Jubiläumsfeier „Akantus“ in Emerkingen

Mehr als 50 Mitarbeiter sind in den drei Bereichen des Emerkinger Unternehmens beschäftigt. FOTO: OH
Zwei gute Gründe haben Melanie und Meinrad Kopp und ihre Mitarbeiter, um am 18. Mai zu feiern: „Akantus“ wird zehn Jahre alt und das neue, moderne Firmengebäude wird eingeweiht. Die Jubiläumsfeier in Emerkingen beginnt um 12 Uhr.

EMERKINGEN - Vor zehn Jahren haben Melanie und Meinrad Kopp in Emerkingen ihr markantes Firmengebäude an der Durchfahrtstraße gebaut und dort „Akantus“ eröffnet. Unter dem Motto „Renovierung, Gestaltung, Ambiente“ sind seitdem ausgewählte Dekorationsartikel für Innen und Außen sowie ausgesuchte Holzschnitzereien zu haben, die „besonderes Ambiente schaffen und Lifestyle bieten“.

„Es freut mich sehr, dass sich Akantus durch unser exklusives Angebot und verschiedenste Veranstaltungen zu einer beliebten regionalen Marke mit großem Kundenstamm entwickelt hat“, betont Meinrad Kopp. Weil im „Akantus-Gebäude“ der Platz für die beiden weiteren Betriebszweige des Unternehmens, Restaurierung und Sichtbetonkosmetik, zu eng wurde, begann 2017 der Bau eines neuen Firmengebäudes auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Unser Betrieb ist inzwischen auf 50 Mitarbeiter und einen Fuhrpark mit über 20 Fahrzeugen angewachsen. Da braucht’s einfach genügend Platz“, so Meinrad Kopp. Dieses moderne Firmengebäude mit Büroräumen, Lagerflächen und einer Fahrzeughalle wird während der Jubiläumsfeier am 18. Mai eingeweiht und kann von den Besuchern besichtigt werden.

Die Jubiläumsfeier beginnt um 12 Uhr

Die Jubiläumsfeier beginnt am Samstag, 18. Mai, um 12 Uhr. Um 13.30 Uhr wird Firmenchef Meinrad Kopp die Gäste begrüßen und Bürgermeister Paul Burger wird ein Grußwort sprechen. Anschließend wird Pfarrer Thomas Pitour das neue Firmengebäude segnen. Zur Unterhaltung der Gäste wird „DJ Philtastic“ seine Scheiben auflegen und ab 15 Uhr steigt eine Modenschau, in der das Laupheimer Modehaus „Cavalli d’Oro“ die neuesten Modetrends vorstellen wird. Natürlich bekommen die Besucher auch jede Menge Anregungen für stylische Dekorationen in der großen Sommerausstellung von „Akantus“.


Melanie und Meinrad Kopp freuen sich auf die Jubiläumsfeier.
Melanie und Meinrad Kopp freuen sich auf die Jubiläumsfeier.
„Machen Sie mit uns einen modischen Ausflug in eine Welt voller kräftiger Farben und tierischer Prints und lassen Sie sich in dieser tropischen Atmosphäre von den neusten Dekotrends inspirieren“, lädt Melanie Kopp alle Interessierten zur Jubiläumsfeier am 18. Mai ein. Und Meinrad Kopp ergänzt: „Bei der Jubiläumsfeier bekommen alle Gäste natürlich auch exklusive Blicke hinter die Kulissen unseres neuen Firmengebäudes“. Wer zwischendurch Hunger und Durst bekommt, kann eine Pizza oder eine Dennete vom Pizzawagen genießen oder sich Kaffee, Kuchen, und Getränke oder ein „gutes Tröpfchen“ vom Weinstand holen. Ab 18 Uhr werden die „Ziddataler“, eine junge und dynamische Band, die Besucher der Jubiläumsfeier mit gut gemachter, moderner, rockiger Blasmusik unterhalten.

Bereits im Jahr 1973 hat Gebhard Kopp, der Vater des heutigen Firmenchefs, die Restaurierungs-Werkstatt in Emerkingen gegründet und in den kommenden Jahren viele Kirchen in der Region restauriert. 2004 übernahm Meinrad Kopp den väterlichen Betrieb mit damals fünf Mitarbeitern und hat ihn schnell im Bereich der „Sichtbetonkosmetik“ weiterentwickelt, aber dabei die Kirchenrestaurierung nie aus den Augen verloren. „Wir haben in den meisten Kirchen der Region bereits gearbeitet. Unser aktuellstes Projekt war die Restaurierung der Frauenbergkirche in Munderkingen“, sagt er. Dabei reichen die Arbeiten vom Reinigen der Raumschale und Festigen von Putzteilen über die Sicherung der historischen Substanz in den Kirchen bis zur Restaurierung von Figuren und Altären. „Dazu verwenden wir viele historische Pigmente und Bindemittel“, erklärt Kirchenmaler-Meister Meinrad Kopp. Und aus dem Wissen und mit den Mitteln der Restaurierung hat er eine Methode entwickelt, mit der Schadstellen an sichtbarem Beton retuschiert werden können.

Heute sei die „Sichtbetonkosmetik“ der größte Bereich des Unternehmens, sagt Meinrad Kopp. Damit gehört das Emerkinger Unternehmen zu den führenden Firmen in Deutschland und ist im gesamten Bundesgebiet und in den Nachbarländern unterwegs. Das Stuttgarter Daimler-Museum, die Olympia-Halle in München und das Kunstmuseum in Bregenz nennt der Firmenchef als Beispiele. „Wir haben auch in Schweden, Rumänien und Singapur sowie in der Höllental-Angerer-Hütte im Zugspitzgebiet gearbeitet. Mittlerweile wurden sogar schon kleine Niederlassungen in Nersingen, Heidelberg und im Vorarlberg auf den Weg gebracht“.

Bereits 2008 wurde Meinrad Kopp mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Mit dem sogenannten „Bauhaus-Stil“ sei Sichtbeton wieder populär geworden, erklärt Kopp. „Es ist aber technisch kaum möglich perfekte Betonwände herzustellen. Deshalb muss gespachtelt und retuschiert werden“, sagt der Fachmann und betont: „Die Kunst dabei ist, die partielle Ausbesserung so hinzukriegen, dass nachher nichts mehr zu sehen ist“. Karl-Heinz Burghart