Die „Ehgnerländer“ bringen böhmischmährische Klänge nach Ingstetten

Die „Ehgnerländer“ werden für zünftige Blasmusik beim Lindenfest sorgen. FOTOS: OH
Am Samstag, 15. Juni, und am Sonntag, 16. Juni, steigt in Ingstetten wieder das beliebte Lindenfest des Gesangvereins „Frohsinn“. Seit 1961 wird unter der alten, mächtigen und rund 600 Jahre alten Linde gefeiert.

INGSTETTEN – „Mit seiner langen Tradition gehört das Lindenfest in Ingstetten zu den ältesten Festen in der Region“, sagt Franz-Josef Hack vom gastgebenden Ingstetter Gesangverein „Frohsinn“. „Das Fest unter der Linde und am Spielplatz bietet den Gästen auch in diesem Jahr wieder gute Unterhaltung mitten in der Natur“. Am Samstag, 15. Juni, und am Sonntag, 16. Juni, wird in Ingstetten wieder unter der alten Linde gefeiert.

Wie im vergangenen Jahr und anders als in den Vorjahren, wird dieses Jahr am Samstagabend keine Rocknacht steigen oder Disco-Sound aus den Boxen dröhnen. „Wir haben uns im vergangenen Jahr entschieden einen böhmisch-mährischen Abend mit den Ehgnerländern zu veranstalten und damit Jung und Alt aus Ingstetten und der weiten Region anzusprechen“, sagt Franz-Josef Hack. „Natürlich freuen wir uns wieder, wenn möglichst viele Besucher in Dirndl und Lederhose zum Lindenfest kommen“.

Los geht’s in diesem Jahr bereits zur Vesperzeit um 18.30 Uhr. „Damit wollen wir auch Familien mit Kindern einen gemütlichen Samstagabend ermöglichen“, so Hack. Zum Start in den Abend wird Schelklingens Bürgermeister Ulrich Ruckh das erste LindenfestBierfass anstechen, dann werden den Besuchern wieder Spezialitäten vom Grill serviert und später sorgen die Ehgnerländer für gekonnt gemachte Blasmusik zur Unterhaltung der Lindenfest-Gäste. „Ausdrücklich laden wir zu diesem gemütlichen Abend auch Firmen und Vereine ein. Sicher ist das Lindenfest eine tolle Gelegenheit, um das Zusammengehörigkeitsgefühl im Betrieb oder im Verein zu stärken“, sagt Franz-Josef Hack. Und zum böhmisch-mährischen Sound der Ehgnerländer kann beim Lindenfest an der Bar, am Weizenstand und an der Cocktailbar gefeiert werden.

Der Lindenfest-Sonntag beginnt traditionell um 9.30 Uhr mit dem Festgottesdienst. Den wird auch in diesem Jahr Monsignore Norbert Blome halten. Der Geistliche war einige Jahre Pfarrer der sogenannten Suso-Gemeinden in Ulm, stammt ursprünglich aus dem Bistum Osnabrück, war Jugendpfarrer in Bremen, hat fünf Jahre in einer deutschsprachigen Gemeinde in Brüssel gearbeitet, hat das Auslandssekretariat der Bischofskonferenz in Bonn geleitet und war Pfarrer in Bad Urach bevor er nach Ulm kam. Nach dem Gottesdienst mit Monsignore Blome wird der Musikverein Sontheim zum Frühschoppen aufspielen und beim Lindenfest für zünftige Blasmusik sorgen. Wie in jedem Jahr können die Küchen in und rund um Ingstetten am Lindenfest-Sonntag kalt bleiben. Der Gesangverein „Frohsinn“ wird seinen Gästen wieder eine bunte Speisekarte anbieten. Bratwürste und Schnitzel werden dann wahlweise mit Kartoffelsalat oder Spätzle zu haben sein.

„Und am Nachmittag wird es zur Kaffeezeit wieder unsere beliebten, selbstgebackenen Kuchen und Torten geben“, betonen die Gastgeber des Gesangvereins. Für die musikalische Unterhaltung der Lindenfestgäste wird am Nachmittag der Kinderchor des Gesangvereins mit lustigen und stimmungsvollen Liedern sorgen.

Während sich Mama und Papa im Festzelt ihr Mittagessen oder den Nachmittagskaffee schmecken lassen, können sich die jüngsten Besucher auf dem nahegelegenen Kinderspielplatz austoben. Und wie immer bietet der gastgebende Gesangverein eine Verlosung an. Die Gewinner werden beim Lindenfest am Sonntagnachmittag direkt im Festzelt gezogen und mit ein bisschen Losglück warten wieder tolle Preise auf die Loskäufer. Karl-Heinz Burghart