Ferienjobs: Der perfekte Einstieg

Ein Ferienjob in der Gastronomie? Aber immer! Dort werden Aushilfen gesucht. FOTO: BÜTTNER
Den Berufsalltag erkunden und sich ein Taschengeld dazuverdienen - ein Ferienjob bietet vielen Schülern dazu Gelegenheit.

Die Agentur für Arbeit rät, sich frühzeitig um eine Tätigkeit zu kümmern und dabei auch auf arbeitsrechtliche Bestimmungen zu achten.

Erste Schritte

Mit einem Ferienjob sammelt man nicht nur erste Eindrücke in der Arbeitswelt und praktische Erfahrungen. Die Schüler knüpfen auch Kontakte, die für die Suche nach einem Ausbildungsplatz nützlich sein können.

Einen Job finden

Im Internet finden sich viele Jobangebote für junge Menschen. Doch bei der Suche ist auch Eigeninitiative gefragt. Schwarze Bretter in Schulen, Universitäten oder im Supermarkt sind gute Fundstellen. Meist bieten Unternehmen ihre Jobs direkt auf der eigenen Internetseite an. Eltern, Verwandte und Bekannte können sich bei der eigenen Arbeitsstelle nach einem Ferienjob umhören.

Arbeitszeiten

Kinder unter 13 Jahren dürfen keinem Ferienjob nachgehen, denn Kinderarbeit ist verboten. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren können leichte und geeignete Arbeiten verrichten. Wie lange sie täglich arbeiten dürfen, hängt dann vom Alter ab.

13- und 14-Jährige können bis zu zwei Stunden pro Tag kleinere Tätigkeiten übernehmen - zum Beispiel Zeitungen austragen oder Nachhilfe geben. Bis zu 8 Stunden pro Werktag können 15- bis 17-Jährige jobben, höchstens jedoch 40 Stunden in der Woche und maximal 20 Arbeitstage im Jahr. Zudem muss im Arbeitsvertrag festgelegt sein, dass die Tätigkeit auf maximal drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Jahr ausgelegt ist. Nur dann ist sie sozialversicherungsfrei - und zwar unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit oder der Höhe des Lohns.

Auswirkungen

Ein Kind kann sich durch das so genannte Steuervereinfachungsgesetz Geld dazuverdienen, ohne dass sich dies auf den Kindergeldanspruch auswirkt. Schüler unter 25 Jahren, deren Eltern Arbeitslosengeld II beziehen, dürfen pro Jahr 1200 Euro verdienen. Mitgezählt werden nur solche Ferienjobs, die während des Bezugs von Arbeitslosengeld II ausgeübt wurden. Nicht mitgezählt werden Arbeiten mit einem monatlichen Einkommen unter 100 Euro.

Wichtig: Die Einkünfte der Ferienjobber müssen zunächst ersteuert werden. Dies übernimmt der Arbeitgeber entweder mit der elektronischen Lohnsteuerkarte oder pauschal mit rund 30 Prozent Lohnsteuer. Mit der Einkommensteuererklärung im Folgejahr werden die gezahlten Steuern jedoch in der Regel wieder erstattet, sodass die meisten Ferienjobs schlussendlich steuerfrei sind.