Bettenhaus Schoop: Ausgezeichneter Generationswechsel

Christina und Matthias Walterspiel bestimmen die Geschicke des Biberacher Bettenhauses Schoop seit 2017. Für den „Gelungenen Generationswechsel“ gab es nun einen Preis des Fachmagazins Haustex. FOTOS: PRIVAT
Seit Januar 2017 führen Christina und Matthias Walterspiel die Geschäfte des Biberacher Bettenhauses Schoop. Die Wurzeln von P & C Schoop reichen bis ins Jahr 1842 zurück. Matthias Walterspiels Eltern hatten das Bettenfachgeschäft in der Consulentengasse 1988 übernommen, nachdem die Familie Schoop keinen Nachfolger finden konnte. 2017 haben sie das Geschäft an ihren Sohn und seine Frau übergeben.

Der Übergang, welcher mit etlichen Veränderungen einherging, hat Christina und Matthias Walterspiel nun eine Auszeichnung des Branchenfachmagazins Haustex beschert: den Haustex-Star 2019 in der Kategorie „Gelungener Generationswechsel“.

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Walterspiel definierte für diesen Generationswechsel klare Regeln. Er erklärt: „Für uns war wichtig, dass es einen Stichtag geben muss, an dem meine Eltern ausscheiden. Denn es war klar, dass wir teilweise andere Wege gehen würden.“ Deswegen war zum Stichtag 1. Januar 2017 auch die junge Generation in der Verantwortung und am Steuer, bis Ende des Jahres 2017 standen die Eltern aber noch tatkräftig und mit manchem Rat zur Seite. Am Grundprinzip des inhabergeführten Fachgeschäftes mit individueller Beratung ändert sich aber nichts.

Schon vor der Übernahme hatten die Walterspiels das historische Gebäude, Consulentengasse 13, gekauft und in Absprache mit dem Denkmalschutz saniert. Im Anschluss daran erweiterten sie die Geschäftsräume und gestalteten sie neu. Matthias Walterspiel erklärt seine Firmenphilosophie so: „Wir sind ein Fachgeschäft und wollen Problemlöser sein.“

Deswegen setze man auf Bettsysteme anstatt auf Boxspring. „Unsere Kunden geben für gute Qualität Geld aus“, sagt Walterspiel. Ohne eine ausführliche Beratung gehe ohnehin nichts. Die beginnt bei Schoop mit einer Bedarfsanalyse, und mündet nach der Vermessung schließlich in der Beratung zum passenden Produkt. Christina Walterspiel sagt: „Die individuelle Beratung macht Spaß, weil sich der Kunde öffnen muss.“

Bei der großen Feier des 175- jährigen Bestehens der Firma vor knapp zwei Jahren gab es auch einen Jubiläumsverkauf mit erheblichem Andrang. Matthias Walterspiel erinnert sich: „Meine Eltern waren da noch dabei. Ohne sie hätten wir das gar nicht geschafft.“ (cs)

Schoop Bettenhaus

Tag der Rückengesundheit: Wie man sich bettet, schläft man

Ein gutes Bettsystem ist eine wichtige Voraussetzung für gesunden Schlaf. FOTO: PRIVAT
Ein gutes Bettsystem ist eine wichtige Voraussetzung für gesunden Schlaf.
FOTO: PRIVAT
Wer nachts gut schläft, ist ausgeruht und leistungsfähig am Tag. Gründe für gestörten Schlaf gibt es viele, einer ist aber besonders verbreitet: Rückenprobleme, die durch ungeeignete Betten verstärkt werden können. Da kann Abhilfe geschaffen werden.

Die Aktion Gesunder Rücken (AGR), ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, einen Beitrag zur Bekämpfung des Volksleidens Rückenschmerzen zu leisten, erklärt die Anforderungen, welche der menschliche Körper im Liegen hat: „Die Wirbelsäule soll in den Rücken- und Seitenhaltungen so liegen, wie es ihrer Form im aufrechten Stehen (fast) entspricht. Dabei sind alle Knochen der Wirbelsäule lotrecht übereinander aufgerichtet. Da im Liegen die Kräfteverhältnisse etwas anders sind, kann dies nicht ganz genau, jedoch weitestgehend erreicht werden.“ Deswegen werde eine günstige Haltung der Wirbelsäule im Liegen am besten auf einer flexiblen Unterfederung mit einer darauf abgestimmten Matratze, auf einem Bettsystem erreicht.

Ein gutes Bett passt sich an. Es sollte an den richtigen Stellen stützen beziehungsweise entlasten. So kann eine zu harte oder eine zu weiche Matratze ebenso zu Rückenproblemen führen wie eine alte Matratze, die an gewissen Stellen durchgelegen ist und dort keine Stützwirkung mehr bietet. Am besten ist es, wenn Fersen, Hüfte und Schultern einsinken, während die Beine, die Krümmung der Wirbelsäule und der Hals gestützt werden. Das Stützen des Halses erfolgt über ein passendes Kissen. Wer morgens öfter einen steifen Hals hat und sich im Nackenbereich verspannt fühlt, sollte über ein Nackenstützkissen nachdenken.

Die AGR empfiehlt anpassbare Bettsysteme. Schließlich ändern sich anatomische Gegebenheiten im Laufe der Zeit. – beispielsweise während einer Schwangerschaft oder altersbedingt. Aber am allerwichtigsten sei ausführliches Probeliegen vor dem Kauf eines Bettsystems und natürlich die kompetente Beratung im Geschäft. (cs)