Pfingsten das unbekannte Fest

Ins Grüne ging es schon vor 100 Jahren an Pfingsten. Und meist war ein Gasthaus das Ziel. FOTOS: ARCHIV
Weihnachten = Christi Geburt, Ostern = Auferstehung Christi - das wissen noch die meisten. Pfingsten aber ist das gr0ße unbekannte Fest. Worum geht’s?

Am 50. Tag der Osterzeit, also 49 Tage nach Ostersonntag, wird von den Gläubigen die Entsendung des Heiligen Geistes gefeiert – auch Ausgießung des heiligen Geistes genannt. Im Neuen Testament wird in der Apostelgeschichte erzählt, dass der Heilige Geist auf die Apostel und Jünger herabkam, als sie zum jüdischen Fest Schawuot in Jerusalem versammelt waren. Dieses Datum wird in der christlichen Tradition auch als Gründung der Kirche verstanden. Als christliches Fest wird Pfingsten erstmals im Jahr 130 erwähnt. Wörtlich heißt es in der Bibel:

„Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“

Schawuot feiert die Offenbarung der Tora an das Volk Israel und gehört zu den Hauptfesten des Judentums. Der Begriff bedeutet „Wochen“ und weist auf die mit dem 50. Tag vollendeten sieben Wochen nach dem Pessach-Fest hin. Bereits aus dieser Tradition stammt der griechische Name pentekostē, aus dem der deutsche Begriff „Pfingsten“ hervorgegangen ist.