Aus dem Wirtshaus „Zum Hecht“ in Schemmerberg wird die Pension Hecht

Der Haupteingang mit dem schönen, nostalgischen Türschild. FOTOS: MADER
Aus der ehemaligen Wirtschaft „Zum Hecht“ in der Ortsmitte von Schemmmerberg ist ein echtes Schmuckstück geworden.

SCHEMMMERBERG - Am 2. Mai werden Ferdinand Hanser und seine Lebensgefährtin Galina Weht ihre neue Pension „Hecht“ offiziell eröffnen. Dann stehen insgesamt zwölf Zimmer, davon sechs Einzelzimmer, drei Doppelzimmer, ein Mehrbettzimmer und zwei Appartements für die Gäste zur Verfügung. Einen Tag der offenen Tür mit Gelegenheit für die Bevölkerung zur Besichtigung wird es wenige Wochen nach der Eröffnung geben, so Hanser.

Ferdinand Hanser mit seiner Lebensgefährtin.
Ferdinand Hanser mit seiner Lebensgefährtin.
Die neue Pension Hecht.
Die neue Pension Hecht.
Rund anderthalb Jahre haben die Umbauarbeiten des Gebäudes aus dem Jahr 1867 angedauert. Ferdinand Hanser hat dabei sehr viel Eigenleistung von Freunden, Bekannten und Familie in dieses Objekt gesteckt. Zudem waren regionale Handwerker mit dem Umbau betraut. Hanser hat bis auf Balken und Wände das gesamte Gebäude entkernen lassen. „Meine Mutter hat den „Hecht“ bis 2016 als Wirtschaft betrieben, ich wollte einfach mal was anderes machen“, sagt Hanser. Damit wird es künftig in Schemmerberg nur noch das Sportheim mit gastronomischem Angebot geben.

Die Pension ist insbesondere für Monteure und Geschäftsreisende, aber auch für Touristen am Wochenende gedacht. Die Zimmer sind alle modern mit Vinylfußböden, Boxspringbetten und einer Massagedusche ausgestattet. Zudem wird es einen Frühstücksraum geben, wo sich die Gäste an einem Büffet bedienen können. „Wir haben sehr viel Energie in dieses Gebäude gesteckt und freuen uns jetzt, dass es demnächst losgeht“, betont Ferdinand Hanser. Noch sind die Handwerker am Werkeln, doch bis zum 2. Mai wird alles fertig.

Geschmackvoll eingerichtete Zimmer.
Geschmackvoll eingerichtete Zimmer.
Eine hochmoderne Dusche.
Eine hochmoderne Dusche.
Das Haus hat eine bewegte Geschichte. 1867 wurde es als Scheuer von Josef Hecht gebaut. Daher stammt auch der Name der Pension und der vorhergehenden Wirtschaft. 1909 entstand in dem Gebäude neben der Schankwirtschaft auch eine Bäckerei.

Und noch etwas Besonderes passierte in den Mauern des Hechts in Schemmerberg.

Am 12. September 1882 fand im Gasthaus Hecht die Gründungsversammlung des Welt-Sprachvereins Volapük statt. Der Erfinder dieser Sprache war Pfarrer Martin Schleyer, der Großonkel des ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer.