 5:4 hatten. Auch sonst spielten die Heidenheimer, mehr noch als Mengen, eine Traumsaison, die beste ihrer Geschichte – bis drei Spieltage vor Schluss hatten sie noch reelle Chancen auf die Aufstiegsrelegation zur Bundesliga. Am Ende wurde es Platz 5 mit 55 Punkten. Seither hat das Team auch in Oberschwaben viele Fans. FOTO: VIA
Nun verlässt er den FCM, weil der Verein und er selber keine Spieler nach Mengen holen können, mit denen er die Mannschaft hätte weiterentwickeln können. So wird das Spiel gegen die Heidenheimer Topalusics Abschiedspartie. „Für meine Jungs, vor allem für die, die zu der guten Saison beigetragen haben, soll das Spiel ein Bonusspiel sein“, sagt der scheidende Trainer. Während beim FC Mengen zur neuen Saison Herbert Küchler und Co-Trainer Gerhard Heinzle die sportlichen Geschicke der Landesliga-Kicker lenken werden, macht Miro Topalusic erstmal Pause.

„Auch wenn mir das im Moment sicher keiner glauben wird“, sagt er. „Aber es ist so. Ich will das Leben jetzt einfach mal laufen lassen, den Sommer genießen. Ich habe ein Haus am Meer, wo ich ohnehin zu selten bin. Ich bin froh, dass ich jetzt mal keinen Trainingsplan mehr machen muss, keine Vorbereitung planen. Das fällt mir ohnehin jedes Jahr ein Stückweit schwerer. Gut, den Druck mache ich mir selber, das ist sicher mein Fehler.“ Und den will er jetzt abstellen, nachdem das mit der Weiterentwicklung seines Mengener Teams nicht klappt.

Aber so weit ist es noch nicht. Kommenden Samstag, 22. Juni, ab 16 Uhr steht im Mengener Ablachstadion noch das Bonusspiel gegen die Profimannschaft des 1. FC Heidenheim auf dem Plan. Natürlich sind die Mengener LandesligaKicker bereits im Urlaub. „Aber bei so einem Spiel muss ich niemand motivieren“, sagt Topalusic, „auch wenn bei uns die Luft momentan natürlich raus ist. Aber bei so einem Spiel wollen wir natürlich nochmals glänzen, vor allem vor der großen Kulisse, die wir erwarten. Wir werden Gas geben, um uns so gut wie möglich zu verkaufen und den Heidenheimern alles abzuverlangen.“ Bis auf den länger verletzten Youngster David Bachhofer seien alle Mann an Bord. Eine Wechselorgie werde es aber sicher nicht geben, um den Spielfluss nicht zu zerstören. „Wieviele Spieler wir auswechseln können, werden wir dann mit dem Schiedsrichter und den Heidenheimern besprechen. Auf jeden Fall möchte ich, auch im Namen der Mannschaft, dem Vorstand danken, dass er es hingekriegt hat, zum Jubiläum so ein tolles Team nach Mengen zu holen.“
  
Nach dem Spiel gegen Heidenheim trennen sich ihre Wege: (v.l.) 2. Vorsitzender Jürgen Frommeld, 1. Vorsitzender Frank Dinser, Cheftrainer Miroslav Topalusic. FOTO: SCHWARZ
Nach dem Spiel gegen Heidenheim trennen sich ihre Wege: (v.l.) 2. Vorsitzender Jürgen Frommeld, 1. Vorsitzender Frank Dinser, Cheftrainer Miroslav Topalusic.
FOTO: SCHWARZ