Den Garten fit machen

Frühlingsboten heißen das Frühjahr willkommen. FOTOS (3): NICOLE FRICK
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen ist die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Jetzt haben Hobbygärtner wieder allerhand zu tun, um die „grüne Oase“ fit zu machen und dann den Sommer im heimischen Garten in vollen Zügen genießen zu können.

REGION – Wenn der Frühling beginnt und der Garten in den Startlöchern steht, gilt es Frühjahrsblüher zu pflegen, Aussaaten vorzubereiten, Kübelpflanzen in Schuss zu bringen und vieles mehr. Wann mit der Gartenarbeit begonnen werden kann, hängt natürlich vom Wetter ab. „Als Faustregel gilt: Der Boden sollte soweit abgetrocknet sein, dass er nicht mehr an den Gartengeräten hängen bleibt“, sagen Garten-Fachleute. Dann sollte zuerst eine Runde durch den Garten gedreht werden, um eine Bestandsaufnahme zu machen Aber aufpassen: Nicht alles ist tot, nur weil es auf den ersten Blick so aussieht. Und wer sich jetzt schon um die Beseitigung von Unkraut und Schnecken kümmert, erspart sich in den kommenden Monaten viel Arbeit. „Unbedingt die die letzten alten Stängel und die Laubschicht auf dem Boden entfernen“, so ein Experten-Rat. „Unter den Blättern sammelt sich Feuchtigkeit, die neue Triebspitzen faulen lässt“.

Wer es nicht bereits im Herbst getan hat, muss jetzt die Beete umgraben, besonders, wenn der Boden schwer ist und einen hohen Lehm- und Tongehalt hat. Nach dem Umgraben die Erde glatt harken und dann dem Boden etwas Zeit zum Ruhen gönnen, bevor neu gepflanzt wird. „Dadurch gelangen wichtige Mikroorganismen wieder an die Oberfläche“, betonen Fachleute.

Der Frühling ist die Zeit der Aussaat. Weil sich Sämlinge im Garten aber nur wohlfühlen, wenn die Erde wenig Düngesalze und viel Feuchtigkeit enthält, eignen sich „normale Blumenerde oder die Erde direkt aus dem Garten“ nicht, denn ihre Salze laugen die feinen Wurzeln aus. Also sollte der Hobbygärtner unbedingt spezielle und lockere Aussaaterde verwenden. Gemüsepflanzen, die es warm mögen, wie Paprika oder Tomaten, werden am besten auf der Fensterbank vorgezogen. Da Paprika langsam wächst, sollten die Samen schnellsten ausgesät werden. Tomaten dagegen müssen noch ein bisschen warten, sonst werden die Pflanzen „dünntriebig“.

Im Frühling legen Gartenliebhaber auch den Grundstein für ein prächtiges Blütenmeer. Sobald die Sauerkirsche blüht, können die frostempfindlichen Knollen und Zwiebeln der Gladiolen und Dahlien, Lilien und Montbretien in den Garten gepflanzt werden. Außerdem sollten im Frühjahr nach ihrer Blüte die Frühjahrsblüher wie Forsythie, Mandelbäumchen oder Ranunkelstrauch geschnitten werden, raten Gartenexperten. Sommerblumen wie Kapuznerkresse, Studentenblumen oder Malven können im Frühjahr direkt in die Beete gesät werden.

Stauden, die im Frühling schon eine erhebliche Größe aufweisen, wachsen im Laufe des Jahres noch weiter. Also den umliegenden Pflanzen mit einer Gartenschere mehr Licht und Raum verschaffen. „Dabei darf großzügig abgeschnitten werden. Das kann mit starkem Wachstum und einer guten Blüte belohnt werden“, heißt es in Expertenkreisen. „Der Frühling ist auch ideal, um mehrjährige Kräuter wie Lavendel und Rosmarin oder auch Rosen zurückzuschneiden. Der Boden sollte dafür aber trocken sein“.

Laubhölzer können zwar bereits vor Frühlingsbeginn geschnitten werden, aber beim Schnitt von Obstbäumen sollte bis nach dem Frost gewartet werden. „Offene Stellen am Baum können so besser verheilen. red