Den Garten fit machen

Schmetterlinge brauchen Blühpflanzen. FOTO: STEFFEN SCHELLHORN
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen ist die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Jetzt haben Hobbygärtner wieder allerhand zu tun, um die „grüne Oase“ fit zu machen und dann den Sommer im heimischen Garten in vollen Zügen genießen zu können.

Wenn der Frühling beginnt und der Garten in den Startlöchern steht, gilt es Frühjahrsblüher zu pflegen, Aussaaten vorzubereiten, Kübelpflanzen in Schuss zu bringen und vieles mehr.

Wann mit der Gartenarbeit begonnen werden kann, hängt natürlich vom Wetter ab. „Als Faustregel gilt: Der Boden sollte soweit abgetrocknet sein, dass er nicht mehr an den Gartengeräten hängen bleibt“, sagen Garten-Fachleute. „Unbedingt die letzten alten Stängel und die Laubschicht auf dem Boden entfernen“, so ein Experten-Rat. „Unter den Blättern sammelt sich Feuchtigkeit, die neue Triebspitzen faulen lässt“.

Wer es nicht bereits im Herbst getan hat, muss jetzt die Beete umgraben, besonders, wenn der Boden schwer ist und einen hohen Lehm- und Tongehalt hat. Nach dem Umgraben die Erde glatt harken und dann dem Boden etwas Zeit zum Ruhen gönnen, bevor neu gepflanzt wird. „Dadurch gelangen wichtige Mikroorganismen wieder an die Oberfläche“, betonen Fachleute.

Striebel Haus des Gartens GmbH

Zeit der Aussaat

FOTO: KAI REMMERS
FOTO: KAI REMMERS
FOTO: ANDREA WARNECKE
FOTO: ANDREA WARNECKE
Der Frühling ist die Zeit der Aussaat. Weil sich Sämlinge im Garten aber nur wohlfühlen, wenn die Erde wenig Düngesalze und viel Feuchtigkeit enthält, eignen sich „normale Blumenerde oder die Erde direkt aus dem Garten“ nicht, denn ihre Salze laugen die feinen Wurzeln aus. Also sollte der Hobbygärtner unbedingt spezielle und lockere Aussaaterde verwenden.

Gemüsepflanzen, die es warm mögen, wie Paprika oder Tomaten, werden am besten auf der Fensterbank vorgezogen. Da Paprika langsam wächst, sollten die Samen schnellstens ausgesät werden. Tomaten dagegen müssen noch ein bisschen warten, sonst werden die Pflanzen „dünntriebig“.

Im Frühling legen Gartenliebhaber auch den Grundstein für ein prächtiges Blütenmeer. Sobald die Sauerkirsche blüht, können die frostempfindlichen Knollen und Zwiebeln der Gladiolen und Dahlien, Lilien und Montbretien in den Garten gepflanzt werden. Außerdem sollten im Frühjahr nach ihrer Blüte die Frühjahrsblüher wie Forsythie, Mandelbäumchen oder Ranunkelstrauch geschnitten werden, raten Gartenexperten. Sommerblumen wie Kapuzinerkresse, Studentenblumen oder Malven können im Frühjahr direkt in die Beete gesät werden.

Der Frühling ist auch ideal, um mehrjährige Kräuter wie Lavendel und Rosmarin oder auch Rosen zurückzuschneiden. Der Boden sollte dafür aber trocken sein. Laubhölzer können bereits vor Frühlingsbeginn geschnitten werden. RED